September 1524. . ^97
""d Solothurn, daß bei der Beschwörung der Bünde auch ihre Bundesbriefe von den Eidgenossen beschwor?»werden, wie sie bereit seien, ihrerseits dieselben zu beschwören. «». 1. Es wird das Antwortschreiben des HerzogsMailand betreffend den feilen Kauf in seinen Landen verhört. Durch den letzten Krieg seien diese ganzschöpft heilst") worden; die neuen Früchte könne» der Pest wegen nicht eingesammelt werden; darin» sei jetzt'wch iijchj berechnet, was sein Bolk bedürfe; sobald das geschehen, wolle er den Eidgenossen gerne lasse», was^ entbehre» möglich sei. 2. In Betreff der Gefangenen wisse er nichts Genaues, werde aber, sobald er etwas^uiehwe, so verfahren, daß man sehen könne, wie leid es ihm thne, indem er innner bestrebt sei, mit den EidJossen freundlich und nachbarlich zu leben. >». 1. In einem andern Schreiben, betreffend den Grafen von^'wia und dessen Schloß Vitalin», erklärt der Herzog seinen festen Entschluß, das Schloß zu erobern; denn" ^raf habe sich stets als offener Feind und Rebell gezeigt; weil aber eidgenössische Knechte Schloß und Inselvh»tzen, so werde er so schonend wie möglich gegen sie handeln und ihnen freien Abzug gestatten, wenn sie sichw"ach halten. 2. Darauf wird abermals an den Herzog geschrieben und derselbe zum höchsten ermahnt, der'Wien von seinem Vorhaben abzustehen und das Schloß in Ruhe zu lassen; denn dieses sei „im Anfang" erbautmit der Bedingung, daß es den Eidgenossen in allen Nöthen und Unternehmungen als offenes Haus, solle; wenn also der Herzog es angreife, so greife er auch unser Eigenthnm an, und das könnten wir'w)t wohl dulden. 3. Hicnach tritt die Votschaft des Grafen von Arona nochmals vor und zeigt an, wie sieAugenblick die Nachricht empfangen, daß mailändische Truppen gegen Schloß und Insel vorrücken, und^ Eraf Gottes, seiner würdigen Mutter und aller Heiligen willen bitte, die Eidgenossen möchten ihn nichtAsm, da er und seine Söhne Leib und Gut für sie gewagt und dadurch »m Städte, Schlösser und Herr-»>w ' ^wmmn und arm geworden seien, ?c. Da man so weit sich einzulassen nicht bevollmächtigt ist, so muß" dies heimbringen, nebst dem Antrag, daß vorläufig jedes Ort ihm IVO Kronen leihe, damit er sich nochw'llen behaupten könne, «z. Die Vögte von Lanis und Luggaris schreiben, der Herzog rücke vor des Grafendß ^ ""d Insel; sei das erobert, so werde er, wie es allgemein heiße, vor Luggaris ziehen, um es einzunehmen;hin Ähren auch täglich mit ihren Schissen an die Landmarchen, berauben die Unser», die den See
^^chwn, nehmen sie gefangen und schelten die Eidgenossen Bösewichte und Verräthcr. — Darauf hat man">als x,.üblich u» den Herzog geschrieben und den Vögten befohlen, sich wohl vorzusehen und Leute in dasLn ^ ^ nehmen, wenn es nothwendig würde; zugleich aber sollen sie die Landleute anhalten, außerhalb der^ ' """ch „ichts Unfreundliches gegen des Herzogs Leute zu beginnen. Z . Der Vogt von Stannnheini, seinHans und Burkhart Nütimann, Untcrvogt zu Nußbäumen, sind zum Tod mit dem Schwerte vernrtheiltw^"Mnchtet. Zürich hat dazu nicht gestimmt. Meister Adrian, der so nahe bcthciligt ist wie die Andern,licw - ^ "Äu'te Urfehde" hin am Lebeil gelassen. Der Bote von Lucern, der noch nicht bevollmächtigtch>ii, ^ur Erthcilnng eines gemeinsamen Geleites für die Kauflente zu stimmen, soll den Gegenstand nocht. Umbringen, und seine Obern sollen ihre Antwort in acht Tagen dem Landvogt in Baden zuschicken.^^"chUlbringcn die Anzeige des Vogtes zu Luggaris, daß das Schloß mit Pnlver nicht wohl versehen undl ^" Franzosen" ganz entblößt sei. 11. Nachdem man die Kundschaften und Verhöre mit Hans Oechsli,i>ic K^^' zu Burg, geprüft, hat man ihn ans eine „ziemliche" Urfehde hin der Haft entlassen; doch hat er für^ Ä" ergangen, Bürgschaft gestellt und soll er auch jede Strafe tragen, welche die Eidgenossenverhängen würden, v. Ans die Antworten, die ans den letzten Tag von allen Gemeinden undt>«e ^ ^ Thurgau schriftlich »nd mündlich eingegangen, ist beschlossen, es sollen von jedem Ort ans Donstag^allentag hl 3. October) zivei Boten nach Francnfcld geschickt werden mit Vollmacht, die Theilnchmcr
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