492
September 1524
(6.) Ferner gibt er an, daß Konrad Stcffan (vgl. Art. 8 d. e. V.) nach Schaffhansen nnd Dießcnhofc»geschickt habe, um Hülfe und Büchsen zu erhalten.
(7.) lieber Meister Erasmus (vgl. Art. 8 d. e. V.) sagt er ans, daß derselbe unter der Menge umh«geritten sei und sie in ihren Freveln bestärkt habe, mit den Worten, das sei ein christlicher Krieg; zu dem WM'von Illingen habe er gesprochen: „Du Mönch, hättest du mich, wie ich dich, wie ginge es mir." — »Wir wolle»ihn gen Stein führen." Dennoch habe man ihn dann zu Illingen gelassen.
(8.) Die Aussagen über Konrad Wepfcr (vgl. Art. 8 d. e. V.) werden bestätigt.
(!1.) Auf die Frage, wie es sich mit der Kundschaft verhalte, daß 15000 Mann in einer Nacht znsa »n»e»'kommen und nach Frauenfcld ziehen sollten, wo sie dann keinen Stein auf dein andern lassen würden, will ^keine Antwort wissen, indem das ein leeres Gerede sei, und hat dabei nur gesprochen, wie man ihm so etw^znmuthen könne, da er sein eigen Fleisch und Blut, seine Tochter und seine Kinder, in Frauenfcld habe.
(10.) Er nennt Gallus Seiler von Stein, der mit vielen andern zu Illingen die Bücher verbranntFische darob gesotten hat.
(11.) Von Konrad Albrecht hat er gehört, daß derselbe an der Gemeinde gesprochen, wer dem Evangeli»"'anhangen wolle, möge an seinen Platz hinkommen. .
(12.) Ferner berichtet er, daß Konrad Wepfer, nachdem das Kloster so elendiglich verbrannt worden,geäußert habe, er wollte uicht, daß es anders gegangen wäre.
(13.) Endlich sei er (Wirth) zum Vater von Illingen hinter den Altar gegangen, habe ihm geklagt nndgetröstet und zuletzt gesagt, die Seinen wollen mit zwei Ochsen heim- und hinwcgfahrcn, darum „solle errecht Gott ergeben."
II. Meister Adrian, ein Priester, des Untervogtes ehelicher Sohn, hat bekannt:
Voraus daß er eine Klosterfrau geheiratet und nach Zwingli's Lehre gepredigt habe (vgl. d. e. V.)^daß er dem Sturme auch nachgelaufen mit einem „Schweinspieß", in der Absicht, dem Landvogt oderKnechten den Pfaffen Occhsli abzujagen; sobald aber seine Herren von Zürich die Ihrigen abgemahnt haben, >er mit seinen: Vater heimgegangen; darum wisse er von allen Anschläge», die etwa gemacht worden, nichts»sei er in? Kloster Illingen gar nicht gewesen. — Voi? der Canzcl habe er gepredigt, die Feinde Gottesdessen Freunde?? nichts anhaben, nnd seine Untcrthanen damit gestärkt. — In der Gefangenschaft zu Zürich ^er von Hauptneann Wyß erfahren, „derselbe habe von dein Vogt von Neftenbach gehört, er wisse EM »Neftenbach, der geredet habe, er wisse den, der das Gotteshaus Illingen angezündet habe". — Kläui W>»voi? Marthalen habe ihm auch gesagt, er wisse Einen von Benken, der geredet, er wolle das Kloster tWiauch verbrennen, und wenn es ihn Leib und Gut kosten sollte. (Vgl. Absch. 30. Juni, Art. a 3).
III. Herr Hans Wirth, des Vogts voi? Stammhein? ehelicher Sohl?, hat eingestanden, daßStur??? auch nachgelaufen, „Ruggen und Krebs" angehabt und eine Halbarte getragen habe und „bis zuletztde??? Aufruchr gewesen, in der Meinung, zu der „Gemeinde" zu halten; doch sei er nur einmal in das Khinein gekommen; „es" habe ihn? aber nicht gefalle?? und sei ihn? leid gewesen. — Auch die übrigen ^in? erste?? Verhör hat er wiederholt. — Voi? „Erasmus" berichtet er jetzt, es sei derselbe, mit einerbewaffnet, voi? einem Haufen zum nieder?? geritten nnd habe sie mächtig aufgeregt (s. o.); hätte er ^gethan, so wäre das Volk bei Zeiten heimgezogen. — Den Brandstifter betreffend hat er von de??? JuuteeAltikon gehört, er wisse einen der Schuldigen.
IV. Bnrkhart Rütiinann, Untervogt von Nußbäumen, bekennt: ^
An den? Abend vor den? Stur»? habe Konrad Wepfcr von Stnmmhcim ihn? sagen lasse??, daß der La» ^in? Thnrgan Volk sammle, wozu, wisse Niemand; er möge dies den? Vogt voi? Waltalingen auch z» wisse»mit der Mahnung, Acht zu habe??, ob ein Feuer ausginge oder ei?? Gcläuf entstünde; da er (Nütiina»»)zu Hause gewesen, so sei dies seiner Frau aufgetragen und eine??? Nachbar, Hänsi Schivizer, gesagtdasselbe sollte auch nach Truttikon gemeldet werden. — lieber das Verstäudniß der vier Gemeinden w?t ^sagt er ganz das Gleiche wie der Untervogt von Stammheim. — In Illingen sei er mit de??? Anstel