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Juni 1524,
keine größere Ketzerei wäre je auferstanden als die Messe; die „Hergottfresser" sollte man zu tod schlagen; mit andernungeschickten Worten. Darauf wird dein Landvogt im Thurgau befohlen, diesen Pfaffen auf Betreten zu verhaften«Heimzubringen, K. Die Boten ans der cnnetbirgischcn Jahrrechnung haben geschrieben, daß die herzoglichen Truppsdas Schloß Vitalion, dem trafen von Arona gehörig, immer mehr bedrohen, sich verstärken und unlängst etwa»Mnndvorrath, der für die eidgenössische Besatzung daselbst bestimmt war, weggenommen und die Führer gefangc»haben; doch lauten neuere Nachrichten weniger bedenklich. Der Vorschlag der genannten Boten, etliche Zusätzevon Luggaris nach Vitalion zu legen, kann aus Mangel an Vollmachten nicht bestätigt werden; es ist aber a»inächstem Tage Antwort zn geben, was man thun wolle, I». Der Landschreibcr von Francnfcld verantwortesich ans die früher gegen ihn vorgebrachten Klagen. Auf dem nächsten Tage sollen er und Vogt Muhcim vo»Uri wieder erscheinen, damit man beide verhören kann; dann soll auch jeder Bote tnstruirt sein, wie man de"Landschreibcr „halten" wolle. I. Die Bischöfe von Constanz und Basel machen durch ihre Botschaften mit viele"freundlichen Worten das Anerbieten, in den schwebenden Händeln und Geschäften das Beste zu thun und dM>"keine Mühe scheuen zu wollen. Ii. Auf das Begehren des Königs von Frankreich haben neun Orte beinahe da'gleiche Instruction, nämlich daß man ihm die 6666 Knechte nach Inhalt der Vcreinnng verabfolgen wolle, sob"^er den schuldigen Sold an die Hanptleute und Knechte und die rückständigen Pensionen, das geliehene Geld »»dwas er sonst in der Eidgenossenschaft schuldig ist, ausbezahlt habe und vorher nicht. Die drei anderngeben ganz abweichende („sunderbar"). Antworten. I. Jeder Bote kennt das freundschaftliche Schreiben dmKönigs, worin er uns „so hohen" Dank und den eidgenössischen Knechten großes Lob spendet für ihre trcm'"Dienste, nnd dabei meldet, daß der General Morelet in Bälde kommen und die Bezahlung leisten we'd»>»». Der Pensionen nnd Nervalen halb sind alle Orte einig, daß solche von den Pfründen nicht wPgegeben werden sollen; mit den Kurtisanen will man verfahren, wie ans früher» Tagen verabschiedeti». Bern meldet in einem Schreiben, daß der Herzog von Bonrbon 86 Mann, worunter auch Eidgeiwsi'^bestellt habe, um die Eidgenossen durch Brandstiftung zu schädigen („verbrennen"); diese Leute sollen ein rothmKreuz im Hemde tragen. Jedes Ort soll nun gehörig wachen, und wenn ein solcher betreten wurde,gefangen halten, damit man der andern auch „inne werden" möge. «. Der Bote von Bern erinnert abcrM"^an die aufzurichtenden Briefe betreffend das Burgrccht zu Neuenbürg. Heimzubringen, da Niemand dcßhalb Vchgehabt, und ans dem nächsten Tage Antwort zn geben, z». Der Vogt von Baden, Heinrich Fleckcnstcin, ^Raths zu Lucern, berichtet, wie er und sein Genieinder (Associo), der auch Burger zu Lucern sei, einen Tuchh»"zu Lauis haben, wo ihnen nun allerlei Anstände mit dem Zoll begegnen, mehr als früher; denn vordemdie Eidgenossen zollfrei bis an den Graben zu Mailand gefahren; sie begehren nun, daß man sie bei dichFreiheit schützen möchte. Heimzubringen, «z. Den Bcfreiungsbrief Lucerns von dem Zoll und Geleit zu MeU»'l> ^,hat man verlesen und „gerecht und gut" erfunden; doch will man die Sache heimbringen und auf nächstemdarüber Antwort geben. Dagegen wendet der Bote von Lucern ein, es sei in den geschwornen Bünden de»gesagt, daß die Eidgenossen jedes Ort bei seinen Freiheiten, Bräuchen nnd Herkommen bleiben lassen und cim»nicht davon drängen sollen, i. Für alle diese schwierigen Geschäfte wird ein Tag ailgcsetzt nach Zug ans SM»' ^vor St. Margaretha (16. Juli), wo jedes Ort mit zwei Boten erscheinen soll, um desto erfolgreicherhandeln zn können. 8. Der Vogt zu Boudry, Johann de Lorchel, bringt als Anwalt der Gemeinde Cort»' ^(„Cartalo") klagend vor, wie sie allen Abschieden der Eidgenossen zuwider durch die Kirchhcrren von(„Bowys") und Pont Areuse („Pontcronso") in den päpstlichen Bann gekommen und dcßhalb von ihrenzu Stäffis und Grandson nnd Andern gröblich verachtet und beschimpft werden. Das hat man in die A