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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Juni 1524.

R88.

Waden. 1524, 28. Juni f. (Dienstag vor Pctri und Pauli f.). ^

Staatsarchiv Lttcern: Allgemeine Abschiede, (Z. 2. f. 589. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 9, 1. 56.

Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, >V. p. 251. X. p. 99. .^ialltvttSarchiv Basel: Abschiede, <. 127. KantvnSarchiv Areiburg: Absch. Bd. 1-KantvilSarchiv Solothllr»: Abschiede, Bd. XII. jiantvuSarchiv Schaffliavsen: Abschiede.

Gesandte! Zürich. M. Jos von Kuoseu; Konrad Escher, des Raths. Bern. Sebastian vom Stein,Ritter. Lnccrn. Hans Hug, des Raths. Uri. Jacob Troger, Ammann. Schwyz. Gilg Npchmnth, Ammann.llnterwalden. Arnold Fruonz, alt-Ammann. Zug. Heinrich Olcgger (von Baar), des Raths. Glarns.Marx Mad, Ammann. Basel. Caspar Koch, des Raths. Frei bürg. Hans Gugelbcrg, des Raths. Solo-thnrn. Hans Heinrich Winkel!, des Raths. Schaffhausen. Hans Peper, alt-Vurgermcistcr. AppenzellUlrich Jscnhnt, alt-Ammann. E. A. A. I. 15 n.

!». 1. Nachdem ans der letzten Jahrrechnnng zu Baden mancherlei geredet worden betreffend die von Zürich,nämlich der lutherischen oder zwinglischen Secte, ihres Mißglaubens und der allerlei Frevel (Mißhandlung") wegen,die in ihrem Gebiet immer mehr überhand nehmen, wcßhalb man dann verabredet hatte, ans diesem Tag bestimmteAntwort zu gebe», was man thnn wolle, um solche unerhörte, unchristliche, schmähliche und ketzerische Händ^abzustellen, haben nun die zehn Orte (mit Ausnahme von Zürich, Schaffhauscn und Appenzell, die dabei a»sgestanden) ihre bezüglichen Instructionen eröffnet, die erstlich darin übereinstimmen, daß man die groben Frevehwelche Zürich kürzlich an den Bildern, den Sacramentcn und der Messe verübt, gänzlich mißbilligt und in kewttWeise entschuldigen kann, und wünschte, daß es von solchen unvernünftigen, frevlen Handlungen abstünde, so tömRman desto eher ruhig bleiben. 2. Obgleich Zürich schon ans mehreren Tagen und auch durch Schriften freundlichund dringend davon abgemahnt worden ist, hat dies doch gar nichts verfangen, und wird die Sache je länger stböser, sodass die Nothdnrft ernstliche Schritte erfordert, zumal immer ärgere Dinge vorgehen. 3. So ist m'idiesem Tage angezeigt worden, wie der Doctor (Balthasar Fricdberger,Hubmaier") zu Waldshnt sichgeäußert habe, wer das hl. Saeramcnt in eines Priesters Händen sehe, habe nichts besseres vor Augen als dcMTeufel; daß. ein Zürcher einer Person von Lncern vorgehalten, ihren Herren und Obern gefalle es besstüChristenblut zu vergießen, zu verrathen und zu verkaufen; daß ein Priester zu Zürich gepredigt, man solleund Hoffnung auf Gott setzen, der nicht vonsündigen Weibern" geboren sei; und viele andere »ngrstiA^Dinge, deren Erzählung nicht nöthig ist. Wiewohl nun die zehn Orte darin übereinstimmen, daß sie anVorgängen kein Gefallen haben, lauten die Instructionen im Uebrigen doch nicht gleich, indem etliche (vier) ^zwar bei den alten christlichen Ordnungen und Bräuchen bleiben, aber nur mit Güte und Freundlichkeit »Zürich handeln wollen, mährend sechs Ortecrsnnden" sind, die einmüthig den Entschluß erklären, diesen lutherischeoder zwinglischen Mißglnnben überall auszurotten, wo sie zu regieren haben, und Alles, was ihnen Gott »eliehen hat, Leib, Ehre und Gut daran zu setzen; sie hoffen auch, daß noch andere Eidgenossen zu ihnenwerden. Bis zum nächsten Tage wollen nun alle VI Orte, und wie sie hoffe», auch die (vier) übrigen, 'Boten mit voller Gewalt versehen und mit einander nach Zürich, Schaffhausen und Appenzell gehen. FaÜs n>Min der Stadt Zürich nichts erreichte, so würde man in deren Acmtcr reiten, mn sie auf's dringendste zu

und zu ermahnen, von ihrem lutherischen oder zwinglischen Glauben abzustehen und bei den guten chn!

i

wie

Ordnungen und Gewohnheiten zu bleiben, welche die Vorfahren und Eltern gehalten haben, bei denen diese ja ^

so glücklich gewesen. Sofern dann etliche Mißbräuche unter den Geistlichen vorhanden wären, wolle man,