Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
421
Einzelbild herunterladen
 

Mni >524,

421

N' wie mir mücssent betrachten, daß schickerlich darin gescchen und nit gercdt merd, man welle das heilig Evan-gelium und mort Gottes undcrtrncken, dardurch undcr dem gemeinen voll nfruoren merdint, bittend wir üchnochmals zuo dem früutlichosten und ernstlichisten wir jemer könnent und mügent, ir wellint solichs alles bedenken»nd erwägen, und daß wir anders nit begerent, dann göttlichs erbers und rüewigs und uns nf solich unser vorigwer denn einest gethan bcgcrcn üwer gnetlich und frnntlich antwnrt in geschrift nochmals bi disem unscrm bottenzuoschickind und uns die also unter nit versagint, und so wir die habcnt . . ., wellend wir uns demnach aberü> die fachen schicken, daß es uns vor Gott und der weit soll unvcrwyscnlich sin, und dem, so wir uns erbvttenHand, statt thon werden, und ouch dem so unser geschworen bünd wgsent, die wir trülich wellent halten, wo wiracht jendert so vil gnad mügent haben. Darzuo habent wir verstanden (den) Unwillen der posscn (halb), souf unser usgangen getruckt schriften sind gemacht; das ist nicmas zuo trotz, ouch uns onwüssent beschcchcu, dannsolich possen des trnckers, der Hager genant, zeichen sind, und brückst sich dcß uiemas ze lieb noch zuo leid;darum so wellent uns und in dcßhalb entschuldigt haben". . .

St. A. Bern: A. Kirchs. Angelegenheiten. St .A. Lucern : Missiven. K. A. Schasshauscu: Correspondenzen.

3) 1524, 3V. April (Samstag vor Philippi und Jacobi). Schnffhausen an Zürich. Antwort auf dessenSchreiben (vom 27. d.).Wir . . . stiegen üch daruf zuo vernemcn, daß wir unsers teils üch für guot frommoristcn und ouch darfür achten, daß ir wol müssen, was ir glauben, und wie ir üch in cristenlicher ordnungregieren und halten füllen. Wir sigen (sind) ouch kains gcmüets ze undcrston, üch iveder güetlich noch gcivaltitlichoo» üwerm fürnemen zuo wisen oder zuo uöten, und ouch nit zuo verhelfen noch zuo verschaffen, daß solichsbcscheche, guotcr Hoffnung, ander . . Aidgnossen werdint das ouch nit thuon. Ob sich aber »nruow oder nnfriddeßhalben zuotrügc, und wir dann nüts fridlichs und guots dnzivüscheu handetn könnden, so wellen wir doch unskains argen bewiscn, wie ir ongczwifelt bishar zuo tagen an unsern antwurteu ouch-gespürt haben". . .

St. A. Zürich: A. Schasshausen.

4) 1524, 30. April (Samstag nach Marci). Basel an Zürich. Antwort: . . .Wir achten, die schryberstw Luzern haben die feder etwas wytcr dann im rat beschlossen (als ir selb wissen, zun zyten zuo tagen geschieht)kaufen lassen; dann unser bott solchen befelch, wie dann der nrtikel ine abscheid lutct, in siner instruction nitgehebt, haben ouch gänzlich darfür, er Hab sich kcins andern, dann wie sin instruction des usiutet und ir anAbgelegter sehnst und coppcn von wort zuo wort zuo verneinen haben in sincm ratschlag erlütcrt; dann von demwaren wort Gottes, der hcilgcn gschrift, dem HI. Evangelium abzetrctten, dem ividrig ze sin oder das hinderstellig

neachen ist ganz nit unser fürnemen, snnder dcmselbigcn (tut imsers verrückter zyt usgangneii inandats, alsguoten stnndhaftigcn cristen ivol gebürt) vesteglich anhangen, deshalben der nrtikel im abscheid uns glich als wol(als) lieh etwas trncken will". . . A. Basel: Miiflve». St. A. Zürich: A. Religionssachen.

Beilage: Wortlaut der erwähnten Instruction.

5) 1524, 30. April (Mni Abend). Schwyz an Zürich. Antwort ans dessen Schreiben vom Mittwoch nachJörgen Tag (27. April).Unser ?c. ze. :c. Wicr sind snnipt andern üwern »nd unsern lieben Eidgnossen

Zuo mcrmalen ob disen hendlen gsesscn u»d«in discn luterischen Handlungen vil großer und schwerer Mißhandlungen"users bcdunkens fnnden, eS sye der meß halb, der crung, so wier der »motcr golts (und) den lieben Helgen thuon,°uch daß wier st) für fürsprcchcn vor Gott haben, ouch die fürbitt, so wier den lieben seele» noch zuo thnon alswier verineineu schuldig, dnrwider aber so gfarlich und ungeschicklich geredt und gehandlot >virt, daß davon underuns vil mer ergernus dann fruchtbars entspringl, semlichen nngcschickteii reden und Handlungen b>) uns gebrnchtU"d ouch »och hiufttr beschechen möchte»; riiid iinib vermiduiig crgernnß, so Hand wier uns zuo andern . . . Eid-» blossen gethan, scmlich als wier vermeinent bös Handel nbzuostellen l») unS, als iii unsern gerichten inid gebieten,aber »je willens gewesen n»d ouch noch nit, darum ützit unfrüntlichs noch widcrwilligS gegen üch oder den üwernsüizuonemcn, stiiider uns gegen üch als fromm redlichen Eidgnossen nach vermög der piindte», ivie ouch ier iichb^geu uns zuo thuou erbotteu, zuo halten und dal») ouch üch, ouch andern üwern und unsern lieben Eidgnossen zuoau ziten, so das ouch fuog haben mag, verhelfen abstellen die bcschwernngen, so uns hievor die geistlichen prelaten°uch angelegt haben, und was desselben halb ouch zuo siner zit notdürftig ivirt, an uns nützit lassen erwinden. Aberu°ch zuo diser zit ivellend wier in dem wesen und bruch blibcn nach ordnung und satzung der cristculichcn kitchcn,