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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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April 1524,

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Zerrüttung geistlicher und weltlicher obcrkeiteu, das doch wider Gott, sin heiliges »vort und wider alle Vernunft ist;dann Cristus hat uns an mcngeni ort gheißcn und anzöigt mit sincm eignen crempel, der oberkeit gehorsam ze sin.Wir wellen aber hicmit um sötich irrung, so dann von unfern altvordern, von cristcnlichcn kirchcn versnmlungen,von vil hcilgen vättern und tcereru hilf und würkung des hcilgen gcistes zum dickermal für kätzery erklärt underkennt und allmcg nsgcrüt und nidcrtruckk ist, jetzmal gar nit disputieren, ist ouch vcrbottcn und uit von nöteu.

llf sölichs alles so haben nur die fünf Ort taglcistnng zno Bcckcurict angesehen und gehalten, jeder bottsiner Herren und obern willen und Meinung sich eröffnet und also cinmüctig erfunden, uns dcß entschlossen, undist unser Herren und obern einhellig fürncmen und ernstlich Meinung, by cristenlichcr kirchcn orduuug wie vonalter har und by dem alten waren cristen rechten glauben ze bliben, ouch dise luterische, zwinglische, hnssischc,innge, verkerte leer in allen unfern (ge)bietcn und oberkeitcn uszerüten, ze wcrcn, ze strafen und niderzctrucken,sa wyt und fer unser vermögen stat; sind ouch ungczwifeltcr starker Hoffnung und vertruwens zno Gott demallmächtigen, der werde durch mittel und fürbitt sins eingcborncn snns, ouch siner würdigosten gcbärcriu, derjungfrowen Mariä und aller lieben heiligen und cngcl fürtrctung uns wenigen nit verlassen, sonder uns, wie vorunfern altvordern, die ouch etwa in kleiner zal groß thaten gethon, sin gnad, hilf und bystand erzöugcn, Dicwilaber üwcr landschaft und gebiet allcnthalb an die unfern stoßt, und die üwcrn, ouch die unfern täglichs zuosnnnnenwnndleut und wouend, und sich allivcg wol mit einnndcru vertragen Hand, als froinmcn Eidgnossen und guotenuachpurcn zuostat, und wir uns auch fürohin ze geschehen versehend; wo aber sölichcr luterischcr Handel by üchund nudcr den üwern sollte fürbrcchcn, als wir doch nit »erhoffend, wurde das große uuruow, Unwillen und böseuachbnrschnft, ouch große zwylracht und vil böses bringen, als ir selbs crulesscu mögend, lind darumb, sölichsalles zno verhücten und fürzckommen, gctrüwen lieben Eidgnossen, so ermanend wir üch erstlich, ir wellen be-trachten und bedenken, ivas großen lob, glück, sig und eer üwer und unser altvordern vor zyten in sölichcm unscrinalteli glauben erlangt und überkamen habend, darby in was großer eiuikeit, frid lmd ruow in sölichcm glonbeuu»scr vorder» gelebt; dargcgen so wellend ermessen, was jctz in discm nüwcn glouben und irrnng fürgang undwie es stand, was großen uyd, haß, unfrüntschaft, zwytracht, ouch alle lichtfertigkcit dnrns entspring, was gtückswir jeh habind, was eiuikeit und früntschaft sölichs under uns Eidgnosseli bringe; der vntter ist ivider sin kind,lunodcr ivider brnodcr, je ciil Ort wider das ander, und ist zno besorgen, durch die straf Gotts sölichs ein alle»Bastes hbösestes) end nf im trage»» »verde. Hicrumb, getrüiven lieben Eidgnossen, »vieivol »vir verstanden, daßsölich irrung »nid »nißglouben onch etwas under üch gewurzelt und sin somcn gesäyt, hoffen »vir doch, daß dielrounu dapferkeit und die hnildvesten und fürus der »»erteil sürtresfeu und by dem alten glouben bliben werden,w>d ist darnf an üch, als nnser sonder gctrüiv lieb Eidgnossen, unser das allerhöchst »nd ernstlichest bilt, ersuocheuu»d be»ger, daß ir üch »it von uns sündrcn noch üssreu, sonder zno uns ston nnd »»»»sc»»» fürnemcn u»»d »villenSlichförmig machcn nnd verhelfe» das best ze thuon, sölichen »nißglouben nnd zivytracht niderzctrucken nnd zewercn, d»by ansehen daß ir vor zno tagen üwer botschaft allivcg daby gchcbt und geholfen haben ze ratschlagen,Glichen Handel abzcstellen. tlnd bewysen üch, als »»»»fer sonder hoch vcrtrmvcn zno üch stat; das wirt, ob Gottwill, ungezwifelt üch und »ms zno großem lob, eer, onch gemeiner Eidgnoschaft zuo frid, ruow und ivider znoeiuikeit dienen und vor allen dingen den allerhöchsten Gott darmit uns gnädig nnd barmherzig ze sind bewegen,und bittend, ir wellend uf jetz »rächst künftigen tag by üwcr botschaft unS guotc antivurt zuoschickcn »nd inenWelche», zuo uns ze ston.

»Ob dann üch ctivas beschiverd und Inst von geistlicher oberkeit angelegen nnd widerwärtig wäre, »vie undich ivas gestalt das ist, da wellen »vir mit sainpt üch und, ob Gott will, mit nudern Orten, so onch zno unscko» »verde», darüber sihcn nnd ratschlagen, »uns dann notdürftig, »ms allen nnptich und eerlich ist, damit wir"Ä entladen werdint; dann »vir nit minder dann ir an vil dinge» onch beschiverd und »lißsalleu tragend, es istu^cr wol i» andre weg abzestellen dann also mit sölichcr bösen irrung." Datum »c. stieget von Lueern,^ch"ft von Joh. Huber).

Vollständig abgedruckt bei Stürlcr, llrkunden der Bcrnischeu Kirchenreform I. 322325.