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April 1524.
Wrstcr, getrüwcn lieben Eidgnossen, der artikel so in üwer instrnction der nünd ist, der facht nn nnd Malso: Und so wir aber lang von disen ungehörtcn, gottlosen unchristcnlichen Handlungen reden nnd anzeigen, st'können wir nit anders befinden und ermessen, dann dz sölichs alles harlangt und in unser lieben Eidgnossen vonZürich statt, land nnd gcpiet gepflanzet und ein rechte nrsach syc mit namen der Zwingt!, der Low Jud, mit-sainpt andern Priestern und anhcngern in statt und land, so dann das gottswort (so zuo frid, ruow nnd einigke>tdienen sölt) also der maß predgend nnd irs gfallens ußlegcnd, dardurch alle zwistracht, npd, haß nnd Zerstörungchristenlichcr trüw, lieb und einigkeit gepflanzt nnd genieret ivirt. Wie wol wir nit eigentlich mögen wissen,sy, und besunder der Zwingst Zürich predigent. Wir sehen nnd empfindend aber täglich die bösen frücht undergernus in vil menschen, ?c.
Uf disen artikel, getrüwcn lieben Eidgnossen, wie wol er dem ersten im grund nit unglych, und mit dei»ersten wie vorstat, wol verantwurt nröchte sin, nüt dcst minder sagen wir darnf das, gottloser händlcn undunchristenlichs wesens müessen wir mit schmerzen gescholten werden. Doch hoffend wir nit, daß mit dein göttlichewort sölichs jenen erfunden werde. Wo aber anders, deß wollten wir uns berichten lassen. Dann aller unst>predicantcn leer reicht alle dahin, daß christenlichcr frid geufnct werde, und daß man sich umb eigens nnheswillen nit lasse verfüeren, und unser löbliche Eidgnvschaft ir selbs acht Hab, iren vordren nachfolge, die sichGottes.hilf und surer arbeit von dem muotwilligcn Adel entschrittet, darumb der selbig nit mer ze pflanztungczwpflet, Ivo wir unfern vordem nachfolgten, den eignen nutz abstalltent, die großen hochfart, übermnot, ninot'willen und kostlikeit undcrtrucktent, es gierige uns in unfern landen und usscrthalb vil glücks an. Dann wo sölichsnit abgestellt, wirt nüt gewüssers, dann daß uns Gott ungestraft nit laßt.
Sp leerend uns ouch, Gott ob allen dingen fürchten, lieb haben, und daß er keinen verlaßt, der sich "nrechtem vertruwen an in ergibt.
Welcher min sich ab iren predigen bösert und kein guote stricht gepirt, ist nit des samens, surider dr"'grunds schuld; wir noch st) mögen des nieman vorsin, dann wir von inen nüt gehörcnt, dann rechte wäre gnll-"forcht und deß eer ze pflanzen gelert werde». Wölte Gott, daß ir all discr iro göttlichen leer wie wir beriäsi'wirrend wir nngezwyflet discr zwcpuug jehmnl rücwig. Dann wo neirver ir leer, so Gottes ist, zuo mischend^zücht, sind doch die. predicanten nit, sonder die mißbrnchcr schuldig, die selben lassen! wir wie vorstat, n"'. ^notturft erfordert, nit ungestraft.
Wie wol onch ir an üwern artiklen vil Übels, so uß irem predigen erwachsen, anzörgen, so spüren dochdz gottsforcht by und under den unfern wachst, mit abnemen allerlei) muotwillens, und bsunder krieges, chrim"'lichs bluots vergiesseus und frömbder Herren dienstcs. Welches alles (wir) (ou ruom geredt) nit bös frücht sch^'"könnend, ob sch^-> in vil andern mißbrüchen und ccrimonien etwas nbgangS ist. Als ouch von üch mit u»u^geredt, dz (etlich?) über verbot der christenlichcn Alchen und zuo verbotnen tagen fleisch und cpcr cssent zc., jrd^^wie wol Christus Jesus alle spps zuo allen zrstcn ze essen sry gelassen und das nieman verkosten, nüt de>'minder haben wir vergangnen jars und jeh umb ergernuß willen fürkorneu und nbgstellt, dz sölichs ou »otd>und Ursachen nieman essen solle. -
Iis den zwölften artikel nach der ordnung üwer instrnction, der also stnt: Es weißt ouch menglicher, ' ^großer lichtfertikeit durch sölich irrung in die geistlichen kommen ist, also daß die Priester wpbcr nemcut, dieund nunnen uß iren klöstern loufeut, und weltlichen ertlichen stand vermeinen ze stieren, darbi) aber st) vergstbiro glüpteu und geschrvorncn eiderr, so sp Gott und iren obren darum gethan habent, das alles ei»und abgang der wirdigen gottshüser und stiften ist; wir Eidgnossen können und mögend das ouch nit hsonder dem vorzesin und zuo verhüeteu nach ernst und allem unserm vermögen. Und so wir und menglichund spürend, daß durch söllich Luthers sect alle löbliche Gott rvol gefallende, ecrlich gottsdieust gemindert,und vernüt werdend, als alle gottszierd in kilchcn, darzuo die Alchen selbs, alle guote christenlichc wert, ^die gemein priesterschaft verachtet, ouch singen, läsen, beten nach christenlichcr kirchenorduung, desglichen die ^»nd buoßfertigkeit für »nuütz gescheht, alle gottshüser und ordenslüt durch solich sect nnd mißgloubeudie pfrüenden zerrütt, die heilig meß gescholten und verrucht, onch etlich darzuo bewegt, dz s>) unaugr'si^" ^bpcht, rüw und buoßfertigteit zuo nnderlassen, nüt dester minder das heilig sacramcnt empfahcnd, dcSglich^'