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April 1524,
Schmachreden, die nicht allein die Boten, die bei der Sache gehandelt, sondern auch die zwölf Orte angehe»,keineswegs dulden könne noch wolle. Wenn aber Zürich wider Erwarten ihn nicht bestrafte, so begehre man,daß es ihn zum Rechten handhabe, damit ihn die Eidgenossen berechtigen können, i». Da eilf Orte dem Kömgeinen Aufbruch von 6(1t)() bis 76<)t) Knechten bewilligt und den Anwälten «erstattet haben, die Hauptlcute Z»bestellen und die Knechte zu nehmen, wo sie zu finden seien, aber Basel's Instruction hiemit nicht übereinstimmt,indem es nur gemäß der Vcreinnng die Knechte will anwerben lassen, so wird mit Rücksicht auf die dringendeRoth Basel angelegentlich gebeten, sich nicht zu söndern und des Königs Botschaft nicht zu wehren, wenn ßeHanptleute und Knechte erhalten könnte. «». Die IV Waldstätte samt Zug sollen ihre Botschaft, ans nächsteFreitag, zu früher Rathszeit, in Beggenried haben, wie jeder Bote weiß. z». Es wird ein anderer Tag angesetzt,wiederum nach Lucern, auf Dienstag vor St. Georg (19. April). Jedes Ort soll auf den letzten Sonntagim Mai (29. Mai) seine Botschaft zur Jahrrechnung in Neuenbürg haben.
i . Auf das Schreiben Ulrichs von Habspcrg, betreffend den Vogt „von Günuikon" und den Göldli, läßtman es bei der früher gegebenen Antwort bleiben, daß nämlich Basel mit dem Rechten fürfahren möge.
Bern, Basel, Freiburg, Solothurn ?e. datiren gleichbedeutend Freitag vor Quasimodo. aus dem Zürchebp ans dem Basler Exemplar. «» fehlt in allen (erhaltenen) Abschieden außer Lucern. Im klebrigen mattgck'dem Zürcher U, I', i, n, dem Freiburger, Solothurner und Schaffhauser l, ir, dem Solothurner auch ^Da 1° ein selbständiges Actcustück bildet, so ist es mehrorts versetzt (Freiburg: Abschiede Bd. 12; Luccrn: »»1in den Acten Neligionshändct, w.).
Zu i». Project eines Mandats au die Geistlichen des Bisthums Constnnz. „Wir von Stctt und Lande»der Aidgnoschaft botschaften, jetz zuo (Lucern) versamlet, embieten allen und jeden dccan(en), pfarrcr(cn) »»eaplön(cn) in unser landschaft und gcpieten gesessen, unser früntschaft und alles guots zuovor und zuo verneine»'Nachdem diser zit allcrlap widerwärtiger Haltungen under dem volk erwachsen, die selbigen ouch uuder üch de»'gaistlichen stand, als wir gnuogsam wüsten haben, ungehorsam und fräfel geursacht, haben wir bedacht, daß »ksolichem mit der zit ivpter ungehorsam und Übels erwachsen, ouch dem hochwirdigen fürsten und Herrn, Heere»Hugen, bischoffeu zuo Costenz, uuserm gnädigen Herren und lieben pundgnossen, zuo abgang und Nachteil st»^'bischoflichen oberkcit und rechten kommen wurd, und darnmb angescchcn und beschlossen, daß uß üch nieiua»was stauds oder wcsens der spe, sich gegen gemeltem unscrm gnädigen Herrn dein bischof als üwerm ordenlich^obern schuldiger gehorsam, Pflicht und rechten usschließen oder absündern solle, sonder daß ir den selbigen, >dann geschechcu soll und bi bischoflicher oberkeit von alter herkonren und geprucht ist, nachkomen und g^eund in allweg das thuon und handlen sollen, das ir von recht altem herkamen und gebruch schuldig sind, l 'ist ouch daruf unser ernstlich nusiuncn und Meinung, ir ivcllcnt üch dem, so jetz geinelt, und so ir dem reo) ^alten herkome» und bruch nach schuldig sind, gegen dem abgedachten unscrm gnädigen Herren, üwerm bischest
obern, und den sine» gehorsamklich und guotwillig erzaigen und üch hieruf bcwysen, ivie wir nies gänzlichsechen; dann Ivo dz nit geschechcu sollt, werden wir unfern gnädigen Herren und pundgnossen sin bischöflich obeiund recht gegen üch zuo gebruchen nit verhindern. Geben (und mit unsrer lieben Eidguosseu von Lueer» ß'»in unser aller namen besigelt uf Sambstag nach dem Helgen Ostcrtag Anno w. rriiij) (2. April).
Gewisse Ausdrücke und eigeuthümliche Schreibungen deuten an, daß dieses Aetenstück aus der bischistü^
Canzlei herstamme. St. A. Luccm: Allg. Abschiede <!. 2. r. 52». — St. A. Zürich I A. R-ligionSsache». — K. A. Basel t Abschiede
K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 56. — K. A. Schafshausen: Abschiede.
Zu I». Wir lassen den angerufenen Vortrag wörtlich folgen: .
Vergriff der Meinung, wclichc in uuserm, Hilgen, von gottes gnaden bischofe zuo Costenz, Christofsel, b> tzuo Basel, und Sebastian, bischofe zuo Lose», »amen, durch Misere verordneten botschaften vor unser»lieben stünden gemeiner Eidgnoschaft tagsherren uf den tag zuo Luccrn, ersten tags des Aprellen gehalten,ordnet, augebracht soll werden.