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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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März 1524,

fürnemen, so größlich möchtind dienen, wo ir vorgedachtem Miser Raphael sinem befelch vcrwilligetind und alsosetz unser fygend die Venediger an einem oder mer orten understüendind ze unrüewigen und anzcgrifeu, danahersy genötigt wurden, villicht von den andren unfern fygendeu ze zicchen und durch semlich fürwort ir land, alsbillich ist, ze beschirmen; zwyfelt uns nit, wo semlichs beschäch, wurdi unfern fügenden ein merklichen schreckengebären und an spys größlich abgon, Hierumb ist unser früntlich und ernstlich bitt, ir wellind thuon als die,denen wir all eer, li(e)bs und guots vertruwen, und vorgedachtem Miser Raphael in namen kr. Mt. und vor-gemelts unsers Herrn Amirals verwilligen und diß ufs fürderlichcst vollstrecken, (so) wölleu wir semlichs unfernHerren und obern gmeine» Eidgnossen ufs grüßest rüemen und es umb üch nut lyb und guot, als ir spürenmüessen, beschulden, dann uns an üwern jetzigen diensten nit wenig gelegen ist"... K, A, Graubünde» (Original).

4) 1524, 26. Februar (Freitag nach Neminiscere). Bern an seine Hauptleute im Felde. I. Man habe andem täglichen Herauslaufen der eidg. Knechte großes Mißfallen und vernehme von denselben zur Antwort, ihreBesoldung sei ihnen „in langer Gestalt und in Münze" geworden, so daß sie bei der Wiederausgabe nicht melstals 4 Gl. ertragen, während die Berner volle Bezahlung in Kronen erhalten hätten. Wenn dem also wäre, sokönnte man es nicht billigen, da hiemit Ungehorsam gepflanzt und dem König übel gedient würde. Wiewohlman solchen Angaben keinen Glauben schenke, zeige mall dies doch an mit dem ernsten Befehl, das den ander»eidg. Hauptleuten zur Kenntniß zu bringen, damit der „Uebernutz", den sich Einzelne zugeeignet haben möchte»,den Knechten ersetzt iverde. 2. Ermahnung zur Vorsicht, ?c. St, A. B°r,n T-ms-h Missw -n, v, e. assd.

5) 1524, 2. März, Biagrassa. Hans von Dießbach und gemeine Hauptleute au die zu Tagen versammelte»Boten der Eidgenossen. Antwort auf das Schreiben dd. 23. Februar (Dienstag nach Reminiseerc), mit „demüthigci»Dank für die damit bewiesene Liebe, ze. Vor ungefähr vier Wochen seien die Feinde mit aller Macht aus Mnil»»^weggezogen, etiva vier Miglien von dem diesseitigen Lager, in der Absicht, dnrch ihre große Zahl zu schrecke»,damit „das Wasser" übergeben würde; da man sich aber zur Gegenwehr tapfer gerüstet, so haben sie sich in ihre»'Lager unsäglich verschanzt und da zurückgehalten, sodaß man sie ohne großen Schaden nicht hätte angreifen könne"'Sie. haben auch mit großer Anstrengung über den Tessin 2 oder 3 Brücken geschlagen, um den Proviant abz»'schneiden, ihren Zweck aber nicht erreicht, indem man bisher keinen Mangel gelitten; darum glaube man, daß I"es nicht mehr lange aushalten werden, weil es ihnen selbst an Geld und Nahrung fehle; man hoffe daher d»^Land in kurzer Zeit zu erobern, wenn Vernunft und Einigkeit und Gehorsam „regieren" wie bisher; dar»»'werde nöthig sein, daß die Obrigkeiten ihre väterliche Hülfe dazu thun und besonders diejenige», die eigenmächt'!!abziehen, für ihren Ungehorsam strafen. Derzeit sei man den Feinden noch stark genug; mau wolle auch d»'häufigen Warnungen der Obern stetig im Ange behalten und keinen Vorthcil auf's Spiel setzen, w. lieber d»gemeldeten Umtriebe des Bischofs von Genf wolle man sich genauer erkundigen und dann Schritte thun,seinen falschen bösen Listen zuvorzukommen, ?c. — Nachschrift: Ans Mittwoch nach Datum dieses Briefs (2. 'sei der Feind mit ganzer Macht aus dem Lager über den Tessin gezogen; was er aber vorhabe, wisse man tnicht; man liege indeß noch zu Bigraß und werde da bleiben bis auf weiter» Bescheid und Rath, was das MIsein möchte. — Die letzten zwei Schreibe» ab Tagen seien von vielen Knechten verdächtigt worden, als ob I''nicht aus der Eidgenossenschaft gekommen, sondern erdichtet wären; daher möchte mau ratheu, einen oderNathsboten in das Feld zu verordnen, um den Knechten persönlich vorzutragen, was sie auf bloße Schrift''"nicht glauben wollen; das würde den Gehorsam und die Einigkeit erhalten und Gutes bewirken.

St. A. Lucernt A. Frankreich'