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Februar 1524,
Wenn sie das Silber und das Geräth beisammen haben, so soll Lucern einen Probierer geben; falls dort eMsolcher nicht zu finden wäre, Bern oder Basel; sie dürfen keine andere Münze schlagen als (1,) Kronen, die a"Gold und Gewicht den französischen gleich kommen; (2.) dicke Aaparte mit. dem Korn derjenigen von Bern ode>St, Gallen; (3,) Batzen, Halbbatzen, Schillinge und Kreuzer, die der eidgenössischen Münze gleichförmig s»'^aber keine „nickart oder katrin"; wollen sie aber Pfenninge schlagen, so sollen diese wie unsere Angster ftu"«H. Der Streit der Kommunen Lauis und Lnggarus, des Salzes und der Fache halb, gegen die von BelteNZwird auf die nächste Jahrrechnnng verschoben; inzwischen sollen letztere, wie sie sich erboten, der Gegenparteizukommen lassen, und niemand gegen den andern etwas Feindseliges beginnen, v. Obschon Basel für de»Pfaffen von Riehen eine Bitte gethan, hat man doch dem Abt von Wettingen anheimgestellt, denselben von de>Pfründe zu entfernen, und Basel ersucht, ihn daran nicht zu hindern, Der Bischof, von Konstanz dift(neuerdings) das Gesuch vortragen, daß man ihm behülslich sei, die lutherischen Pfaffen und Andere zu straft"'indem der Ungehorsam immer mehr überhand nehme. — Antwort, die Eidgenossen wollen nicht dazu beitragtdaß seine Obrigkeit Abbruch leide; es wolle uns aber bedünkcn, er sei bisweilen „zu viel gnädig" und st''^'die ihm zugeschickten Priester nicht nach ihrem Verdienen, sondern mehr „in (den) Seckel" als am Leibe; dal"'bitte und warne man ihn, der Sache sich mehr anzunehmen; geschähe das aber nicht, so wäre man gcnothi^die „ungeschickten" Priester selbst nach Verdienen zu strafen. K. Auf die Nachricht, daß einige Bauern in d»'Aemtern im Aargau, bei Muri und in der Umgegend, nach dem Beispiel des Vogtes Fleisch „fressen", hatein offenes Mandat an alle Kirchhören und Untervögte erlassen, daß sie, ohne Rücksicht auf den Obcrvogtz ^Fühlbaren anzeigen und nöthigcnfalls verhaften sollen, damit sie bestraft werden. I». Heimzubringen die aus dich'"Tag gethane Aeußerung des (Boten) Beremveger von Appenzell, der lutherische Handel müsse sich ausbreiten, "wo man es wehren oder strafen wollte, würde der gemeine Mann, namentlich die Nheinthaler und die Thnrg"^sich verbünden und das mit Gewalt durchsetzen. Heimzubringen, was man ihm darum „kramen" wolle, ! -dem letzten Tag ist in dem Span zwischen Hans Caspar von Bnbenhofen und denen von Nothwcil erkannt nw>d»''die letztern sollen auf diesen Tag eine Botschaft senden, um einen gütlichen Ausgleich zu versuchen oder sieeinander an ein unparteiisches Recht zu weisen. Nun haben Jene eine schriftliche Antwort geschickt des J"l>a ^sie wollen sich mit der Urfehde des von Bnbenhofen behclfen und den Handel nirgends sonst als vor deingericht zu Nothwcil entscheiden lassen. Nothwcil wird aber nochmals aufgefordert, auf dem nächsten 4»!l serscheinen; denn man tonne den Bnbenhofen auf sei» Anrufen nicht rechtlos lassen. Ii.» Frcibnrg schlägt ! 'de» verrätherischen Pfaffen dem Bischof von Lausanne zu übergeben; da er aber neuerdings ein „Schelmen!begangen, indem er nach Nom geschrieben und dabei Gott gelobt, daß die eidgenössische!? Knechte nmgckm" ^so hat man Freibnrg beföhlen, denselben nicht dem Bischof zu schicken, da dieser ihm doch nichts thue,ihn selber nach Verdienen zu strafen oder nach Baden zu senden. I. Basel klagt über die Kurtisanen, d»Bullen ans Rom kommen und Pfründen anfallen, und bittet um Rath. Antwort: Es sei der Eidgenossen Bs' ^solchen Kurtisanen die Bullen an den Hals zu hängen und sie „zu investiren unter einem Locken ^'"t! ^in. Das Gesuch eines Kaufmanns von Bergamo um Geleit ist heimzubringen und auf dem nächste»beantworten, n. Die französischen Boten bringen schriftlich und mündlich vor, der Bischof von Genf sei ^jenscit des Gebirges, was befürchten lasse, daß er nichts Gutes betreibe. Darüber wird bemerkt, der HeeZ"bSavoyen habe ihn zu entschuldigen versucht, während er selbst eine Botschaft aus Mailand an seinem H"st 'ivas auch nichts Gutes bedeute. Da man ihm deßhatb schon zweimal („zmürcn") geschrieben, so scheint bedc" ^es nochmals zu thnn; dagegen ist heimzubringen, wie man sich weiter gegen Savopen benehme» ivolle. ^
lich