364 - Januar 1524.
selbigen Herren allcnlhalb gnot in einer Eidgnoschaft hettend, so heilend die Eidgnossen hundert zuo roß undhundert zuo fuoß verordnet, daß sy in aller Eidgnoschaft semlich Rodcser guot sötteud inneinen und es widerden Türggen bruchen, und wurd der Bapst sy besolden." — „Sprach ich, min Herren Hand Wedischwil, Buobiko»und Küsnacht, die könnend im mol thnon, törfend sunst niemands, man well es dann denen lassen, die scmlichogebend (geben Hand?). Sprach der genannt Schönbrunner, ja ich bin der zweihnnderten auch einer, und w>rsond auch den lnterschen die oren und baggen schlitzen und die Hoden nsbrennen und in das für werfen die ketzerund (si) verbrennen. Sprach ich, ich bin kein ketzer und nie keim hold worden. Do stuond er nf und sprach?der Zwingli war ein ketzer, dem war ich hold, darum weit er ein stand thnon, wo man wett an Zürich.sprach sin vatter, schwig du guli." Darauf folgt nach einigen weiteren Musterungen die Auflösung der Gcsellschw -Verweisung auf I. Hans Hag, Bote von Schaffhansen, als Ohrcnzeugen. Si.«. Mich- A. Rcli<,i°»>zsach-n.
2) 1523, (?) („Dienstags"), Horgen. Heinrich Walder, Johannes Bleuler und Peter Meyer an Vm- rn^Rath in Zürich. In dieser Stunde habe Hans Hofackcr, der in den letzten Tagen zu Weesen bei einem Zürcherzur Herberge gewesen, gemeldet, daß ihm derselbe gesagt, er sei in mehrere Orte gekommen und habe gemerkt,„daß es nicht viel gefehlt, daß (an den Gemeinden?) das Mehr geworden wäre, Zürich zu überziehen, und zw"'der lutherischen Händel und anderer Dinge wegen". . . Das Nähere werde Hofacker selbst angeben.
St. A. Zürich: A. I. Cappeler Krieg.
3) 1523 (?), Zürich. Nach gang wegen verdächtiger Reden. Gostwyler, Gürtler, sagt (1.), wie der B'U izum Nößli in Lncern zu ihm und andern (Zürchern) geredet: Er wollte, daß Jeder, der lutherisch st',
Mähre „gehygt" hätte, ?e. (2.) „Zuo Saut Wolfgang Hab Amman Lussy gredt: Lieben Eidgnosscn von Zm ^das leben mag nit erlitten werden; ich red für mich selbs, nit daß mir jcmans üt darumb empfolhen Hab; ^weist aber wol, wie es üch wirt gon, und achten es also in mir selbs. Do fragtind sy in, wie er meinte, aes wurde go». Do seite er, man wurd dry man wellen hinns haben; gäb man die, das wär wol und gno >beschühe das nit, so wurde (man) voip uns die pündt hinns fordren, oder sy wurdint uns die Harns gevr,und wurd man uns feilen kons abschlahen und nüt lassen zuogon, und so man das tät, wnrdint wir in der Iselbs einander schlichen und solichs nit mögen liden. Do seite er, der züg, was welltind ir uns abschlahc», 'gat von Zürich oder uns ivol als vil zuo und mcr, dann uns von üch. Do seite Amman Lussy, was da»» nso vil zuogieng; seite er, korn, win, salz und anders. Do seite er (Lussy), wenn schon uns deß von üch "znogat, so wirt uns der Keiser sölichs wol lassen zuogan, daß wir daran kein Mangel habent". . .
St. A. Zürich: A. I. Cappeler Krieg.
4) 1523 (?), Zürich. Kundschaft: „Hans Küng, grempler, dieit, der Prior von Cappel und ander ha ^im gefeit, daß ein Herr (Geistlicher) ab dem Sattel des verschincn Sonntags zuo Aegry an der kilchwichi osst"^vor menktichem Hab geprcdiget, daß niine Herren von gott und dem christcnlichen glauben sygint gefallen,
mer ivurdint sy von einer Eidgnoschaft fallen, und si hettind allweg vom Türken gefeit, wie man sich so re ^(gegen in) wellt halten; nu hette man jctz den Türken an der Hand, als unser nnchpuren von Zürich; °a^diiechle in guot, daß alle die, so stab und stnngcn möchtind ertragen, über sy zngint. Deßglich hctt ergesprochen, daß im brief in sin hus geschickt wärint von Zürich, daß er auch jetz das ketzerisch ding sölt Vaber er ivellt nüt darmit zuo schassen haben. — Wytcr syg iin gefeit, daß ein pfaff zuo Luzern söllhaben, daß nun Herren von Zürich dem crncifir den köpf abgeschlagen und habint den demnach gesotten. ^soll wüsscn der wirt zuo Cappel." ^
5) 1524 (?). „Herr Thoman Meßmer, Caplan zum großen Münster, dieit, ivie er gen Einsidle»Pfamen knnunen sig, und der wirt hörte, daß er von Zürich wäre, seite er, die von Zürich sind ketzer,
und des tüfels, und er hette ein spieß bi der stnben, den wette er grad zum fenster nsstoßen, wenn ^
den Zwinglischen kctzerschen glauben gen Zürich züchen wetti, und ivöllte ollch den nächsten lnterschen pstkst"' ..-jim begegnote, an den selben spiest stoßen. — Witer seit er, als er hinweg wöllti, da kämi Herr Caspar,in unser Frowen cappel; dcrselb fragte in, ivie man sich mit singen und mesthan (zuo Zürich) hiclti;
hetti
ouch gehört, man hetti die bildnnssen ust den kilchen than. Antivnrti er, es lväri war, man hcttis nß der ^thnn und iin singen die fürbitt der heligen, aber die meß hetti man noch, und meint, wenn mine Herren