350 November 1523,
täglich ersucht werde, sich vor Schaden zu hüten; zudem sei der Mehrtheil durch Gräben und Schanzen gedeckt.Weil nun die Ungehorsamen so abgezogen, während man täglich den Feind erwarte und bei einem Ucberfall ei»neues Unglück besorgen müsse, so könne man jene und andere Lente, die jetzt wegziehe», nur als „zers feldslüchtigeund meineidige Verräther und Bösewichter betrachten. Darum bitte man die Herren und Obern, solchem zuvorzwkommen und die Flüchtigen nach Verdienen zu strafen . . .
St. A. Bern: A. Muiländerkriege (Copie). — K. A. Schaphausen: Corvespondenzen (Copie).
3) 1523, 6. November (Freitag vor Martini). Bern an Ludwig von Meßbach, Landvogt in Lanis. AntwoUauf sein letztes Schreiben. Da er zu verstehen gegeben, daß er etwas gegen Stampa vorhabe, so werde man dichSache auf dem jetzigen Tage in Luccrn vorbringen und begehren, daß sich gemeine Eidgenossen darüber entschließeund ihm (die dienlichen) Befehle geben; denn weil Stampa sich früher nicht zum besten verhalten, so sei ih>»wenig zu trauen; man lasse mber geschehen, was andern Orten gefalle, zc. Den Zollern solle er Geld vorstrecke»und alles verrechnen. St. A, B-r»: T-ms-h Misswm, v. c. sw
4) 1523, 14. November (Samstag nach Martini). Lucern an Bern, Freibnrg (und andere Orte?).theilung des zwei Stunden nach der Abreise der Boten auf dein letzte» Tage eingelangten Schreibens der Hauptle»^an gemeine Eidgenossen (N. 2?). An dein (gemeldeten) Aufbruch habe man nun gar kein Gefallen und gedenkdie Knechte, die man etwa zu Händen bekomme, dafür an Leib und Gut zu strafen, in der Hoffnung, daß andcw
Al'te 5ms lUlch tHuil. St. A. Bein: N. Lucevn. — K. A. Frcibmg: A. Lucern.
Zu z>, 1. 1) 1523, 4, November (Mittwoch nach Omnium Sanctorum). Basel an Lucern. Gemäß bc>»letzten Abschied von Bern, betreffend den Aufbruch von Knechten für den König, eröffne man hieinit den gefaß^Beschluß! Man habe schon erklärt, daß man nicht schuldig zu sein glaube, mehr als 16000 und weniger6000 Knechte zu bewilligen, und zwar mit dem Beding, daß er sie nicht theile; weil aber alle Orte, die inVercinung stehen, die 6000 wollen laufen lassen, so ,verde man sich hierin nicht söndern, begehre jedoch, daßLeute gemäß der Vereinung besoldet und nicht gegen Hochburgund (die Grafschaft) verwendet werden.
K. A, Bascr: Missiv-N.
2) 1523, 1t). November, Lucern. Dangerant an Schaffhausen. Auf die dein König gegebene Zusage ha ^dieser den Haus Haugg (Haak?) zum Hauptmaun bestellt, um die Schaffhausen treffende Zahl zu den ^Knechten ihm zuzuführen. Da nun der Aufbruch so eilends geschehen könnte, daß der König die Werbungsg^'nicht herauszulicfern vermöge, so bitte er hiemit, dem H. bis auf die erste Musterung etwas Geld vorzustrcck"»das dann der Hauptmann sicherlich baldigst zurückerstatten werde. K. A. Schafjhmise,,: C °rrcsp °nd-»z-».
Zu Ii. Da die Abschiede augenscheinlich über diese Verhandlungen immer mangelhaft sind, so legen wir ein»)weitere Acten bei: ...
1) 1523, 12. November, Lucern. Die eidg. Boten an die Fürstin von Orange. „Gnädige frow, w.
Hand das schrybcn, so ir und die verordneten von den Ständen in Burgund an uns gethon, empfangen »»^ ^länge nach verstanden, als das so euer gesandten vcrinög irer instrnction uns fürgetragcu; uß welichendem, so wir bericht worden, haben wir gesechen und verstanden, daß der Künig zuo Frankrych nit wolworden der klagen und beschwernussen, so wider euch und die inwoner der graffchaft Burgund geben worden, llßursach und von wegen daß wir wellend med vermein(en)d zuo nachfolg und Vollstreckung der Erbeinung die rw"^ ,der gesagten graffchaft zno beschirmen vor aller macht und gwalt, so man inen thuo» wellte, hierumb so ^wir der lcnge nach höchst gesagtem Künig, damit er ime gefallen lasse, nit zuo verwillgen uoch lyden,in der graffchaft Burgund nit gewaltiget noch beschwert werdent mit kriegen oder ander derglychen gest»^"'dann die Ncutralitet vermag, so zwüschcnt ir(cr) Mt. und frow Margretha, Gräfin zuo Burgund, ufgerickstDann wo er das widerspil zuo lassen und gedulden würde, so wurd uns (das) ein groß mißfallen sin und ^ „es nit lyden noch gedulden mögen, sonder wurdent (kraft) der Erbeinung schuldig sin, dasselbig land zuo 'und schirmen, wie ir dann sölichen unseren willen wytlöufiger sehen und verstan werdent uß der copy der mso wir discr fachen halb dem Künig zuoschrpben. Gnädige froiv, wir bitten euch, daß ir cnwers theils ve>Iivellent, daß durch die der graffchaft Burgund die Ncutralitet gehalten werde, und (ob) etwnr darwiderivurde, (daß die) andere» zuo einem erempel hertiklichen gestraft werde»; dann wo sölichs nit bescheche, k»'