November 1523, Z^.7
dinch einen schriftlichen Bericht des Königs von Frankreich nnd einen mündlichen Borlrag seines Gesandten ver^>u»nnt man, daß der Herzog von Bourbon, ebenso die Landsknechte, die in Bnrgnnd gelegen, abgezogen, daßlaber) das Gerücht ausgehe, sie haben sich wieder anwerben lasse», nin gegen Mailand zu ziehen. Letzteremwiderspricht aber der königliche Gesandte, da er sichere Knude zu haben behauptet, daß es nicht mehr als WW"w", die man nach Nom führen wolle, damit ein Papst nach des Kaisers Willen erwählt würde, «l. 1. Der^'af von Arona meldet durch seine Botschaft, er habe seine ganze Herrschaft am Langensce wieder erobert, mitAusnahme des Schlosses med der Stadt Arona, nnd bittet, wir möchten den französischen Hanptlenten nndKenten j» Mailand schreiben, damit sie ihm bchülslich wären mit Geschütz und Maienschaft; er hoffe damit in'^»igm Tagen auch Arona zei erobern, 2, Nachdem man in Erwägung gezogeiy daß man das vor MailandUnde He^. ^i den gegenwärtigen Umständen nicht schwächen dürfe, hat nenn beschlossen, ans sein Gesuch nichtZuzutreten, dagegen an den König oder seine Anwälte zu schreiben, damit die Truppen, die jetzt in Varese liegen,' leeues Aufsehen ans ihn haben, dabei aber dem Grafen verdenket, daß es uns rathsam scheine, nicht zu sehr' denn sobald Mailand erobert, sei auch seine Sache entschieden, v. Jeder Bote kennt die neuen Naclp
^Eu des Bogtes zu Lanis nnd sein Schreiben an Bern, betreffend den Stnmpa, Da dieselben befriedigendund es von Gottes Gnaden mit den Eidgenossen in Mailand wohl steht, so wird dem genannten Vogt^/diieben, er solle mit Stampa sich nicht einlassen, indem seine frühern Umtriebe noch wohl bekannt seien.
wird schriftlich und mündlich ersucht, seinen Burger Graf Wilhelm von Möstenberg, der, mit allen, „ gen die Eidgenossen arbeitet und böse Umtriebe macht, die man nicht länger dulden kann, „abzustellen",^ u man sonst für die Folgen nicht gntstehcn würde, und sich hieunt für alle Fälle verantwortet haben wolle,. ' ^ „Zuletzt", da dieser Tag dafür anberaumt ist, um dem französischen Gesandten wegen der mehrmalsKöi 6Ut)(1 Mann entscheidende Antwort zu geben, so werden dieselben bewilligt zur Beschütznng der Person desugs und des Königreichs. Da der Besoldung und Musterung wegen Schwierigkeiten gemacht worden sind, soKö» ^ Gesandte, es sollen die Knechte gemäß der Vereinnng besoldet werden, 2, Sodann beschwert sich der^lud^ Mißbräuche in den Musterungen, indem Einige sich unter zwei bis drei Hanptlenten mustern lassen,die,/^ Unerwachsene („bnoben") mnstern lassen wollen, und ein Thcil das Geld beziehen, aber nicht dafürEl» "' ^"dern uücdcr heimlanfen möchten, was alles dem König zum Nachtheil und den Eidgenossen nicht zur^ hercichc; er begehre daher, daß ihm, jedoch in seinen Kosten, zu der (ersten) Musterung zwei Rathsbolenwerden, nnd daß man Ordonnanzen aufstelle, wie es der Altvordern Brauch gewesen. Darin hatvo» ^ willfahrt nnd dem Gesandten anheimgestellt, zwei solche Boten, einen von den Städten nnd einenKiändern, zu bezeichnen, die ihm bei der Musterung behülflich sein nnd dafür sorgen sollen, daß die^ ^ dem König zum Nutzen, de» Eidgenossen zu Lob »nd Ehre dienen. Wer Geld annimmt, aber nichtkeiu ' heimzieht, der soll den Obern sogleich verzeigt nnd zu Hanse als Dieb bestraft werden; man soll auchAg j^^en mustern, „es sye dann erlichen Personen, die vom Küng zuogelassen werden"; wer endlich bei mehrHauptmann sich mnstern läßt, soll gleich im Felde nnd zwar wie ein Dieb bestraft werden, I». 1, Die^ Grafschaft Bnrgnnd legt ein Schreiben des Kaisers vor, worin derselbe verlangt, daß die
Bur^'^ Erbeinnng zwischen ihm, dem König von Frankreich, dem Haus Oesterreich, der Grafschaftlall ""d den Eidgenossen gehalten werde, 2, Dagegen bringen die französischen Boten schriftlich und mündlichp, ^ Ziagen vor, sodaß ans Allem hervorgeht, daß jeder Thcil den andern beschuldigt, die Neutralität gebrochen'^»hx Würdigung der mißlichen Zeitumstände hat man für gut gefunden, einstweilen die Sache in
lasse» („witer für dißmal nit anzezünden"), und dieses auch dem König von Frankreich geschrieben, obwohl
Basel
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