346 November 1523
ISN
Khur. 1523, 6. November (Freitag nach Allerheiligen»,
DtaatKcirchiv Lucer»: Acten Graubünden.
Aufsetzung der „Artikel so die zwen Pündt, deßglichen Bnrgermaister, Rat und Gemain der Statt Chulmit sampt den vier Dörferen und der Herrschaft Ortenstain samentlich mit ainander angenommen,"
Der Inhalt des hier aufgesetzten Entivurfes stimmt fast durchweg wörtlich mit dem am 4. April 1k>^besiegelten (I.) „Artikelbrief" überein. Zu bemerken ist hier nur der folgende Anhang des Entwurfs:
„Und hieb») die anderen Gericht, so noch nit hierin begriffen sind oder lnit) luter bcfelch gehcbt, sonder da»witer hinder sich ze bringen begert, habend wir zmn höchsten gebetten und gemant tut unser pundsbriefen, (ball)allda das minder dem meren folgen fülle, daß sy ouch zuo inis stau und darum fürderlich antwurt geben wollend-Und ist also biß Handlung und satzung unz uf nächst küicftigen landstag, so zuo Jlanz sin wärt, um besßskomlichait willen ze uerbriescut angestellt, ob uillicht ctlich der selben gcmainden oder gerichten solichs mit »ne>anzenemen begerind, daß sy ouch in die houptbrief wie wir verfaßt und gestellt wcrdind; dann safer sy daran)lenger mit der fach verzüchcnt, so wöllend wir doch by discr ordnung uuvcrnnderl bliben und darum briessigel legen."
Lucern. 1523, 1t>. November f. (Dienstag St. Martins Abend f.).
Staatsarchiv Lucern : Allstem. Abschiede, d. 2. f. 499. Staatsarchiv Bern: Allg. cidg. Abschiede, ^V. p. l l9. Abscheide sineKantonSarchiv Basel: Abschiede, 5.74. KantonSarchiv ^reiburg: Abschiede, Bd. 56. Kanto«Sarcl)iv Solothtirn: Abschiede, Bd. XÜ-
KantvaSarclnv Schaffhausen: Abschiede.
Gesandte: Bern. (Caspar von Mülinen). Freiburg. (Hans Ammann). — (Die übrigen nicht bekannt-«. 1. Der würdige Vater von Illingen klagt „abermals" wegen des Streites zwischen ihm und do»Schultheiß Stierlin von Frauenfeld, daß er durch den Landvogt vor das Landgericht geladen worden; de»»halte diesen Schultheiß und etliche andere Richter daselbst für parteiisch, weßhalb er begehre, daß die Eidgeualftdie Sache zu Händen nehmen, vor denen er stuf einem beliebigen Tage sich verantworten wolle. 2. a >elBegehren hat man, in Betracht daß der Vater eine geistliche Person ist, entsprochen, das Geschäft ans dieIahrrechnung zu Baden verschoben und dein Landvogt besohlen, die Sache bis dahin ruhen zu lassen; 'venu ^jemand mittlerweile Kundschaften aufnehmen will, so soll er sie nach Form Rechtens schriftlich verfassen »»dder genannten Iahrrechnung auflegen, ß». I, Der Vogt zu Baden sendet einen schriftlichen Bericht überPfaffen, der Helfer in Zurzach gewesen, daß nämlich derselbe geredet, die Mutter Gottes sei nichtseine andere Frau gewesen und habe drei Söhne gehabt. Dieser Priester sei durch die Amtleute des Bischof ^
Constanz in Klingnau verhaftet und bisher gefangen gehalten worden. 2. Da der Vertrag zwischen dem ^und de» Vlll Orten bestimmt, daß gefangene Geistliche zu Kliugnau gerichtet werden sollen, der Bisch»!Diesen und Andere nicht straft und vielleicht nicht zu strafen wagt, so wird dem Vogt befohlen, denVerHaft zu behalten, und der Bischof angefragt, ob er ihn nach Verdienen strafen wolle oder dürfe, ?c.soll inzwischen jeder Bote heimbringen, um auf dein nächsten Tag Antwort zu geben, was man mit diesc»andern Priestern vornehmen wolle, die sich also ketzerisch zeigen. «. Durch die burgundische Botschaft/