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Oktober 1523.
Ich gib je darfür, daß wo die pratik fel, so wollen die Franzosen den krieg understan zuo (be)harrcn; wöbtgott, daß die nnscrn sich lidcu möchten zwcn mouat, als ich glaub die Franzosen thuon wurden, so hoff ich, derfach wurde guot rat, wiemol in Meiland noch korn gmtog ist; aber das mal ist fast tür, und fleisch und holz(auch); die mülinen sind fast seer zerstört um Meiland. Es sind noch etlich nit wit von Cum gesi», und etlichgar nach l») der statt Meiland, die vil mal Meilanb zuofücrten; das hau ich minem bruoder Bastian die tagwol dryinal geschriben, damit die Herren darzuo tüegcnd; ich hoff, es beschech. Ich hau wol dry botteir uf deinweg, da ich all stund gcwiisse mär von minem bruoder Bastian und von andern wartend bin, wie es um si stand,und wo der krieg us wölk; so erst mir sölichs znokumpt, so will ich üch . . für und für berichten, bis ir michheißend hören. Die Vencdicr schwigen noch still; vom Bapst hat er (der Herzog Franz?) kein hilf; der Herzogvon Fcrrär der fischet; jedcrman luogt zuo siner schanz, und null jedcrman lnogen, wo das spil uswell. Nunbesorgen sich die Mcilünder nüt, daß nran si mit givalt gemünn; aber der gemein man möcht den harrenden kriegnit erliden. Gnädigen Herren, ich bitt üch fründlich, ir wollend uf jetzigem tag daran sin, (daß) mir von . > denEidgnossen eigentlich geschriben werd, wie ich mich halten soll, ob ich, so es mich not wellt bedunken, ein fridenoder bestand mit dein Herzogen oder sinem anwalt inachen bcdörf, oder ir. . sölichs selbs,thuon ivöllen; dannfürmar, es hätte sich gar bald gemacht, daß die landschaft in großen sorgen stüend; so wöllt ich gern handlen,das üiver ininer gnädigen Herren und der landschaft und min nutz und cer wäre..Bitte um ferirere WcisungciN
St. A. Bern: A. Mailändert'riege (Verner Copie).
2) 1523, 17. October (Samstag nach S. Gallen Tag), vor Mailand. Sebastian von Dießbnch an Sch- m>öRath in Bern. „Strengen zc. zc. Ich haii euren gnaden nun zum dickren malen geschriben, . . . darum ich jctz . > ^unter neus ivciß zuo schriben, denn wir noch stets vor Meiland ligen »nd fast guotcr dingen sind, haüd zuo che»und trinken gcnuog und begerten nüt airders, denn daß unser fiend Harns käiiieu, mit uns (ze) schlachen, daiullwir die fach usmachtcn; denn die statt zuo stürmen will den Herren noch dis zit nit gelegen sin; denn dasst>stürmen ouch wol zuo betrachten will sin; denn der züg von Cremonen noch nit zuo uns kamen ist mit smNdem signor Renz, der ouch zum selben kumen ist, und so die selbe» kumcnd, so werden die Herren aber zuo >'abwas zuo tuond mirt sin; denn das zit mags bald nimmen erliden im feld zuo ligen, denn es kumen kalt >mch0aber dieivil es jenen zuo erliden mag sin, so werden wir nit von der statt (wichen), denn unser züg engt si sisbin der statt, daß ich dcnnocht nit geloub, daß die burger in der statt semlichs lang me erliden werden. Md nder züg von Cremonen kamt, der in zwei tagen hie soll sin, so wirt man zuo rat, ob zuo stürmen sig oder ml. . . und ist fach daß si (die Herren) finden, daß nit zuo stürmen sig, so wirt man doch das Winterlager anort um die statt schlau au guot stark platz, und welche nit stark sind, die wirt man stark machen mit bollwelll"und grebnen, als zuo Binasg, Lode und Wunsch, und da die splannd und bruggen machen, daß allwcge» rNwcdrcr züg eins halben tags bi dem andren mag sin; aber hie hinnen von der statt wirt man nit zicn, ob sib^'der züg von Loden kumt, und (so) man nit stürmen wurd, so wirt man si engen, als fast man mag, alleawir wcttcrs halb mögen belibeu; denn si Hand großen Mangel an mel und brot. Ich hoff, wenn wirs noch "iij oder iiij wachen vor der statt möchten beharren, si wurdeus nit mögen erliden, denn si wüsse» kein cntschilll""?'So hoffen die Franzosen, es werde ei» französischer Bapst, und ob das nit beschäch, so mag kein nüiverbald gelt und' anders zuo wegen bringen, denn daß si vermeinend Meiland ee in iren Händen zuo han. lll'b ^gröst trost, den der Prosper oder die in Meiland hcnd, ist daß si meine», unser knecht werde» nitfeld bclibcn; aber ich Hofs, sie dienend doch, bis man die vierte bezalung tüe; dazwüschend muoß mau a»das wintcrlägcr schlau, so wär es bas zuo äudren, und bin in der gasten Hoffnung, si fclcu uns nit,
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mir an etlichen übel gruset uf die dritte bezalig, die von morn über acht tag soll sin, und fürwar, wele die sdie uns (uer)land ane des Herren willen, die tuond dem Küng und uns Eidgnossen fast übel. . Klag^
die Unsicherheit des Weges nach Lanis, indem die Läufer durch eine reitende Streifschaar (5V—00„Gargange" van Varesc aufgefangen werden, die man aber nicht fassen könne; Rath, die KorrespondenzenBoten des Gesandten Boisrigault bestellen zu lassen. Knechte seien noch wenige krank geworden oder ges"„denn etlich denen man kam erwercn mag zuo den schanzen zuo laufen und zuo gucken, daß etlicher will n
ane not." SI. A. Bern: A. Mailändcrkriegc (Original und öaplc>'