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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
339
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Oktober 1523.

3.39

Zu i. 1) In dem Schreiben an den König, dd. 15. October, ist der Abschiedtert überseht, woran sich dasGesuch um Erhaltung des Friedens knüpft. An die Princessin (von Orange) wurde unter dem gleichen Datumgeantwortet, sie werde von ihrer Botschaft vernehmen, wie man dem König schreibe; man wolle sie aber nochmalsermahnen, mit allem Fleiß zu verschaffen, daß von der Grafschaft her nichts Feindliches »»ternommen werde;sonst hätte sie die schlimmsten Folgen zu gewärtigen, :c. Drei Tage später schrieb Bern allein an den König,wegen neulich gemeldeter Angriffe von Seiten des Statthalters im Hcrzogthnm Burgund, desgleichen an diese»selbst, in ernstlich abmahnendem Sinne, und zur Beruhigung an die Princessin, mit Hinweisung aus die eben1» ihren Gunsten gcthanen Schritte, n. s. f. S.. A,-am». Ms»--.. -c. w°. wo-.w.

Hier werden sich am zweckmäßigsten noch die folgenden Acten anreihen lassen'

2) 1523, 17. October (Samstag nach Galli). Bern an Lncern. Mitthcilüng von eben eingegangenen Schriften,aus denen zu entnehmen, daß der Anschlag bestehe, die Grafschaft Burgund zu überziehen, weil sie dem Connetablevon Frankreich und dessen Anhängern Aufenthalt vergönnt und Durchpaß gestattet haben solle, worüber die^urgundischcn Boten ans dem letzten Tage so genügende Auskunft gegeben, daß Bern und die Boten von andeniOrten dem König deshalb geschrieben haben, sodaß man erwartet hätte, er würde die Umstände (besser) bedenkenund sich nicht so leicht bewegen lassen, einen nenen Krieg anzufangen; denn so viel wisse man, daß im Fall einesBruchs der Erbcinung Andere, die bisher still gesessen, aufbrechen würden. Um solchen Widerwärtigkeiten zu be-gegnen, schreibe man dem König und dem Statthalter des Herzogthnms Burgund „eine tapfere ernstliche Meinung",was wan hiemit melde, damit Lncern sich zu verhalten und einen Tag zu verkünden wisse, ?c.

St. A. Bern: Teutsch Missiven 1'. f. 205.

3) 1523, 30. October (Freitag vor Allerheiligen). Lncern an Freibnrg (u.n.Orte?). „Als dann ir in dem«bscheid uf nächst gchaltnem tag zuo Bern usgnngcn, onch von üwerm Kotten wol vcrnomen, wie der Princessin»nd der Grafschaft, onch des Regiments botschaft uf gemcltem tag erschinen, vil glatter und guotcr warten fürgcben""d sich vil cmbottcn; so uns aber glonblich und gwiß fürkompt und wir täglich verneinend, ir Handlung iremlvrgeben und gnoten warten nnglich, nämlich daß der conitablc, der Herzog von Borbon, durch die grafschastgorittcn und allda an etlichen enden sich enthalten, demnach von inen mit vil pferdcn beleitet bis gen Enoheim,vuch daß der eonitable sine anschläg mit den Bnrgnndschen gcthon, onch ctlich pratik mit etlichen im Herzogthnmb^ofop gemacht, dardnrch in Burgund ein merkliche empörung und rüstnng wider den Küng vorhanden, dabp ivolobzcnenrcn und ze achten ist, daß der conitablc in sinem schantlichen fürnemen nit schlaft; sölichs alles uno Eidgnossengweinlich und insonders den unfern, so jeh in Mciland sind, zuo großem Nachteil dienen möcht, und ivieivol nurvugern jemands unrüeivigen oder zuo kosten bringend, hat uns doch bcdücht zit sin und notdürftig, unser Eid.guossen gnrcinlich zuo berüefen, in obgcmcldten fachen und andern, so hiezwüschcn infallen mögend, zuo beraten""d größer irrung und schaden zuo verscchcn; habend also ein(en) tag bestin.pt, uf Sonntag nächst nach allerHilgen tag (8. Nov.) in unser statt Lncern nachts an der hcrbcrg zuo sind, und allen Orten den verknndt undznogeschriben, in discn und andern händlcn notdürftig fnrsechung ze thuond". . .

K. A. Fr-iburg: A. Lm-rn. - «. A. S-lvthum: Lu-°rn-r Schreib-» I.

Zu lc. Die eidg. Boten an Ludwig von Meßbach, Landvogt zu Lauis, dd. Donstag vor Galli. DemAbschiedtertc entsprechend. S., A. B°r» - T -uri-h Miss.--» ->. e. 202 v.

Zu I. Der Text des erlassenen Schreibens, dd. Donstag vor Galli, findet sich in den Berner TeuischMissiven (?. k. 202 b).

Heber den Gang der Kricgsoperationen in Italien lassen wir zwei Originalberichte sprechen.

l) 1523, 7. October, Lauis. Ludwig von Meßbach an Sch. und Rath in Bern. „Das schribcn, so vonlösten, tag zuo Lucern von üwer gnaden Kotten den honptlüten und mir gethan ist, hau ich onch gcsechcn undv^sinnden, und hätt fast wol mögen liden, daß ir, nunc gnädigen Herren die Eidgnossen, etwas gemacher gethanlallen, diewil doch Mciland noch nit gewunnen ist, und man noch eigentlich »it müssen mag, wie sich der krieg°"den u.ächt, »r-sach die Verräter,), so in Frankenrich was, wiewol ich noch stüts ein gnote Hoffnung han, die pratik

au°> sin, ruiervol es sich ein klein lang will verziechen ; mag ob gott will nß vil gnoten Ursachen beschechcn.