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September 1523.
ir visitator sin sölt, gen Tennikon kommen ist und nine hinweg gestiert hat." 3. Einige Thurgauer seien unge-achtet ausdrücklichen Verbots dem König von Dänemark zugezogen. Er bitte nun dieser Stücke wegen umschriftlichen Bescheid, zumal das auf höhern Befehl erlassene Verbot der lutherischen Lehren von etlichen Priesternverachtet werde, zc. St, A. Lu«m: M,ss>°-»>
Zu «l. Es sei uns gestattet, auch hier über den allzu beschränkten Wortlaut des Abschieds hinauszugehenund der Vermuthung gemäß, daß die bisher eingegangenen Berichte aus dein französischen Lager verlesen undbesprochen worden seien (s. Nr. 164), einige dieser Acten einzulegen:
1) 1623, 7. September, Jvrea. Bastian von Dießbach und Burkhard von Erlach an Sch. und RathBern. „Strengen zc. ?c. Euer gnaden schribcn Hand wir verstanden antreffend die, so sich Hand lassen inschribenund gelt empfangen und über das sind heimzogen oder daheim bcliben; ist nit on, der selben etwa menger istiaber zuo erfarung des grunds ist not, (daß) wir über unser rödet mit muoßen sitzen zuo erkundung eigenliche»des Handels, das uf dis stund nit mag sin, denn der bott ilt aweg. Gnädigen Herren, so soll euer gnad wüsten,daß wir von den dry Stetten nun ein tag oder zwen hie zuo Jfry sind gcsin und hoffen, daß morn und Mentagdie übrigen ouch fast von allen Orten werden hie sin und denn im namen gotts witer rucken, und sunders, alvwir vom Herren verstand, uf Nawerre zuo, und als wir verneinen, so wirt daselbs kein wer sin, . . weder >wschloß noch in der statt; denn der Herr ist gewüß bericht, daß der Herzig das geschütz hat gan Meiland laustieren. So sind wir bericht, daß da sind bi den siben tnscd kriegsvolk im land zuo fuoß, es sigend Spangsoder Römer; das will alls gan Past) und understand da zuo warten; denn sy stärken die statt trefsenlich »ubasticn und bolwerk. So uieiiien die in der statt Meiland mit etlichem landvolk die statt Meiland onch znsbehalten, denn sy Hand wol trost, inen soll ein zal landsknecht kon zuo hilf; es weiß aber noch nieman, wo sisind. Also ist onch der Küng mit sim züg und einem fast mächtigen züg zno fuoß, bi den riiij tnscnd, und so treffenl«)wol angeleit mit Harnisch, daß es ein wunder soll sin, bi den iij tusend büchsenschützen darunder und vj hundelgelen (?), die schon über har sind, und vierzig stuck büchsen. Der ander züg ruckt täglichs ouch. Gnädigen herrewich Bastian hatt euern gnaden von Martenach geschribcn, wie wir vernon hellen, daß der Herzog von Meiland wwäre; das ist nit, aber fast nach ist es im gesin; denn in hat einer mit einem dolchen gestochen uf der str^zwüschend Meiland und Mansch, daß man ein mal want, er war tod; aber er ist noch fast krank. Ouch lit derBrospcr Colonie ouch fast krank. Und so wir zsamcn komend, werden wir im namen gotts dahin rucken". - -
Das Original (B. v. Dießbachs Hand) zeigt viele rohe Mißschrcibungen. Si. A. Bern, A. Mailanderln-ge-
2) 1623, 16. September. Ludwig von Dießbach („L. v. D."), Landvogt zu Lauis, an Sch. und R- ^Bern. „Müssend daß ich uf dise stund gewüßne mär hau, wie gester des Herzogen züg aller wider gen Meckageruckt ist, hat etwa by iiij tnscnd landsknecht, schlecht voll, und wissend, daß Hill nf disen tag daruf stat, ( "hdes Küngs züg Meiland ane schmcrtschlag innem; denn das voll in Meiland uß der maß übel erschrocken ll 'denn von (den) Venedigern ist dem Herzigen noch niemands zuokomcn, und verficht sich der gmein man ws ^guots zuo inen. So Hand sy die bollwcrk noch nit gar gerüst ze Meiland; so hörend sy nit, (daß) dem Hrs^,kein landsknecht me kommend noch Spanier; darum gloub ich, wo es die Franzosen Hill und morn redlich angrm 'so möcht Meiland mit kleiner »nie gewunnen werden; wo das aber nit beschickst, so wirt das voll wider
und ein halsstärchi ncmen, daß ich nit mag müssen, wie im darnach beschickst, wicivol ich in guoter Hoffnung ^es söll nit (anders) denn wol gan, so mit nnd der Küng anderswo nit geirrt wurd . . . Wissend onch, daßgras von Aroncn anfacht, wider sin landschaft inzencmen". . . Nachschrift betreffend den von einem Gefecht begteten Uebergang über den Tessin. S>. A. B-m-. A. MaMnderkrieg^
3) 1623, 19. September, Lauis. Bnrkard Schütz, oberster Hauptmann, an Sch. und Rath
1. Bezeugung seines Wohlgefallens über die von den andern Eidgenossen ihm widerfahrene Ehre, besonders rdie freundliche Haltung der Schwyzer. 2. Bericht, nach einem Schreiben des Grafen von Arona, über das ^ .am Tessin (14. Sept.), worin des Herzogs Truppen, zum Theil von hinten angegriffen, schwer geschädigt wardie Landsknechte seien wie in einer Flucht nach Mailand gekommen, wo die Bewohner der Vorstädte sichin die „rechte" Stadt zurückziehen müssen. Des Königs Heer rücke gegen Pnvia vor; dem Herzog sei abee