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August I523
Zu «>. „Instruction gmeiner Eidgnossen Kutten uf dem tag zuo Lucern uf Montag nach Asstunptionis MarieAnno ?c. xriij entschlossen, an unser Eidgnossen von Zürich."
1. Es sei denen von Zürich ohne Zweifel wohl bekannt, daß der König von Frankreich in den letzten Jahre»der Vereinung halb nicht heimlich, sondern mit „gutem Wissen" der Zürcher Botschaften geworben und gehandeltund zuletzt das Bündniß mit gemeinen Eidgenossen außer Zürich beschlossen habe. Wiewohl es darin nicht begriffe»sei, so habe es doch jederzeit zu Tagen geantwortet, es wolle den Frieden halten und dabei bleiben. Der Kö»'bund die andern Orte haben sich dann darauf verlassen.
2. Dem Inhalt der Vereinung gemäß, welchen Zürich aus der mitgethcilten Abschrift kenne und seine»eigenen Aemtern vorgetragen, habe dann der König im „vergangnen" Jahre (1521) die Eidgenossen um Hllllangesprochen, und obwohl man ihm solche zugesagt, sei doch der Aufbruch nicht so eilends und „stntägig" bewilligt,sondern mehrmals darüber verhandelt worden; man habe Zürich gebeten und aufgefordert, sich von den übrige»Orten nicht zu sondern und zum wenigsten nicht zu dulden, daß die Seinigen wider die (Knechte) der ande>»Orte zögen. Es habe das zugesagt; aber nachdem der Aufbruch geschehen, seien die Seinigen offen, mit G»»»und Willen der Obrigkeit, wider die Eidgenossen gezogen, und daherige Klagen habe es mit der Antwort erwidert,seine Leute ziehen nur in des Papstes Dienst und nicht zum Angriff auf die Lande des Königs; „also" (in diese'»Sinne) habe es denselben eine Ordonnanz nachgeschickt, womit man sich abermals hätte begnügen können,
es dabei geblieben wäre. Es sei aber bekannt, wie die Angehörigen anderer Orte ungehorsam gemacht, der Kö'»bbeschädigt und die eidg. Knechte überfallen worden, was die Eidgenossen empfindlich beschwere. (Vgl. Ztr. 65, Zt. ll -
3. Nun habe der König die mit ihm verbündeten Orte wieder nm Hilfe ersucht, die man ihm „vielleicht(d. h. ohne Zweifel) überlassen werde. Man müsse aber nach allerlei Vorträgen und heimlichen Umtrieben,man aus „niedergelegten" Schriften erfahre, befürchten, daß solche Händel wieder begegnen möchten, wodurch de>»König und den eidg. Knechten Schande und Uebel zugefügt würde.
4. Darum sollen die Gesandten genuiner Eidgenossen Zürich zunächst auf das freundlichste bitten, mit ihm»Lieb und Leid zu theilen und sich nicht abzusondern; wenn es aber die Vereinnng mit dem König nicht anneh»»"wolle, so möge es doch die Seinigcn daheim behalten und nirgends wider die Eidgenossen ziehen lassen. tDe»»wofern solches abermals geschähe, was man zwar nicht erwartest) so könnte es aus dem bisher Vergangenen sttabnehmen, zu wie großem Nachtheil und Unehre das gemeiner Eidgenossenschaft dienen, und wie viel Unw'Mund Arges daraus entstehe» würde; man wolle also Zürich ernstlich und zum höchsten ermahnt haben, das >»»',zu bedenken und sich in die Sachen zuschicken, wie man ihm gerne vertraue, und wie man es einander schuldig' ^
St. A. Zürich: A. Frankreich. Jnstruct. Bd. I. 100, 101. — St. A. Bern: Absch., p. 79—81. — St. A. Lucern: A. Frankreich. — K. A. Basel: Absch-ält i'. Auch hier müssen wir uns mit den Zuschriften des päpstlichen Botschafters begnügen:
1) 1523, 17. August, Constanz. Der Bischof von Vcrulam an Zürich. Anzeige, daß am 28. Juli 8»»^mit Venedig beschlossen und am 3. August in Rom ein Defensivbündniß verkündigt worden sei zwischen dem P»"dem Kaiser, dem König von England, Herzog Ferdinand, Herzog Franz, Venedig, Genua, Florenz, Siena, r» ^Ferrara und Mantna; daß der Kaiser und der König von England sofort gegen Frankreich zu Felde ziehen wer ^Cremona sei der Uebergabe nahe. Hoffnung, daß die Eidgenossen diesem Bündniß auch beitreten werden, dahauptsächlich zur Befestigung des Friedens beitragen können, w. St. A. Zürich- «- Pap»'
2) 1523, I .September, Constanz. Der Bischof von Verulam an die Eidgenossen. Wiewohl er nicht besti»Ahoffen dürfe, daß sein Schreiben bei ihnen günstige Aufnahme finde, könne er doch nicht unterlassen, seiner r > ^pflicht gemäß unausgesetzt bei ihnen anzuklopfen, namentlich bei denen, die durch Vernunft und Bcständigkellganzen Volkes Frieden und Wohlfahrt zu fördern willig seien. Der Auszug des Königs von Frankreich e'^neue Bedenken, da der Kaiser jetzt keinen andern Feind mehr habe und mit spanischen und englische» ^ hxFrankreich angreifen werde, und der verrätherische Mordanfall auf den Herzog von Mailand (21.
auch die Italiener gereizt, ihn mit allen Kräften zu schirmen; also seien wiederum Schlachten mit große'» ^vergießen zu befürchten, was dem Türken zu Gute kommen werde. Weil die Eidgenossen den König von Fr»»