Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
325
Einzelbild herunterladen
 

August 1523,

325

so erst das sin mag, wetten .vir mit der hilf des All.nächtigen handle.., da.ni. i» und ivie söliche. verräte.pvertragen blibm." ' K.A. Frciburg: A, ^ir »ir<-!> s«<Iür».ea,

5) 1523 19. August (Mittwoch nach Assn.nptionis Maria). Freiburg an die eidg. Botschaften in Lnccrn.Antwort auf ihr eben empfangenes Schreiben: Man habe an „des Pfaffen" (Jacob Huber) Handel nicht .venigerMißfallen als sie, und hätte längst gewünscht, daß solche Dinge wären beherzigt worden. Auf die Frage aber,was man in der Sache gefunden, sei zu erwidern, daß er nicht mehr gestehe, als den Brief mit scu.cn Gesellengeschrieben zu haben, und zwar nur ihren, guten Freund als „land und gassen mär," Den Gesellen, den er alsGewährsmann nenne, habe man noch nicht erreichen können; sobald man ihn zu Händen bringe, wolle manweiter thnn, was sich gebühre. MiW-n. - A. Fmbm-g- M.sswm, Bd. vm, .<>,

Zu I'. .1523, 15. August. Bern n» General Morclct. Er scheine die Absicht zu haben, von den 1000Kronen, die für den Grafen von Arona bestimmt worden, 200 Kr. zurückzubehalten, weil derselbe früher so vielerhalten habe, was in der gegenwärtigen Roth für ihn drückend sei; da sich nun die Eidgenossen bei dem Königsnr größere Unterstützung verwenden, so begehre man, daß jener Abzug jetzt nicht stattfinde.

St. A. Bein: Latein. Missiven, K. 79 b.

Z» Ii. 1 > 1523, 12. August (Mittwoch nach Laurentii). Rothweil an Schaffhausen. In der ganzen Um-gegend sei eine merkliche Rüstung und Bewegung zu bemerken, sodaß ganze Hansen von Knechten durch die Stadt""d diesseitiges Gebiet passircn; wohin sie ziehe», wisse man nicht; die Sage nenne Ensishcim, Schlettstadt undColmar als Mnsterplätze, Das möge Sch. nach Gutfindcn auch andern Eidgenossen anzeigen,

' ^ St. A. Lucern: Missiven (Original).

2) 1523 18 August (Dienstag nach der Himmelfahrt Mariä). Basel an die eidg, Botschaften in Luccrn.Sie mögen bereits vernommen haben, wie sich etliche Hanptleute mit starken Hansen Landsknechten im Breisgan""d Sundgan versannneln, sich täglich ...ehren und bis ans eine halbe Meile, als zu W.st und Hattingen, nähern,dergleichen bei Mühlhauscn lagern; man könne aber noch nicht erfahren, wohin sie ziehen sollen. Da eine solcheBewegung nicht zu verachten sei, und der Brotkasten unserer Lande dadurch geleert werde, so bitte man ans denFall von Feindseligkeiten um ei» getreues Aufsehen, das man jederzeit in brüderlicher Treue vergelten wolle, -c.Auch ßaZ beiliegende Schreiben von Mühlhausen wolle man nicht vorenthalten.

St. A. Lucein: Missiven. — K. A. Basel: Missiven.

3) 1523 18. August (Dienstag nach der Himmelfahrt Mariä). Basclan seine Bote» in Lucern. Auftrag, 1.die beigelegte Nachricht betreffend die Sammlung von Landsknechte» beförderlich anzubringen und auf wirksameSchritte zu dringen; 2, bei gemeinen Eidgenossen um eine Fürschrift anzuhalten für Paul Gerster, des Stadt-schreibcrs Sohn damit der Äbt von Einsiedeln die ihn. zugesagte Summe bezahle; deßwcgen insbesondere auch""t der Botschaft von Schwpz zu reden. S., A, B°i°u «.

Zu le. 1523. 1k. August (Sonntag nach Assmnpt. Mariä). 1 Uhr »ach Mitternacht. Mühlhauscn anIn dieser Stunde haben die Kundschafter gemeldet, wie der zu Breisnch gcmnstcrte Heerhanse herwnrtvA'cke, und ein Theil bereits in Hirzfeldcn liege; auch seien die nächsten Dörfer in der Umgegend aufgefordertihre Knechte zu liefern, und könne man von keiner andern Absicht hören, als mit der .stadt M. anzufangen undihr das Glück zu versuchen. Man vernehme dabei, daß ein Edelmann mit seinem Knechte ausgemustert worden,'°«I es heiße, er „schwizerlc". Sodann daß die nächsten Wälschen von „Bessnrt" heraus laufe», daß auch d.eSundgancr in den letzten zwei Tagen in großer Zahl hcrabgekommen, und daß ein reisige» Zug «wartetwerde. Es verlaute etwa, sie wollen in das Hochburgund oder gegen Mümpclgard; doch sei das allgemeine Geschrei,^ sie den Anfang mit Mühlhansen zu mache» gedenken; daher müsse und wolle man sich zur Gegenwehr rüsten"«d bitte nu„ dringlich ..... getreues brüderliches Aufsehe» und für den Nothfall um Benachrichtigung der andernC'dgenosse», »...d da Basel vielleicht von diesem Aufruhr mehr wisse, so ersuche man es u». Bericht und Rath,^"llte ein plötzlicher Ueberfall geschehen, so könnte man Basel und andere Orte nicht wohl mahnen, hoffe aberdennoch ihrer Hülfe nicht ermangeln zu müssen, da doch ei» solcher Angriff der Eidgenossen wegen erfolgen würde,und verlasse man sich daher tröstlich aus ihren getreuen Beistand und hoffe mit Gottes Hülfe diese Widerwärtigkeitstegreich abzuwenden A. Mühlhauscn (Original).