Juli 1523.
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zurückerstattet werde, so müsse er Hülfe suchen, um wieder dazu zu kommen, w. Weil aber die Eidgenossen guteNachbarschaft zu halte» begehren, so habe man den Herzog ersucht, in den diesseitigen Gebieten gegen Niemandetwas Thätliches zu unternehmen, indem man die Schuldige» strafen müßte. Hiennch hoffe man künftig vorsolchen Beschwerden gesichert zu sein, w. St.A. Bm>: Teuisch Misssm». o .k. r ?s.
Zu «I. Den Wortlaut des von den zwölf Orten an Uri erlassenen Mahnbriefes, dd. Donstag nach Ulrici(9. Juli), hat das Beruer Tcutsch Spruchbuch 333, 334.
Zu Ii (und »). Schwerlich irren wir in der Annahme, daß eine allgemeine Verhandlung über die Fortschritteder „neuen" Glaubenslehre diesem Beschlüsse vorausging. (Nur beiläufig sei der bereits erschienenen Schriftender Neuerer gedacht). Diese Vermuthnng wird es rechtfertigen, daß hier einige bezügliche Acten eingelegt werden.
1) 1523, 13. Juni (Samstag vor Viti und Modesti). Schuir),; au Zürich. „Vergangner tagen ist einerüwers Rats, ein metzger, zuo Einsidlcn gsin, allda im von einer lichtfertigen pcrson stwas unzierer Worten begegnet,uf meinig, als welltend ir von dem luterschen gloubcn nit stan, was man gegen üch fürnemen wurd w. So irstmlicher untüchtiger red durch üwern ratsfründ bericht, möcht(en) ir, als nit uubillich, ein groß mißfallen haben.Darzuo sagen wir tind verküudent üch, daß uns der Handel in trüwen leid, dann die person, so semlichs gethan,h"t dcß kein bcfelch gchept, hat uns (ouch) daran ganz mißdienet, dermaßen, so wir des Handels bas dann setzbericht, wcrdcnt wir gegen der selben pcrson handle» dermaßen, daß er spüren »messe, unrecht gethan haben, dannwir in keinem Unwillen gegen (üch) standen in theinen weg, snnder üch früntschaft, trüw und liebe zuo bewysen- - - sind wir ganz beging und geneigt", :c. St. A. Ziwch: A. RMgi-msschmähung-n.
2) 1523, 25. Juni (Donstag nach Joh. Bapt.) Zürich an Bern und Solothnrn. „Unser früntlich willigbienst, zc. zc. Uns ist-avarlich angelaugt, wie daß solle geredt und ir deß so vil bericht sin, daß ir und biderblüt daruf etwas gloubens setzint, daß die lutcrsch fach durch die, so damit umbgangint, und unser prcdicanten inunser statt dahin gebracht shg, dz wir die, so wir es gern tätint, nit mügint wenden, und sige etlicher in sinem"Inen hus nit sicher, sonder bedürfe dcrsclb, daß er ander zuo im ncmc, die mit Harnasch und gewerter Handwartind, damit im mit beschehe, und habe sich die fach also ingerissen, dz die unser» uf dem land weder zinsnoch zehcnden mcr wöltint geben, »nd syg ein söliche zwepung und zwitracht in unser statt und uf unser lnndschast,berglichen nie wäre gehört, das uns hoch und treffeulich verwundert und beschwert, angesehen daß an sölichem"ützit ist, dann wir und unser landschaft wol eins sind; es bedörfent sich ouch sonder Personen sölicher gestalt nitbesorgen, und nnserc prcdicanten predigent und lercnt nützit anders, sovil ivir wüssent und bericht sind, dann dashelig Evangelium und das so sy mit der göttlichen lere und der heligen geschrift mügent bewären, wie wir inen"nd allen Priestern in unser statt und landschaft ze tuond habent erkennt und befolhen, und beladent sich deSEuters nützit; dann wo st) anders tätind, wurdint wir es inen nit gestatten. Aber wir mügent wol gedenkenu»d ermessen, daß sölichs beschehe und bcschehen sygc durch die, so uns begerent nit besser lob ufzetrechen undlieber scheut unruow, so üch und uns, ouch sondren Personen darus möchte entstan, und so wir im on allenZwtzfel wüssent, dieivil ir nn also der warheit bericht sind, und daß gar nützit an obangezeigtcm fürgebcn nchbeschehen ist, daß ir dcß Zn merklich bedurcn und mißfallen habint, bittend wir üch zuo dem allerfrüntlrchistenund dem fchß, so wir prügent, ir wöllint uns und die unfern obgerüerter fachen halb also mit der warheit ent-schuldiget haben und niemas sölichs erdichten fürgcbens nützit lassen entgelten in keinen iveg, und insonderheituns bi disem Kotten in geschrift grundlich und eigentlich berichten, wie üch sölichs st)g angelangt, von wem undburch inen und wölicher gestalt, damit wir witer unser notdurft nach mügint handle», und uns dann mit verhalten,^eß wöllent wir uns zuo üch gänzlich versehen und dz mnb üch in glichem und andrem mit guotem willenstündlich verdienen." St. A. Zürich: Misstvm. — S«. A. Bm>: Kirchl. Angel-genheit-n.
3) 1523, 28. Juni (Sonntag vor Petri und Pauli). Bern an Zürich. Auswart. „Wir haben verstandenbn>er schriben uns setz gethan, . . . und ist nit ane, uns syc in landmttrswys angclanget das, so üwer schribcnzum teil meldet, und doch nit sölicher gestalt, daß wir daruf glauben haben gesetzt;, dann wir mögen müssen, wo«wer prcdicanten nnders dann gebürlichen handle», oder die üwern üch oder inen mit abzug der zechenden undM ander weg begegnen, daß ir söllichs durch üwer Vernunft und macht wol können abstellen; daß aber ir und