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Juni 1523.
(2) „Wend je ir jeh kome» von des fridens wegen, (so) wirt üch gleit erlangt von des Handels desfrides halb; der ansprach(en) halb iverdent ir nüt notwendig (?) sin ze tuon; aber si sagent darumb »it,daß ir deHein gelt söllent bringen in guoter summ, nit allein besundcr(n) lüt(en) ze geben, snnder für allander und offnen Hof zuo halten für essen dein brnch nach, ouch die (der) ansprachen halb zno stellen Verheißungund ander ding; dann all weit künnt nit daran sin noch üch verhüeten vor ansprachen; darumb so sagen si, (daß)ir »it on gelt söllent tomeu, so sind si gewiß, daß si mit dein gelt aller ding werden obligcn und werden lichtlichhie mögen bliben, onch in dem fall und Handel üch des Bischofs von Chur hus, onch der wirt zum Notenhusnit söllen (felcn?), der dann sölichs über sich nimpt. . .
(2) . . Herr Franz Zwingli ist hie; der wirt ü. f. g. schriben und spricht (Herr Jacob?), daß der gcincltZwingli ist ganz ivillig und bereit im fridcn und wirt das übrig alls tuon nne das so obstat; si sagen aberallsam(men), ir werdent übel hie sin on gelt, dann si die fach bessernt von tag zuo tag, und Herr Anshelm dercrklagt sich, daß ir noch keinen nftrag geben habeut gegen dem a(n)ninchtigcn bnoben (?); er danket üch ouchdeß, so üch gefallen hat sinem sun ze thuo».
(2) „Der sürtrag des sridens ist sasi gelobet von Herr Anshelmus, . . . und insunderheit daß ir dasselbig ha»^lassen drucken; dann es wirt dem gemeinen man bas gefallen, daß sömlichs lislicher sin wirk. Ich schicken üchdas recht original des fürtrags, so ich den gemelten Herren Hab fürtragen, darumb daß ich nit zit Hab, üch wyter(le 1 schriben. Die andern lang bries, die Herr Anshelmus lobt, wird ich üch by dem nächsten schicken oder ichselber bringen, dann wann ich antwurt Hab von den obgenannten Herren von Zürich, Hab ich mit wyter z»»handle»" . . . (Vgl. m N. 3 und 4).
Das Basler Exemplar hat die Ueberschrift: „Copy des briefs, so der Inndvogt im Thurgöw by eim kuabe«fuirden hat uf dem weg gen Costanz."
Zu (1 > ist zu bemerken, daß der Herzog von Mailand mehrere Jahre lang den Vermittler zwischen Züeick)und dem römischen Stuhle bildete in der Angelegenheit der Soldrückständc, welche Zürich von dem zweiten päpsi'lichen Feldzug im Jahr 1521 her zu fordern hatte. Au sich außer den Kreis der Abschiede fallend (wcßhalbauch die zahlreichen bezüglichen Acten im Zürcher Archiv beiseite gelassen sind), konnte dieses Geschäft, da es M'tdem vorliegenden, eigentlich unbedeutenden Schreiben nie die cidg. Ocffcntlichkeit gebracht war und als wichtigeAffaire behandelt wurde, hier nicht umgangen werden.
Zu Der Text des Erlasses nimmt den Inhalt des Rodels wie gewohnt wörtlich ans. Da derselbein den bezüglichen Abschieden (Band 111, 1. Ztr. 412?) fehlt, hier aber förmlich besiegelt wird und erheblichesInteresse bietet, so folgt er im Wortlaut (wobei die etivas moderne Abschrift ans den älter» Gebrauch zurück-geführt wird).
„Zu dem ersten, daß ganz gemeinden, jung und alt, arm und rych, der Höfen im Nhyntal, uawlick)Altstetten, Marpnch, Bernang und Balgach umb willen si) und ir uachkummcn dester bas blybcn und by ei»'anderen wonen, onch ftüren, reiskosten und ander bcschwerunge dester ringer ertragen und nßrichtcn mögen,einandcren einhclliklich, wolbedacht, fridlich und willcnklich, onzwungen (und) ontrungen, umb deß beste» >"'diro nachkommen nuh und eeren willen usgenomen haben und ingangcn sind, also daß nieman in den obgeuauutr»vier Höfen, und so wyt die mit irem krcys und marcheu begriffen, gesessen, hinfür zno ewigen zyteu keius s>"gelägcn guot, iveder das groß »och das ktei», ivie das den namen hat, harinne gar nichts nßgenommcn, vcrkoufe^vertuschen noch in anderm schyn übcrgäbcn soll an kilchen, pfrücndeu, klöstcr, spitäl oder siechenhüser, noch dhciR"zins darnf noch darin machen noch sehen, ouch jenen söliche güeter weder umb pfrücndeu noch umb lybdingfüegen, verschrybcn, noch in dheiner wys noch iveg undcrwürfig machen anders, dann wie nnderschcidcn ist, dchpsöllich köuf, ob die bcschähend, oder in andern stucken, wie der artikel das uswi)ßt, »it ecwig sin, sundcr ablöl'S'also wann die vcrköufer, ir erben, ir eewig nachkommen und sust mänklich, in den obgemelten Höfen gcsess"''Ivöllend söllich lösung thnon oder widcrkouf, daß si das wol mögent thuo» on allermänklichs widerspreche»,der maß, daß sy fünf erbar mann, die weder gewünn noch vcrlurst daran habind, und uupartyisch sye», da>Z""sollind ziehen, und wie die by ircn gcschworncn eideu sölliche güeter schchend und wertend nach landläufig^dingen, also soll die losung und widerkouf beschächen. Und wer sölliches, als obstat, übersehe und darwidcr thäte,