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Juni 1523.
mächtige Aidgnossen in ewcrm lnnd zuo blybcn enthalten sollen, so ist doch diß ainigc ursach, so euch nit unbillichbewegen soll, diewyl ir sehen allenthalb den Türken wüetend und in uns übrigen cristen mit klaffenden zänenwüetend, ist im nit also, darmit wir ainmal vergangne fachen bedenken. O ir strengen Herren die Aidgnossen,vergangcs jnr sind euch fürgeschlagen guote mittel des frids, ist im nit also; erlich Pensionen hätten ir möge»erlangen, allain daß ir in cwren landen bliben wären. . . . Ir haben abgeschlagen fründschaft gar nach allerfürsten, die fach stuond in cwer Hand; noch hätten ir ougen und gesahen nit, orcn und wollten nit hören, w»habent euch gepredigt ain erlichen frid, wissen aber nit, was böser gaist genrsacht habe den krieg . . . Kummenals wider uf euch und die ewcrn, warlich wir glonbcn, daß in euch und cwer Aidgnossen von Himmel herabkumen sey ain göttlicher gaist, das ich waiß wie, wenig nßgenomen, mit ainmüetigem willen und gar nach ußainem herzen die übrigen schryen nach dem frid; uns ist auch nit unwissend, wie vil seyen, wiewol sy ewigkriegen angesehen werden geboren ze sein, noch dann uß heimlicher insprechung gott des Herren begeren und schryensy den gemainen frid. Hierumb habt ir als die Oberkail nit zuo beklagen, als ob ir ewers kriegsvolks nit mächtigsein möchten, wann sy jetz willig . . begeren anhaimisch ze sein, welche vor zeiten mit schwerem zorn ir nit habengemocht enthalten noch widerruofen. Wer wollt nit sagen, daß in discr menschen herzen wäre abgestigen der, stda ist ein snn des frids und der liebe? Die ding, so sich also haben, was wurde sein hübscher, hailiger undeuch loblicher, dann (daß) ainmal die fürgesetzten gemaincr Aidgnoschaft erstatten den gcmainen willen des volks,fürwar es ficht mich an, wie man und wyb, kinder und knaben schryen den frid, und ir die alten, wie wellent unit ainmal nit in cwer, sunder cwer verwandten willen bewillgen, hören ainmal onch ewer anredende kinder-die in den wiegen waincn den frid. Hören ir nit all tag singen, O Herr gib den frid in nnserm tag, wann ^ist dhain anderer, der da für uns strite dann du unser gott .... Allain bevor sind ir die Herren die Aidgnossen-welche B. H. glicher wys als das evangelisch schäflin in der ivücste zuo gemaincr schar nf seinen arlen, das Nmit erlichen gedingen, zuo widerbringcn mit fliß fürgenommen und bedacht hat, dcrselbig erfordert onch nit, damich mich vor euch gänzlich eroffne, von euch ain pündnuß, durch welche ir anriehen cristen fürsten wider cinereawillen durchächten, den oder aiir anderen ustribcn oder lands zuo vertryben schuldig seyen; diß ainigs bitt unbegert er, daß (ir?) durch annemnng des frids euch und ewer landschaft nutz syen und eweren nebcnmenschen kal»schaden zuofuegcn, dann allain, mann es euch geliebt, der kirchen land oder erdrich, so sein Hailigkait in ruowige>ainhab gefunden und besitzt mit erlichen vertrügen und bedingen, so jemands die selbigen (zuo) überziehen u»vergewaltigen understüendc, schirmen und helfen woltcn ^ . . . Damit ich ainmal zuo end kumm und mit de»>maister der Haiden under aim ivort vil begreif: O ir mächtigen, habent den frid und sind on Zweifel, gott ,frids und der liebe wirt bey euch sein. Uf disc fach des frids, so licht ist anzenemcn, bitten und crmaueneuch durch gotts willen, ir wollt (mir) nach ewer angebornen güetigknit und tugcnt mit frölichcm gmüet ivysliche'»rat geben, und unserem hailigistcn vatter dem Bnpst, wo es fuog hat, und mir solchs zuo begeren gebärt,schryben cwer mainung; so das geschicht, tragen wir ganz kam zwyfcl, es werde euch gemainen Aidgnossen Mgott und allen menschen zuo lob, nutz und seligkait erschießen. Das verlieh und geb euch der, uß dem, durch ^uud in dem alle ding sind; dem sei glori, eer und gemalt in cmigkait, amen." Sc. A. Lmmn «g. »bs-hi-d-, ». 2-
Zu «i» 1523, 16. Juni (Dienstag nach Viti und Modesti), Baden. Die Räthe gemeiner Eidgenosse» »Zürich. Der Landvogt iin Thurgau zeige an, daß Bin. Schmid und Jacob Grebcl auf einem Tag zu 1-»^ersucht worden seien, ihm zu berichten, wie Zürich diejenigen halte, die aus seinem Gebiete etwas in das Thumziehen, damit er sich bei dem Abzug des Gotthard vou Laudenberg darnach richten könnte. Da ihm diese Aus > ^noch nicht geworden, so ersuche man Zürich, solche sofort zu gebe», damit man dem eben anwesenden Vogtnöthigen Weisungen ertheilen könne. S>. A. Zürich- «. Thürs-"- ^
Zu I. 1523, 8. Juni, St. Germain cn Laye. König Franz I. an die Eidgenossen. Er vernehmeverschiedenen Seiten, wie der Gesandte des katholischen Königs (von Spanien) und einige andere Personentäglich bemühen, durch Versprechungen und Anerbietungen eine möglichst große Zahl von eidg. AngehM^.(snbxow) für jenen König zu gewinnen, um unter dem Scheine eines Feldzuges gegen die Türken "»en ' ^bruch zu Stande zu bringen, eigentlich aber um sie nach Mailand zu führe» und dieses Herzogthum mitzu behaupten. Wiewohl man nun glaube, daß sich die Eidgenossen durch solche Ränke nicht verleiten tM