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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Mai 1523.

und Antworten und Bewcistitel verhören und darüber absprechen und im Fall der Entzweiung einen Obmann zusich nehmen würden, bei dessen Entscheidung es dann bleiben müßte. Basel habe, indem es sich des Grafen Wilhelmgemächtigt, diese Meinung angenommen und zwei Verordnete bezeichnet; wenn nun der Herzog diesen Vorschlagauch annehmlich finde, wie man hoffe, so möge er seine Meinung beförderlich an Basel schreiben und seine Zusähenennen; dann werde er weiter oernehmen, was man diesseits beschlossen habe, zc. K. A. Basel: Mlssw».

5) 1523, 1. Juni (Montag nach Trinitatis), Mümpelgard. Herzog Ulrich an Basel. Antwort: GrasWilhelm von Fürstenberg habe die Herrschaft Granges, wozu er kein Recht besitze, mit Gewalt eingenommenund zur Entschuldigung bisher nichts anderes vorgebracht, als die ganz unwahre Behauptung, er habe wegenBlamont nie zum Recht gelangen können. Andere Herrschaften, die er angesprochen, seien nach langem Proceßan gebührenden Orten ihm abgesprochen worden, woran er sich aber nicht kehre. Obwohl sich derselbe so überdie Billigkeit hinwegsetze, wolle doch er (der Herzog) sich nach der geschehenen Unterhandlung derart verhalten,daß ihm daraus kein Vorwurf erwachse. St. A. Lucern: MW«» (C°pie)>

K) 1523, 3. Juni (Vigilia Corporis Christi). Basel an Lnccrn. Mittheilnng der Antwort des Herzogsvon Würtemberg über den ihm zugeschickten Abschied, mit Erzählung der bisherigen Verhandlungen. Rill'diesem Schreiben sehe man wohl, daß der Herzog in keine Gütlichkeit willigen, sondern seiner Freunde Rathsuchen wolle; da inzwischen der Stillstand zu Ende gehe, und dann vielleicht Unrath aus den Dingen erwachst'so bitte man Lucern nochmals mit freundlichem Ernst, mit seinem Burgernoch heutzutage" zu reden und ih»zu vermögen, dem in Lucern gemachten Abschied nachzukommen, oder mindestens zu eröffnen, wie es die Sachenbetrachte, damit Aufruhr und Unfrieden verhütet und besonders zwischen den drei Städten brüderliche Einigterhalten werde ... Bitte um verständliche Antwort bei diesem Boten. St. A. Luc-rn: Misswen. .e. A. Basel: MW»-».

7) 1523, 6. Juni (Samstag nach Corporis Christi). Basel an Bern. Kurze Erzählung der bisherigenBemühungen der drei Städte, den Streit zwischen Herzog Ulrich und Graf Wilhelm gütlich auszutragen.nun die gesetzte Frist von drei Monaten binnen acht Tagen ablaufe, und der Herzog keine Willfährigkeit »»freundlichem Allsgleich zeige, sondern Thätlichkeiten befürchten lasse, aus denen ein Landkrieg entspringen möchteder auch gemeiner Eidgenossenschaft uulcidlich wäre, so stelle mall hiemit die ernstliche und freundliche Bitte, dc»andern Orten beförderlichst einen nahen Tag in Bern zu verkünden, besonders aber denselben den beiden Parten'»anzusagen, mit dem Begehren, daß inzwischen nichts Unfreundliches vorfallen dürfe, ?c.

8) 1523, 7. Juni (Sonntag u. Corp. Chr.). Basel au Graf Wilhelm. Infolge seiner kürzlich mitHe!»>GMeltinger und Jacob Meyer gepflogenen Unterredung habe mau Bern um Ausschreibung eines eidg. Tages ersn )und wolle dann dessen Antwort in Eile melden; deßhalb begehre man, daß er sich einstweilen nicht außer Lau ^begebe. Von Lucern sei heute früh das beiliegende Schreiben eingegangen, und hienach wünsche man, daß er»den ganzen Handel beförderlich schriftlichen Bericht erstatte, damit man die Eidgenossen zu verständigen wissi,

7) und S) in, K. A. Basel: MM-"'

9) 1523, 10. Juni (Mittwoch nach Medard!). Bern au Lueern und Solothnrn. Man vernehme, !von Lucern, Basel und Solothnrn zwischen dem Herzog von Würtemberg und dem Grasen von Fürsten s -gemachte Vertrag in Bälde erlöschen werde, und die von ihnen auerbotene weitere Vermittlung bisher '.r,Folge gehabt, sodaß Unruhen zu besorgen seien, die für die ohnehin mehr als genug beladenen Eidgenossen schawerden könnten, ?c. Darum werde man den diesseitigen Boten zu der Jahrrcchnung in Baden Vollmachtdahin zu wirken, daß ein freundlicher Tag bestimmt und beiden Parteien verkündet werde, auf welchem ma» ^Mittel und Wege zu gütlicher Ausgleichung suchen würde; deßhalb schreibe man anch den beiden Herren > ^bitte sie dringend, nichts Unfreundliches gegen einander vorzunehmen, sondern die Verkündung ab dem TagBaden zu erwarten, ?c. Das melde man in der Meinung, daß die beiden Städte an ihren Burger, den

mit glUchcm Ansinnen gelangen können, und hoffe davon guten Erfolg. St. A. Bern: zuns-h Miss. i>. c. ^

10) 1523, 10. Juni (Mittwoch nach Medard!). Bern an Basel. In gleicher Sache, mit Bezugnahmeobige Schreiben, und im Wesentlichen gleichlautend. ^

11) 1523, 11. Juni (Donstag nach Medard!). Bern an den Herzog von Lothringen (Würtemberg^ "den Grafen von Fürstenberg. w. u>. e. nw v. w».