Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
276
Einzelbild herunterladen
 

276

April 1528,

R3T

Mern. 1523, 26. März bis 1. April? (Donstag vor dein Paluitag s>).

Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede (Z. 2. 5.122. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 8, toi. 222. Tschud. Abschiede-Sannnl., Bd. 5, Nr. 74.

Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede >V. p. II. Abscheide sine Katltonsarchiv Basel: Abschiede toi. 7. Kantonsarcinv Areiburg:

Abschiede, Bd. 143. Kantonsarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. XII. Kantonsarchiv Schaffhausen: Abschiede.

Gesandte: Frei bürg. (Dietrich von Engelsperg, Schultheiß). (Andere nicht bekannt),t». Jeder Bote kennt den Auftrag an den Landvogt von Neuenbürg, den Priester, der die Leute vonCortaillod mit dem Banne beschwert, gefangen zu nehmen, wo er ihn findet, und auf dessen Habe zu greifen, biser dem Abschied von Baden nachkommen will. Es wird auch an den Bischof von Lausanne geschrieben, (er möge)diesen Priester abweisen und die von Cortaillod des Bannes entledigen, damit nicht nöthig werde, sieanders"zu versehen. I». Da bisher über den Tag der Nenenburger Jahrrechnung Mißverständnisse gewaltet, so hatman beschlossen, dieselbe fortan vom letzten Sonntag im Mai an zu halten, v. Dem Rudolf Rahn wird aufsein Gesuch eine Fürschrift an den König von Frankreich ertheilt, deßgleichen an den Grandmaitre, seiner An-sprachen halb, die ihm mit Urtheil und Recht zukommen. «R. Die Botschaft des neu erwählten Bischofs undder Landschaft Wallis berichtet, daß die Bestätigung durch den Papst noch nicht erfolgt sei, und zwar auf Be-treibeil eines Kardinals, der das Bisthum erlangt habe; deßhalb stellt sie das Gesuch, wir möchten uns bei deinPapst und den: König von Frankreich in der Sache verwenden. Das hat man ihnen gewährt, v. 1. Heim-zubringen, was der Vogt von Lauis in Betreff des Bernhard(in) Moresin geschrieben; er hat ihn nämlich aufschriftliche Verweildung deren von Schwyz und gegen Bürgschaft der Haft entlassen. Dazu stellt die Botschaftvon Schwyz die Bitte, zu bedenken daß Moresin alt und ihr Landsmann sei und keine bösen Unitriebe gemachtoder Unruhen gestiftet habe. 2. Da nun Schwyz den Eidgenossen zu Gefallen wieder in die Vereinnng mitFrankreich getreten, so wird bemerkt, es sei hierin auch nicht zuentehren", und beschlossen, den Handel heim-zubringen, um auf dem nächsten Tage Antwort zu geben. 3. Indessen ist dem Vogt zu Lauis geschrieben, ersolle den Moresin in Eidespflicht nehmen, sich nicht zu entfernen, sondern weiteren Bescheid zu erwarten. L Dader Bote von Zürich über die Angelegenheit der 17 Hauptlente wider Erwarten nicht instruirt ist, ob dasselbemit den andern Orten zum Recht kommen will, so hat man demselben aufgetragen, das geäußerte Bedauernheimzubringen lind auf dein nächsten Tag entscheidende Antwort zu geben; geschähe das nicht, so wäre mangenöthigt, sich weiter darüber zu berathen. K. Heimzubringen das schriftliche und mündliche Gesuch des Königsvon Frankreich, durch eine gemeineidgenössische Abordnung Zürich nochmals zu bitten, der Vereinung beizutreten.I». Nach Anhörung einer Botschaft des Grafen von Arona und des Berichtes Ammann Beroldingers von Un,der seinetwegen (im Namen der Eidgenossen) mit dem König unterhandelt hat, wird dem Grafen erwidert, manüberlasse es ihm, ob er des Königs Anerbieten annehmen wolle oder nicht, sei jedoch der Ansicht, es sei ihmjener nicht übel begegnet. Es wird auch beschlossen, dem König und den? Grandmaitre zu schreiben und ihm»zu danken für die Gnaden und Ehren, die sie demselben erwiese» haben. I. Nachdem das Kloster St. Urban,von einer großen Fcnersbrnnst betroffen, einen neuen Kreuzgang wieder aufgebaut und jedes Ort um ein Fenst^in denselben ersucht hat, ivill man dieses Gesuch heimbringen, da die Boten hierüber nicht instruirt si»^k. 1. Die Gemeinde zu Lauis beklagt sich weitläufig über Hieronymus Moresin (den jüngern) und ftin^Genossen, wie er sie betrogen und das Ihre veruntreut habe. 2. Da die Gegenpartei dies einfach läugnet, u»dMoresin sich schlecht verantwortet, so wird erkannt, es sollen die Beiden sofort aller Aemter entsetzt, Andere dazu