März 1523.
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und billiger Nachgiebigkeit solle es seinerseits auch ferner nicht fehle». Wenn aber Graf Wilhelm oder jemandanders, der sich dessen belüde, ihn von seinen göttlichen Rechten dränge» wollte, so bitte er mn getreues Aufsehen, ?c.
St. A. Lucein: A. Würtem^evg.
9) 1523, 14. März (Samstag vor Lätarc). Solothurn an Lnccrn. Mittheilung von Schriften thcils vondem Herzog von Würtcmbcrg, theils von diesseitigen Anwälten ans dem (mit Lnccrn) zu Mümpclgard gehaltenen
zc. St. A. Lucern: Missiven.
10) 1523, 13. März (Montag nach Lätarc). Bern an Solöthnrn. Eine Botschaft der Erzherzogin Mar-garetha und der Grafschaft Burgund haben hier in langem Vortrag angezeigt, wie der Herzog (Ulrich) vonWürtembcrg Anstalt treffe, de» Grafen von Fürstenbcrg mit Hülfe von Solothurn zu überziehen und gewissePlätze einzunehmen, die von jeher der Grafschaft zugehörig gewesen, was aber der Erbcinung Abbruch thätc,wcßhnlb sie dringend bitten, sie vor Gewalt zu bewahren; wenn der Herzog.von Würtembcrg Ansprachen habe,so anerbieten sie ihm gutes förderliches Recht. Wiewohl man nicht glaube, daß Solothurn solche Dinge vorhabe,so stelle man doch in Betracht der ohnehin bcsorglichen Zcitläufe die hochgeflissenc Bitte, daß eS den Herzoganhalte, gegen die Grafschaft nichts Unfreundliches vorzunehmen; es möge bedenken, welche Beschwerden undVorwürfe es zu erwarten hätte, wenn die Eidgenossenschaft um jenes seines Burgers willen in einen tödtlichenLandkrieg verwickelt würde, und solches wie billig verhüten, zc. St. A. Bc>n: Teuis-h Missiven, i>. e. iro o.
Laut Rathsbuch wurde an den Herzog „gliche Meinung" geschrieben.
11) 1523, 13. März (Montag nach Lätarc). Lucern an Solothurn. Antwort ans dessen Zuschrift wegendes Herzogs von Würtembcrg'?c. Man hoffe noch immer, daß ein Mittelweg gefunden und der Handel zurRuhe gebracht werde, und was der deßhalb abgeordnete Schultheiß zum Vorthcil des Herzogs beschließen helfe,lasse man sich gern gefallen; man schreibe das dem Herzog im Namen beider Städte und wünsche, daß es ihm
WvHl gehe, ?e. K' Solothurn: Lucerner Schreiben I.
12) 1523, 19. März (Donstag nach Lätarc), um 12 Uhr. Basel an seine Bote». „Uewer schribcn antreffendRe Handlung zwüschen dein Herzogeil und dem Grafen haben wir verlesen und ein groß bedurcn, daß sich der^raf so liederlich zur fach schicken thuot, mögen aber achten, er dürfe uit nnheimsch komm, dunst er des gclts(halb) in mangel stand; harnmb so will uns (bösers zuo vermiden) gefallen, daß ir des Grafen anwäldcn znoKerstan in geheim geben mögen, so die fach jenen uf fridliche bau sich richten wöllt, daß wir dann den Grafenals unsern burger an vis oder viijm gülden nit lösten wellen, doch mit Versicherung der bürgschaft, nämlich GrafRuodolfen von Sulz, Graf Fridrichen, sincr gnaden bruodcr, Mclchiorn von Rynach und Pcterman von Eptingen,uns vormals (als ir wißt) vom Grafen Wilhelm anzeigt." Auftrag zu fernerer guter Bemühung.
13) 1523, 23. März (Donstag vor Palmarum). Basel an Herzog Ulrich. Ausdruck der Hoffnung, daßdie angefangene gütliche Unterhandlung zum Ziel führen werde. Deßhalb ersuche man ihn, bis zu der festgesetztenZeit bei Hause zu bleiben; wenn er aber dringend veranlaßt wäre, außer Landes zu gehen, so begehre manernstlich, daß er vor dem Wcgrciten hichcr käme, da man Dinge mit ihm zu «besprechen habe, die der Sache"icht „ungcstaltsam" sein dürften. »>.d -») '>» K. A. B-s-r - Missiven.
14) 1523, 23. März (Samstag vor dem Palmtag). Basel au Lnccrn (dcßgleichen an Solothurn). Vondm Boten, die mit denen von Lnccrn zu Mümpclgnrt zwischen dem Herzog von Würtembcrg und dem Grafenvon Fürstcnbcrg unterhandelt, habe man nicht ungern vernommen, daß ein dreimonatlicher Stillstand gemachtworden sei, in der Hoffnung, daß mit Gottes Hülfe und Zuthun guter Freunde mittlerweile ein Austrag ver-mittelt werde, wozu man diesseits gerne mitwirken wolle. Weil aber die genannte Frist bald verflossen sein werde,so bitte man um schriftlichen Bericht, wann es Lucern gelegen wäre, die Sache an die Hand zu nehmen unddrßhalb Tag zu bestimmen, auch anzuzeigen, wie es verfahren und wen es beiziehen möchte; man werde es angutein Willen nicht fehle» lassen, ?c. In gleichem Sinne habe man an Solothurn geschrieben.
K. A. Basel: Missiven. — St. A. Lncern: Missiven.