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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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October 1522,

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verhandelt haben; einer von Basel habe ihm als Dolmetscher gedient; ein Priester von Zürich, geschickt im Latein,sei immer da gewesen; Felix Grebel habe seinenledigen" Sohn für des Herzogs Hof empfohlen, wenn es einmal» Frieden gäbe; endlich daß der Herzog die zürcherische Botschaft, die vielleicht dnrch Mailand komme, freundlich

behandeln möge. Weiter hat er nichts bekannt.

St. A, Zürich: A, Mailand. St. A. Bern: Abschiede, I, p. 869871, St, A, Lucern: Abschied-, o, l.

Zu i». Den Sachverhalt erfährt man nur aus der folgenden Missive:

1) 1522, 10. October (Freitag vor Galli), Lucern. Die Boten gemeiner Eidgenossen schreiben an Zürich:Uf hüt ansang diß tags haben wir vernomcn schriftlich von üwern und unfern lieben Eidgenossen von Schaff-husen, wie sich nächst verschiner tagen ein ufruor erhebt Hab uf der nachkilchwihi zuo Hilzingen, da dann dievon Stüßlingen (unfern Eidgnossen von Schnffhusen zuogehörend) ouch gsin sind; habend die Dwielischen ufsy angriffen, und aber sy beid geginen cinandcrn bygestanden und zuogriffen solicher gstalt, daß st) einen abDmiel umbbracht, vier gefangen und gen Stockach gefriert, darzuo zuo beiden teilen vil verwundt, und so nunhierus größer unruow ze besorgen und sölichs zuo fürkomen dhein beit haben will, so haben wir vor allen dingendiß fürgenommen und geratschlagct, daß ir unsere lieben Eidgnossen snmpt denen von Schaffhusen, als dennächsten, üwer botschaft hinus ordnen söllind angcnds, und den Handel zuo Schaffhusen, wie sich der erhebt,gruntlich zuo erkonnen, und daß (ir) üwer botschaft uf nächst künftig Sant Gallen tag nachts zuo Schaffhnscnan der Herberg habint, und ob not sin wurd, wyter verfertigen gen Dwiel, hierin zc handlcn," ?c. :c.

Der von Schaffhanscn gegebene Bericht fehlt; dagegen liegt der an dasselbe gerichtete Auftrag vor:

2) 1522, 1V. October (Freitag vor Galli), Lucern. Gemeiner Eidgenossen Räthe und Sendboten schreibenan Schaffhanscn, zur Antwort auf dessen schriftlichen Bericht über denAufruhr" zu Hilzingen: Weil die Sachekeinen Verzug ertrage und man bei gegenwärtigen Läufen solcher und anderer Händelnicht bedürfe", so habeman Zürich schriftlich beauftragt, auf Galli (16. d.) seine Botschaft nach Schaffhausen zu senden und mit einemVerordneten von dort zur Verhütung von Unruhen in diesem Geschäfte zu handeln, ?c. Archiv Schafshausen: Corr-sp.

3) 1522, 15. October (Mittwoch vor Galli), Wolf von Honbnrg zu Mellingen mit Adam und WolfDietrich von Honburg, an Zürich. Auf denguten Tag" nach St. Franciscus Tag (8. October) sei Abends bei derHeimkehr von der zu Hilzingen gefeierten Nachkirchweihe, an welcher die Nachbarn von Thayngcn, Stüßlingen,Twiel ?c. freundlich theilgenommen, wegenüberflüssiger belndung des wins", einUnHandel" zwischen den Tüftelernund Stüßlingern ?c. begegnet, und dabei ein Twicler entleibt worden. Da diese That vermnthlich weit erschollen,und daraus vielleicht ein Verdacht gegen die Herrschaft geschöpft werde, der aber die Sache wahrlich leid sei, sogelange hiemit an Zürich die freundliche Bitte, wenn die Leute von Stüßlingen bei den Eidgenossen verunglimpftwürden, die Sache zum besten und friedsamsten Ausgang schieben zu helfen, damit den armen Leuten kein Unwillebewiesen und ihre Verantwortung auch gehört würde, ?c. w. St, A, Zürich: A. Hegau,

Ueber die Verrichtungen der abgeordneten Botschaften ist nichts aufgezeichnet.

Zu >'. lieber diesen Gegenstand liegen folgende Acten vor:

1) 1522, 4, August (Montag vor Oswaldi). Basel an Uri, Ansuchen um Ledignng der 55 BallenKaufmannsgüter, die dort in Beschlag genommen worden, da diese laut wahrer Kundschaft nicht für den Feindbestimmt, sondern dem Thomas Barillo von Schawatz aus Piemont zugehörig und durch das eidg. Geleit für dieKausleute gesichert seien, ec. K. A. Basel: Mtsswen.

2) 1522, 5. August (Dienstag Oswaldi). Basel an Lucern. Die von Uri haben 55 Ballen Kanfmanns-güter, vermnthlich in dem Glauben, daß solche den Feinden seien, (niedergeworfen); man vernehme aber, daßdieselben dein Thomas Barillo von Schawatz im Piemont gehören; daher bitte man Uri, diese Güter freizugeben,und ersuche nun auch Lncern, sofern dieselben in sein Gebiet kommen, sie weiter gehen zu lassen, damit der guteMann nicht abgeschreckt werde, jene Straße zu brauchen. St. A, Luc-m: Misswen.

3) 1522, 13. October (Montag vor Galli). Lncern an Zürich, Freiburg, Schaffhanscn, Appenzell (undandere Orte). Der arme Kaufmann von Schawatz in Savoyen, Zeiger dieses, habe sich ans dem letzten hiergehaltenen Tage beschwert, daß ihm in Uri sein Gut geraubt, vertheilt und zum Theil verkauft worden, und um