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244 Oktober 1522.
4) 1522, 25. September (Donstags vor Michaelis). Lncer» an Zürich, Schaffhausen (u. a. O.). Basel habesoeben gemeldet, daß ihm eine Citation (wovon Copic mitfolge) zugekommen, die es für bedenklich halte, und deß-halb die Ansehung eines Tages begehrt, der hiemit auf den 8. October in Lucern bestimmt und andern Ortenin gleicher Weife verkündet werde. St. A. Zürich: A. Basel. — K. A. Schaffhauftn: Comspondenze».
5) Aus der Basler Instruction sind noch folgende Stellen hervorzuheben:
„Als diser tag uf unser beger angesetzt ist, nämlich daß uns ein kciserlich citation zuokomen zc., da sollunser botschaft acht und erfarung haben, ob andern Orten derglich onch zuokomen wäre, und das sye oder nit,und dieselben wollen anruofen oder swigen, so söllei» doch unser Kotten fürfaren und von unser wegen handle»,nemlich von erst die keiserlich citation inlegen und hören lassen und daruf sagen, daß uns ungelegen sin wälle,solich gelt . . ze geben; wir werden auch das in keinen weg erstatten, sunder uns nit anders achten noch haltendenn wie ein ander Ort der Eidgnoschaft, die dann solicher uflegung und des,verde» vertragen syen, ...undsollen deßhalb nit anruofen um rat, wie wir uns halten sollen, sonder allein nmb hilf und Handhabung, daß einEidgnoschaft ... (uns) solicher besmerlicher inbrüchen vertrageil und abladen mögen. Wann es sich (aber) jemcrbegeben, daß ein gemeine Christenheit derglich wider die Türken oder ander ungläubig anscchen, und des heiligenNichs paner offenlich um solicher geschäft im feld fliegen, so haben mir keinen zwyfel, gemein Eidgnossen wurdensich alsdann ivie fromm cristen mit darstreckung möglicher hilf libs oder guots erzöigen und nit dahinden bliben;alsdenn wollen wir, ein statt Basel, onch gern und gnotwilliklich . . . ganz gehorsam sin". . .
Zu v, 2. Der Wortlaut des an das Reichsregiment erlassenen Schreibens findet sich abschriftlich im Baslerund Schaffhauser Exemplar; ungefähr gleichlautend wurde an den Kammerrichtcr und die. Beisitzer geschrieben.
Endlich möge der Uebersichtlichkeit wegen gestattet sein, auch folgende Acten noch anzureihen:
6) 1522, 16. October, Nürnberg. Kaiserliches Mandat an Schaffhausen, die erste Hälfte der ihm frühe»auferlegten Reichssteuer von 90 Gl. in vierzehn Tagen zu erlegen oder auf den 12. Tag nach Empfang diese»Mahnung vor Kammergericht zu erscheinen zc. — In llorso: „übcrantwurt Donstag nbents post Hilari A"
^15. Ann.). ' K. N. Schafshausen: Conespondenzen (Diuckformular).
F) 1522, 16. October, Nürnberg. Dasselbe an St. Gallen. Stadtarchiv St. Gallen.
Zu !>'. 1522, 2. October (Doustng nach Michaelis). Albrecht und Gotthard von Brcitcnlandenberg an dieBoten gemeiner Eidgenossen. Nach dem Abschied, den ihr Gesandter Hans Escher ab dem letzten Tage zu Luccri»des Abzugs wegen gebracht, wären sie zwar gerne persönlich erschienen, um in der Sache zu handeln; sie werdenjetzt aber durch andere Obliegenheiten daran verhindert und haben daher abermals den genannten Hans Esch»^beauftragt, die Forderung des Landvogtes abzulehnen und den nöthigen Bericht zu geben; sie bitten denselb»"gütlich anzuhören und nach weit berühmter Billigkeit zu entscheiden. St. A. Lucern: Mssivm.
Zu I. Inhalt des Verhörs mit Ciprian (dd. 16.—18. Sept.). Zuerst gesteht er, etwa vierzehn hg»vor dein letzten Johannistag aus dem Dienst der Florentiner, wo er Anführer der eidg.iiössischen Knechte gcivcs»»»'in seine Heimat zurückgekehrt und dann vor den eidgenössischen Boten zu Lauis erschienen zu sein, und zwar hChristoph Cortisella, dem in Lucern drei „Säume" in Beschlag genommen worden; dann habe er, sofort »hComo zurückgekehrt, durch seinen Bruder 1000 Gl. rh. erhalten von I>r. Hieronymus Morone, im Namen d»»'Herzogs von Mailand, was er dem Stnmpn nach Zürich bringen sollte; dies habe er auch ausgerichtet, sei ab»'dort drei Wochen lang aufgehalten worden, hierauf mit einigen Briefen Stampa's für den Herzog wieder >»" tItalien gegangen. Letzterem habe er im Auftrag des genannten Botschafters dringend angerathen, die eidgenössischUnterthancn in Ruhe zu lassen, indem mit der Zeit großer Schaden daraus entstehen könnte; ferner habe er s>"Stampa um'weitere Geldsendungen gebeten, da derselbe bedeutende Kosten habe mit Gastmählern und Gesch»"^"'(So sei ciucs Schuhmachers Mutter zu ihm gekommen mit der Bitte um etwas Geld für ihren Sohn, der Z"Baden von Thomas Stocker verwundet worden; dieser habe er dann 5 Kronen gegeben). Auch andere mündl» 1Nachrichten habe er zur Vermittlung übernommen. — Weiter gefragt, wer mit Stampa regelmäßig verkehre, g'er einen gewesenen Hauptmann Fridli von Glarus an, der aus seinem Lande verbannt sei, ferner einen Büch!»meister von Lucern und Einen von Z»»g, deren Namen er nicht mehr weiß, ebenso wenig, was sie n»ü