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September 1522.
2) 1522, 31. August. Haus Zoger, Commissarius zu Luggaris, au die Boten der Eidgenossen. DieSpanier seien nach Domo gezogen und haben heute das Schloß gewonnen; da früher die Absicht laut geworden,hieher zu kommen, so habe er etwa 6t1 Knechte aus dem Mainthal angenommen und auch etwas Mundporrathin das Schloß gebracht, was ihm sehr nöthig scheine; er möchte aber wünschen, auch deutsche Knechte zu haben.Der Graf von Arona stehe in großen Sorgen und bitte um Leute für sein Schloß „an" der Insel; er wisseaber, da er selbst Mangel habe, nicht zu helfen und bitte, ihn und die Seinigen nicht zu verlassen.
St. A. Lucern: Missiven.
3) 1522, 3. September. Ludwig von Dießbach, Landvogt zu Lauis, an die Boten gemeiner Eidgenossen ZULucern. Heute vernehme er als gewiß, daß des Herzogs Heer, 4—566V stark, mit vielen: Geschütz vor Leccoziehen wolle; jedoch hoffe er, daß sich der Hauptmann zu Lecco ehrlich behaupten werde. Die Nachbarn haltensich immer noch wie früher; ja sie wollen auch Korngülten und Anderes . . . nicht mehr wegführen lassen undhaben neulich Etlichen die Schiffe und Nuder weggenommen, über welches Verfahren Arm und Reich sich schwerbeklagen . . . Die Boten mögen die waltende Nothdurft gnädig betrachten, ?c. St. A. sm-m- Mtssi»-».
4) 1522, 6. September. Hans Zoger, Landvogt zu Luggaris, an Schultheiß und Rath in Lucern. Ant-wort auf den schriftlich gemeldeten Vorwurf, daß er die Absicht geäußert, bei der Ankunft der Spanier nusdem Schloß zu weichen. Von dem sei nie die Rede gewesen; wohl aber habe er, als die Boten der III Orteihm abgerathen, Knechte aufzunehmen, (verstimmt) erklärt, ,,st) sollend wüsten, ich well mich mit nüt nit dalan betretten," nicht in der Meinung, daß er weichen würde, sondern daß er auf alle Fälle Vorsorgen wolle(„gott geb, was sy rietend"). Das habe er auch gethan; seine Herren dürfen daher nicht fürchten, seinetwegen„hinderredt" zu werde»; da er Mehl in das Schloß geliefert, habe er das aus eignem Gut zu bezahlen ver-sprochen, wenn es die Eidgenossen nicht thäten; er glaube, seinein Eid gemäß gehandelt zu haben, wiewohler besorgen müsse, „ man heig duren dran ", und zwar mit dem Rath der Schloßknechte. St. A. L»«rn: Missiven.
Ein Schreibe» des Herzogs von Mailand, das ans diesem Tage vorliegen konnte, ist nicht mehr vorhanden-
5) Bemerkenswerth ist die Bern er Instruction (Absch. M p. 823): Für gemeinsames Schreiben an denHerzog. Da etliche Orte drohen, hinein zu ziehen und die Sache mit Gewalt zu rächen, so ist denselben vor-zustellen, daß damit der Krieg dein König abgenommen und der Eidgenossenschaft aufgeladen würde.
Zu I». Die noch erhaltenen Erklärungen der Orte legen wir in chronologischer Folge bei:
1) 1522, 13. September (Samstag vor Eraltat. Crucis). Zürich an Lnecrn. Auf den jüngsten Absch'^den Grafen von Arona betreffend habe man zu berichten, daß man demselben keine Knechte könne zulaufen lasst»,indem er in Betracht des vom Herzog gethanen Erbietens solcher kaum bedürfe. St. A. Luc-m: Missivm.
2) 1522, 15. September (Montag nach Ernlt. Crucis). Schwyz an Lucern. Antwort auf die Werbungdes Grafen von Arona. Man habe erwogen, daß durch die Umtriebe einzelner Personen (aus solchem Aufbruch)allerlei Unruhe und Schaden für geineine Eidgenossen erwachsen könnten, sodaß man in einen Krieg verwillellwürde, und daß man bei schweren Strafen verboten, zu irgend einem Herrn zu laufen, und sich darauf eR-schlössen, dem Grafen abzuschlagen :c., was man in guter Meinung anzeigen wolle. St. A. »ucem- Missivm.
3) 1522, 15. September (Montag vor Matthäi). Landammann und Rath von Glarus an Lucern.
sei nicht mit „großem Gewalt" verfaßt, um über das Begehren des Grafen von Arona Antwort zu geb^'und wolle weitem Bericht erwarten, ob eine solche Werbung nothwendig sei. St. A. Lucem- Missivm.
4) 1522, 16. September (Dienstag nach Eraltat. Crucis). Bern an Lucern. Antwort auf den Absch^betreffend den Grafen von Arona . . . „Und wie gern wir dem gcmcldten Herrn Grafen, so umb unser o>ll>willen umb land und lüt kamen ist, siner beger nach wollten willfarcn; so wir aber von hcnm Caspar (vonverstanden, daß sölich des Grafen von Arona anbringen den französischen anwälten fürgehalten und incagesellig sye, . . . dann zu besorgen, daß dadurch dem Küng sin auflag gebrochen, und wir dabp gedenken,wir Eidgenossen dem gedachten Grafen söliche summ knechten schicken, daß die selben uß ir ungehorsawCetwas ungcschickts anfachen und damit den krieg dem Küng ab sinen uf unser achslen und kosten wurden
dem vorzuosind, will uns zuo diser zit bedunken nit suogsam sin, söliche summ knechten dem gemeldten