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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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August 1522.

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Zu «I. 1522, 17. August (Sonntag nach U. L. Franc» T. i. A.). Niklaus Mnheim, Landvogt im Thurgau,an Hans von Goldcuberg zn Mörsberg. Vcrkiindung des Tages in Lucern, auf nächsten Dienstag, um beideTheile in ihrem bekannten Span zu verhören, dem letzten Abschied gemäß . . . sc sc. Mich: z>. Thmga».

Zu Ii. Aus der Basier Instruction ist zunächst folgender Artikel zn bemerken:

(1.)Wann Jero(nim)us Brnnncrs halb red gehalten wirt, so sag unser bott, daß wir Verwunderunghaben, daß in vcrgcß gestellt sye, was ursnch (ein) unwill von gemeinen Eidgnosscn zuo im erwachsen sye;denn es ist in vergangnen tagen vor gemeinen Eidgnosscn anbracht, wie einer zuo Bcllenz gcricht worden sye,der Hab verzechen, daß der gedacht Jcronimus im gelt geben Hab, daß er umb dieselben und andere floß, so einEidgnoschaft daselbs innen Hab, wie die ze givünneu und inzencmen möchten sin -c. Da wir solichs in demabscheid funden, und er uns um gleit geschriben, haben wir dieselb Meinung mögen bedenken und besorgt, wowir im gleit geben, daß wir gemein Eidgnosscn erzürnen wurden, deßhalb im das abgeschlagen und in an gemeinEidgnosscn gewisen"... Sodann

(2.)Wiewol die von Rotwil sich bisher gespcrt, daß wir by unfern fryheitcn nit bliben, sonder zc dringenunderstaudcn, vor inen ze erschinen, deßhalb wir noch in ir püntnuß nit bewilliget haben :c., nützit bester mindersoll unser bott daran sin und helfen raten, damit inen vor solicher aufcchtung hilf getan wcrd, wie es danngemeinen Eidgnosscn gefallen will.

(3.)Der bcgcrtcn fcnster halb sag unser bott denen von Swiz, daß wir das feilster in das rathusc zuoden Einsidlcu gern wellen bczalcn, doch daß die man, die unfern schilt heben, in ivyß und schwarz bekleidetwerden. Sodann wellen wir das fenstcr in der kitchen onch gern bczalcn, doch also, wann andere Oertcr onch>re fenster da haben. Und der kerzen halb wellen wir das wachs, so vil wir schuldig sind, fast und herzlich gernbczalcn, doch daß uns anzöigt werd, wie vil, so wellen wir das angends hinuf schicken." Vgl. Absch. 105 i.

K. A. Basel: Abschi-d-, k. 2S0.

108.

(Hleunforn). 1522, e. 22. August.

Abermaliger Versuch einer Bereinigung der streitigen Märchen durch Boten von Lucern, Zug und Glarns.

Da weder ein Abschied noch Acten über diese Verhandlung vorhanden sind, so verweisen wir auf Nr. 100und 105 li 1.

ION.

Uessinzona. 1522, 26. August.

Tag der III Orte Uri, Schivyz und Nidwaldcn.

Ein Abschied liegt nicht vor. Vermnthlich wurde für die drei Vogtcicn dieser Orte (->») Iahrrechnunggehalten. Hicr möge nun für ein und alle Mal die Bemerkung gestattet sein, daß die Abschiede dieserNechil»»gm erst im sechsten Jahrzehcnd beginnen. Vielleicht wurden bis dahin solche nicht häufig ausgefertigt.

Als I». mag folgendes Actcnstück figurircn:

1522, 26. August, Bellinzona. Die Boten der III Orte an LA. und Rath in Uri. Heute habe der Vogtvon Luggarus (LochariS") persönlich angezeigt und einen Brief gebracht des Inhalts, daß die Spanier, 800Alaun stark mit 6 Stück Büchsen, der Sage nach gegen Domo ziehen sollen,und noch gen Locharis." Darumschicken die Boten diesen Lauser und die beiliegenden Schriften, damit Uri nach Gutfindcn handeln könne.

St. A. Lucern: Ungebundene Abschiede.