August 1522.
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ii auS dem Berner, 11 aus dem Solothnrner Eremplar (sollte aber auch im Berner und Feeibmger stehen!).Zug hat nur :i—»' (das klebrige scheint verloren); der Glnruer Abschied reicht bis I; in fehlt im Berner,Solothuruer und Frciburgcr Eremplar; <> «, in-<» mangeln dein Basier und Schnffhanser. — Der BernerAbschied hat den Schlußsatz: „Der Stadtschreibcr von Bern soll diesen Abschied den Eidgenossen von Solothurnauch zuschicken oder zuschreiben."
Zu :i. 1522, 14. August (U. L. Frauen Abend M. Aug.). Ludwig von Meßbach, Landvogt zu Lauis, andie Boten der XII Orte in Luccrn. Antwort auf das Schreiben aus Einsicdeln, worin sie Bericht verlangen,woher es komme, daß die Landlentc von den Mailandern beschwert werden w. Sei diesseits ctivas Unfreundlichesgethnn worden, so müsse das vor Johanni geschehen sein; denn er habe bisher den erhaltenen Befehlen nachgelebt;ob die Angriffe auf Befehl des Herzogs geschehen, ivisse er nicht, wiewohl er bestimmte Nachricht habe, daß derHerzog die Ausfuhr des Korns verbiete; wie erträglich das sei, mögen die Boten in Gnaden bedenken, da essonst theuer genug sei . . . Si. A. L»-°r» - Misswe».
Zu 1», 1. Näheres geben folgende Acten:
1) 1522, k. August, nur Vesperzeit. Ludwig von Meßbach, Landvogt zu Lauis, an die Boten gemeinerEidgenossen (in Luccrn zu öffnen). Sie wissen, was ihm des Ciprian halb befohlen worden, und was er daraufgeschrieben. Nun habe er denselben, da er in dieser Stunde hichcr gekommen, gefangen, durchsucht und die bei-liegenden Schriften ans ihm gefnnden, werde ihn auch bis auf weitem Bescheid behalten. Sein „Paecct", dasmit dem Siegel von Franz Stampa verschlossen gewesen, habe er geöffnet, in der Vermnthung, daß derselbe die„rechten" Briefe andern Personen übergeben haben möchte, da Alcrander, des alten Kapfmanns Sohn, und eindeutscher Kaufmann von Ulm mit ihm gereist. Da sich „die fünf Briefe" bei ihm gefunden, habe er die zweiGefährten weiter ziehen lassen und ihnen die übrigen Briefe... zugestellt. Die Nachbarn halten sich noch immer,wie er früher geschrieben ... S.. A. L»cm. -. Missw-».
2) 1522, 24. August (Bartholoinäi). Ludwig von Meßbach, Landvogt zu Lauis, an die Boten gemeinerEidgenossen (in Luccrn zu öffnen). Dem ab dem Vag in Lucern erhaltenen Befehl gemäß habe er den EiprinnMistlich ermahnt, zu gestehen was ihm an den Herzog mündlich zu bringen befohlen gewesen; darauf habe derselbetheuer geschworen, er hätte den Herzog ermahnen sollen, zu verschaffen, daß sich die Seinigcn auf dem See unddem Lande „tugcnlich" halten und den Eidgenossen nicht Anlaß zum Kriege geben; dabei habe er um Geld bittenMollen. Er werde nun den Ciprian noch weiter behalten. — Der Papst sei letzte Woche zu Genua „abgesessen",wo der Herzog von Mailand zu ihm gekommen, und ohne Kricgsvolk weiter nach Rom gefahren, lieber dieHaltung der Nachbaren sei nichts Anderes zu melden als vordem; das gestern Abend von dem Hauptmann zuLcec(o) empfangene Schreiben lege er bei und wolle nicht verbergen, daß er wünschte, nie hieher gekommen zusein, da er von Heimischen und Fremden Spott und Nachreden dulden müsse. Die Kastanien reifen zu spät,und das Korn theilcn die Nachbarn nicht treulich mit; das mögen die Boten bestens bedenken.
St. A. Luier»: Mission,.
Zu Ii, 2. lieber dieses Geschäft liegen folgende Acten vor:
1) 1522, 31. Juli, Zürich. Hans Kloter (Zürcher) an Konrad Hmnpis und seine deutschen Gesellen,desgleichen an Brando Dcserona (?), in Mailand. Zwei großenthcils gleichlautende deutsche Schreiben über diegegen den König von Frankreich gerichteten Rüstungen des Kaisers und des Königs von Engländer. De» selbehätte von den Eidgenossen gerne viel Volk; aber es sei nicht jedermann willig, weil er noch zwei Sölde st» denZug nach Mailand schuldig geblieben, und man besorge, er habe Mangel an Geld, ?c. ?c. (hrivate Geschäfte).
St. A. Zürich, A. Mailand (Luc-rner CopicZ. — St.A. Bern, Abschiede, M P. 84S—SbS. — «. A. Soloihimi, Abschiede, Bd. XI.
K. A. Schasshauscn, Abschiede.
- 2) 1522, 2. August, Zürich. Stampa an den Herzog von Mailand. Bericht über die Tngsatzung inBern (23. Juli), betreffend die französische Werbung. — Zürich habe dem Bnstaid geschrieben, es werde jedenversuch, unter seinen Angehörigen zu werben, als einen FrievcnSbrnch betrachten. Rathlos über den Widerstand,de» er bei drei Orten gefunden, sei der Bastard alsbald verreist (29. Juli), mit dem Versprechen, die Antwortdes Königs in sechs Wochen zu schicken, und in der Erwartung, die Eidgenossen werden sich inzwischen einigen.
SO