Juli 1522.
S7.
Uern. 1522, 9. (bis 13.?) Juli f. (Mittwoch nach Ulrici f.).
Staatsarchiv Ziirich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 5, Nr. 70. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, 1. p. 760. 787.
Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, v. 1. k. 346. Kautonsarchiv Zug: Abschiede, Bv. 2. Kautousarchiv Basel: Abschiede, k. 206.
Kantousarchiv Solothur»: Abschiede, Bd. XI.
Gesandte: Frei bürg. (Hans Ammann). Solothurn. (Peter Hebolt, Schultheiß). — (Die andernunbekannt.)
Das von Stampa ans dem letzten Tage zu Lucern begehrte Geleit wird demselben ans allerlei an-gezeigten Ursachen schriftlich abgeschlagen. I». Hauptmann Scherer von Nidwalden ist durch etliche Zeuge»,welche Lucern einvernommen, überwiesen, neben andern unanständigen Worten gesagt zu haben, er werde seinenguten Dienst behalten und um die Pensionierer sich nichts bekümmern. Nachdem man diese Kundschaften gehörthat, wird beschlossen, daß Scherer und wer irgend etwas an ihn zu fordern hatte, einander suchen sollen,wo der Beklagte wohnt; in jedem Fall will man weiter berathen, was mit Jenem zu thun sei. e. Da dieKnechte, die dem Papst und den Florentinern gedient haben, wegen ausstehender Sölde klagen und allerleiDrohungen hören lassen, wie sie sich an Kauflcuten und Andern bezahlt machen wollen, so wird für gut be-funden, das den Kaufleutcn ertheilte Geleit aufrecht zu halten und die Ansprecher von jeder Verletzung des-selben abzumahnen; dagegen will man schriftlicher Verwendung für ihre Forderungen nicht entgegen sein.«K. Michel de Plana von Lnggarus beklagt sich, daß er von Jemand wegen der „Ehestetter" seiner Hausfraurechtlich betrieben und mit bedeutenden Kosten beladen, und das Nrtheil, wodurch ihm das streitige Capitalsamt dem verfallenen Zinse zugesprochen, durch die Boten ans der letzten Jahrrcchnung umgestoßen worden sei-Deßhalb wird dein Eommissarius geschrieben, er solle versuchen, die Parteien mit Hülfe ehrbarer Leute zu ver-tragen oder, wenn dieses nicht möglich, beide an die Tagsatzung weisen. Nichts desto weniger sollen die Boten,die letzthin zu Lnggarus gewesen sind, Rechenschaft geben, warum sie jenes Urtheil geändert haben, v. JedemBoten wird die deutsche Ucbersetzung eines päpstlichen Brevc's in Abschrift gegeben. t. Der „Präsident" desHerzogs von Savopen meldet, daß Piemont von Prosper Colonna bedroht sei, und ersucht die Eidgenossen,um Rath, wie sich der Herzog bei einem etwaigen Angriff zu verhalten hätte. Ist heimzubringen. K. Dannhat man diesen Gesandten ersucht, dafür zu wirken, daß der Zoll zu Nyon (Newis und Niews zc.) nichtgesteigert werde, damit die Fuhrleute nicht genöthigt seien, andere Straßen zu brauchen, und das alte Her-kommen aufrecht bleibe. I». Ncmvard Göldli von Zürich, der sein dortiges Bürgerrecht aufgegeben hat und dasgeleistete Versprechen, keinen der „Ihrigen" wegzuführen, gehörig erfüllt zu haben glaubt, beschwert sich, daßnichts desto weniger dort ein Urtheil über ihn ergangen sei, das ihn unleidlich dünke, indem er seine Unschuldhoffe erweisen zu können, und bittet deßhalb die Eidgenossen nm ihre Verwendung. Demgemäß wird Ziirichersucht, dem „Reinwald" Göldlin sicheres Geleit und freie Verantwortung zukommen zu lassen. I. 1. Dadieser Tag hauptsächlich angesetzt ist, um dem König von Frankreich wegen der begehrte» Knechte Antwort zugeben, so werden zuerst seine Anwälte gefragt, wie die „vorverdienten" Sölde abgetragen, und wohin die6000 Knechte geführt werden sollen. 2. Der Grandmaitre verspricht die Bezahlung auf die nächste Lichtmeßund zwar auf Kosten des Königs in Bern oder Lucern, wofür derselbe Brief und Siegel geben und sein könig-liches Ehrenwort verpfänden werde; die Ansprecher mögen nur sogleich zur Abrechnung erscheinen, damit jedEweitere Anstoß vermieden werden könne. Dem Begehren, daß die Knechte nicht getheilt und nach Bedürfnis; mit