Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
207
Einzelbild herunterladen
 

Juni 1522.

207

durchaus zu besolde» wiedie IV Waldstätte". Da sie mm auf dem Zuge großen Schaden erlitten und sichZu Ehren der Eidgenossenschaft tapfer gehalten haben, ... so stelle man hiemit die Bitte, daß die Eidgenossenstch bei den französischen Anwälten für gleiche Besoldung verwenden, ?c. St. A.MMve».

4» 1522, 22. Juni (Sonntag nach Corporis Christi), Basel. Bischof Christoph an die eidg. Boten inÄicern. Er sei zwar bereit gewesen, wegen des Vertrags mn Pfeffingen seine Botschaft ans diesen Tag zu schicken,um dem letzten Abschied gemäß in der Sache weiter handeln zu lassen; in einen? hellte empfangenen Schreiben^biete sich aber Bern, nochmals gütliche Mittel zn suchen, mn die Späne mit Solothurn zu vergleichen, undHube, ans keinen Abschlag zählend, einen Tag in Solothurn angesetzt, den er zn besuchen sofort versprocheil habe,der Hoffnung, mit dem Handel zu Ende zu kommen; das möge das Ausbleibeil seiner Botschaft erklären.

St. N. Lucern: Missiven.

k.« 1522, 22. Juni (Sonntag vor Johannis). Oswald Toß, Landvogt zu Neuenburg, an die eidg.^uten (der XII Orte) in Lucern.Min nndertänigcn dienst, zc. x. Als dann vergangner zyr von eins pfaffcnhie zuo Nüwenburg mit dem landvogt Kerngärter von Schwyz große unrnow entstanden ist, dardurch erWer in knmer und liden wäre komm, und aber derselbig pfaff nf ein nüws sich widerstanden hat, ein ersameAchter oder frowen zuo beschißen, so des besten geschlcchts ist in discr grafschaft, und üivcrn gnoten gönnern undWienern gefründt ist; darzilo so hat er ein arme mctzen voll wins gefüllt und dannenthin dieselben geschlagenbnd nf der gassen geworfen, daß man vermeint, dieselb lvnrd sterbeil; und so ich denselben pfaffen für michGnomen und dcßhalb vermciilt sinem verdienen nach zuo strafen und nach brach üiver loblichen Eidgnoschaft inhalten abtretteil, größer» schadeil zuo vermidcn, mit rat des alten landvogts und andrer üiver amptlüt, da^°Uneint derselbig pfaff sampt siner früildschaft, ich Hab in nit zuo strafen, und deßhalb tratzlich an mich ttmnnen'^ut rnchen hnpigen ivorten, die mir den langen iveg kuni lidlich wären. Und so ich in üiver gnaden namen hieu, weiß ich kpin rat noch rucken zuo suochen dann by ü. g.; und damit sich ander sin gelich daran stoßen, istg. min früntliche deinüetige bitt, üch ivelle gefallen, mir geivalt zno geben, des gcdachtcil pfaffen pfrnond^Ulein andern erberen pfaffcil zuo verliehen und zno geben, angcsechcn daß dieselb pfrnond ü. g. zuogehörig ist,"ud dem Capitct hie zuo schribeil, mir harzno bpstand zuo tuond, so bin ich in Hoffnung, (daß) st) mir darzuo' '^ben verhelfen". . . Bitte um Bescheid bei dem Ucberbringer. S,.«. e»«r»- A. N-»enbu>.,.

Das Baslcr Exemplar datirt auf Mittwach nach Iah. Bnpt. (25. Juni).

K aus dem Beruer Abschied, dem dagegen e fehlt. Beide Artikel mangeln im Basler, Freiburger, Solo-thnrner und Schaffhauser Exemplar. Appenzell hat nur l; das Ucbrige ist verloren. In der Lucerner Sammlungbeginnt mit r ein neuer Abschied unter dem Datum Mittwoch nach Johannis Bapt. (25. Juni).

Zu I». Da diese Angelegenheit von Bedeutung ist, so legen wir einige der bezeichnendsten Acten bei:

1) 1522, 23. Juni (Montag vor Johannis Baptist!?). Mühlhanscn an die Boten gemeiner Eidgenossenw Lucern. Man habe letzter Tage von dem kaiserlichen Regiment zn Nürnberg und der Stadt Straßburgbeiliegende Briefe (K. Juni) erhalten und deßhalb den Entschluß gefaßt, diesen Tag zn besuchen, könne jetzt aberbringender Geschäfte wegen der Nathsbotcn nicht wohlcntwcscn"; da man beinebens vernommen, daß Basel undlindere Städte gleiche Schriften empfangen, so wolle man solche auch einsenden mit der gcflissenen dringlichen^itte, sie zn verhören und darüber guten Rath zu erthcilcn, damit in diesen Sachen nichts verwahrlost werde.' as Ausbleiben bitte man für entschuldigt zu halten und wichtige Beschlüsse mitzutheilcn, ?c.

St. A. Lucern: Missiven.

2) 1521, 27. November, Nürnberg. .Kaiserliches Mandat an St. Gallen, die Hälfte seines Anschlags(18V Gl.), nämlich 9V Gl., binnen vierzehn Tagen, bei Vermeidung einer Strafe von 4 Mark l. Goldes, nachFrankfurt oder Nürnberg zu entrichten, sc. :c. Besieg. Dr»ck.-Ex. >>» Stadtarchiv St. Gallen.