Juni 1522, 20
der Graf alle Pflichten gegen seinen Lehensherrn verletzt habe; der Herzog wünsche nichts ernstlicher, als derEidgenossen Freundschaft zu genießen, öbwol sie einen Theil seiner Erblande an sich gezogen haben, 2. ZweiBoten der XII Orte haben mit Anton von Leyva zu unterhandeln begert und dafür Geleit erhalten; der Herzoggedenke sie freundlich zu empfangen und ihnen seine guten Absichten zu beweisen, wenn sie zu ihm kommen.
In zwei Tagen solle ein anderer Läufer abgehen mit neuen Instructionen für Stampa.
St. A. Zürich: A. Mailand. Tschud. Docum.-Sammlung, Bd. VIII. Nr. 48. — St. A. Bern: A. Zürich I.
2) 1522, 14. Juni (Samstag vor Viti und Modesti). Zürich an Bern, Lucern (und andere Orte). Mit-theilung von heute empfangeneu Schriften, die dem Herrn Franz Stampa von dem Herzog (von Mailand)zugekommen, in deutscher llebersetzung ... St, A. Bern: A. Zürich I, — St,A, Luc-m: Misswen.
Zu Ii. 1522, 4. Juni (Mittwoch vor Pfingsten). Zürich NN die eidg. Rathsbotschaften in Lucern. 1. Nachdemman den letzten Abschied und den Bericht der Gesandten verhört, habe man nicht für nöthig erachtet, eine Botschaftauf diesen Tag zu senden. Nichts desto weniger theile mau hiebet die von den Regenten des Herzogthums Würtem-berg eingegangene Missivc mit, in der man eine „friedliche ehrbare Meinung" finde ... 2. Da die nach Frauenfeldabzuordnende Botschaft in einer Sache zu handeln habe, worin der dortige Landschreiber Partei sei, und mandoch eines Schreibers bedürfe, so möchte man rathen, einen andern zu nehmen, von Lucern oder Zürich, worüberman umgehenden schriftlichen Bescheid erbitte. S,, A, euc-r»: MW»-,..
Die erwähnte Zuschrift des Regiments in Stuttgart scheint verloren zu sei».
Zu I. Aus der im Texte angeführten Missive lassen wir die bemerkenswertheste Stelle hier folgen:
»Doleo oniiu suprumodum guod all muA»^ gs potmos d. v. venire von possim st pruesentiulitor bosolkestus kuoers, «um lloo moxims unimo mso sutiskusorst; sed postguum kosdsris striotissimu vinoulu, guuvjzgtmas ,1. V. et illos dowiuos msos simul ligant, st virtus sulvi souduotus mibi oonosssi sssurumMo rsääors non possuut, ut upsrts coguovi, äum rsäirem äs dietu proximiori prustsrita, bio ilzidsm eslöbratuall lurregum, non uudoo umplius eus udire, ns minus lioits et iususto guid mal! mild svsnirst prout inllivto roäitu svouisset in domiuio Auobsnsium, nisi aliguuli iudustriu vslooibus pussibus ms extra, dictumllowinium roospissom, et prokooto lluiusmodi male respondont tids!, amori st observuntius dominorumMoorum erAa liano inolitam nationsm. RoZo st obsssro msA«»» et potmas d. v., ut Providers dignentur,guod guan(do) rsvertar ad gas, possim seeura. msnts apud illas ssss; scio onim guod bllvstii, guibusaontigit irs 1'Iorcntiam vsl super sius dominio, non babont causam potendi salvos conductu« st suntgratlosissimo vis! öt rooepti. Valoant, SSt. St. A. Luccrn: A. ToScana sli>. U-berschu»g>.
Arauenfeld. 1522) l2. Juni f. (Donstag nach dem hl. Pfingsttag f.).
Lucerg: Allg. Abschiede, o. l. k. 333. Staatsarchiv Zürich : Abschiede, Bd. 8, k. 158. Tschad. Abschiedc-Sanlmluag, Bd. ü, Nr. 63.Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, 5'. p. 757. KantonSbibliothek ^reiburg: Giraid. Sammlung, T.III.
Ka»»to»»Sarchiv Tolothurn: Abschiede, Bd. XI.
^ag der X Orte. — (Es liegen zwei Abschiede vor, die einander ergänzen und nichts gemein haben; der^veite betrifft hauptsächlich die Constitution des Landgerichts u. dgl. Wir ziehen die beiden in der Reihenfolge^ ^tikel zusammen und lassen sie im übrigen selbständig auftreten).
^ ^ Hans Lienhard von Rischach bringt vor, er habe das Schloß Neuenburg (im Thurgau) von Hng^'^rich Landenberg erkauft, und bittet, ihn als Landsaßcn anzunehmen; er wolle dafür mit Leib und GutEidgenossen halten. I». Hans Stierli und Lienhard Schmutz, Burger zu Frauenfeld, verantworten sich^ chren Auszug nach der Picardie dergestalt, daß man sie für entschuldigt hält. «. Man hat einen Nach-