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Juni 1522.
was er thun solle; wenn „sie" kommen, so wolle er sie jedenfalls dergestalt willkommen heißen, daß sie sichdarüber nicht freuen dürfen ... St. A. Luc»»: Mpsiven.
Zu Ii, 1. 1522, 2. Juni (Montag vor Pfingsten). Landvogt und Rath der Grafschaft Toggenburg andie cidg. Boten in Lucern. Empfehlungsbrief für Hans Müller, der den letzten Zug in französischem Dienstemitgemacht, damit er die ihm zugesagte, aber nicht geleistete Besoldung erhalte, ?c. St.«. Luc-m: A. G>aubü»d-n.
Zu Ii, 8. 1) 1522, 5. Juni. Bern an Graf Ludwig von Arona. Antwort auf seine Klageschrift über dieGefahr, in die er gekommen. Man empfinde darüber großes Bedauern, habe aber, weil die Sache gemeine Eid-genossen berühre, die Beschwerde auf den nächstens in Lucern zu haltenden Tag verwiesen, um da gemeinsam Z»berathen, wie Hülfe geschafft werden könnte. St. A. Bern: ratet». MW»-», i.es».
2) 1522, 8. Juni, Locarno. Ludovico Borromeo (Graf von Arona) an die eidg. Botschaften in Lucern.Klage über die von Mailand ans gegen ihn eingeleiteten Erecutionen, die auf seinen Ruin abzielen, und Erörterungder Pflicht der Eidgenossen, ihm dagegen beizustehen, w. Creditiv für Petro Mantello.
St. A. Lucern (Italien. Original).
Zu Ii, 9. 1) 1522, 13. Juni (Freitag vor Trinitatis), Lucern. Die Boten gemeiner Eidgenossen an Zürich'
1. „Uf disem tag sind uns von Lowerts und Luggnris Warnungen von unfern vögten und botten, so setz da innen,zuokonnnen, die inhaltend, daß der Herzog von Bar, setz in Meiland, alle die landschaften, so zuo dem HerzogthuMgehörcnt, innemen wölke, und diser kurz vergangner tagen desselben Herzogen lüt by den vier schiffen, so uf einenmerkt gefaren warent, am wider heimfaren lüt und guot und alles, so darinnen gsin, uf dem Langcnsee genonie»und hinweg gfüert und sich uf dem selben see mit schiffen, gschütz und andcrm merklichen rüstcnt, und daby unsgeschriben, wo wir Eidgnosscn nit harzno thüegcnt, zuo besorgen sig, die armen lüt und landschaften, so »M'ennet dem gebirg habent, von unfern spenden überfallen und merkliche» schaden empfachcn wurdcnt. Zuo demmügent ir wol ermessen, wo sölich platz sölltend ingenomen werden, was schadens unS (cb wir die wider crobertend)beschechen möcht. Darum (haben) wir uf disem tag einhclliklich angsechen, ein zuosatz hinin gen Lowis und Luggarlszno ordnen, nämlich von denen Orten, so teil an den obgemelten landschaften haben, von jedem Ort fünfzig man»gen Lowerts und vier mann gen Lnggaris verordnet, die sich in mittler zit rüsten söllent". . . Begehren anZürich, seinen Thcil bis auf weitern Bericht auch bereit zu halten. 2. Anzeige von der Verhandlung mit demBoten des Grafen von Arona, mit dem Ersuchen, ihm in dem Fall, daß er auf dem nächsten Tage (Datum)Knechte begehrte, solche auch von Zürich ans zulaufen zu lassen. St. A. Zürich: A. Enn-tbtrg. V°gt->-»-
2) 1522, 18. Juni (U. Hergotts Abend). Zürich an die Boten gemeiner Eidgenossen in Lucern. Antivor!auf ihr Schreiben ab dem letzten Tage, betreffend den Zusatz nach Lauis :c. 1. Weil aber die Briefe von demKaiser und dem Herzog guten Willen zu freundlicher Nachbarschaft zu erkennen geben, scheine nicht nöthig, derzeitBesatzungen (dahin) zu verordnen, und bitte man, für einmal solche zurückzubehalten, weil bekanntlich solche Zusätzeden Gcgcntheil reizen, sich auch zu rüsten, und daraus leicht ein Anlaß zu Unruhen werde. Zudem reiten jetzt dieeidg. Boten nach Lauis und Luggarus auf die Jahrrechnung; denen könnte man befehlen, wenn von Seiten der>Mailänder etwas Feindliches vorginge, zu dem Herzog zu reisen und auf Erhaltung des Friedens hinzuwirke»,und im Fall der Gefahr den Obrigkeiten eilends Nachricht zu geben; so sei die diesseitige Botschaft instruirtman hoffe übrigens, daß den Eidgenossen weder dort noch anderwärts Ursache (zur Gegenwehr) gegeben werde,
2. Die Werbung für den Grafen von Arona betreffend wissen die andern Orte, daß Zürich bisher stillgesessen u»bden Seinen bei den schwersten Strafen verboten, jemandem zuzulaufen; dabei bleibe man und hoffe nicht >»^sibeunruhigt zu werden; man sei aber geneigt, dem Grafen durch gütliche Verwendung bei dein Herzog zu helfe»'und glaube, daß ihm damit besser geholfen werde, als mit andern Mitteln. Man habe diesen Tag nicht besuchtweil das empfangene Schreiben nichts davon sage, und gebe deßhalb die Antwort schriftlich . . . „Dann m^wir wüßtint, daß unser Eidgnoschnft zuo lob, ere, ruow, ufenthalt und guotem möcht erschießen und reichen, deßwärint wir willig und geneigt, weißt gott der allmächtig, der üch und uns in sincr huot Hab."
St. A. Lucern: Missiven.
Zu l. Hieher ziehen wir folgende Actenstücke:
1) 1522, 6. Juni. Der Herzog von Mailand an Stampa. 1. Vertheidigung gegen den GrafenArona. Er erzählt, warum er denselben als Feind behandeln müsse; den Eidgenossen sei nun vorzustellen, ^