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auf Montag nach dem Fronleichnamstag (23. Juni) nach Lucern augesetzt ist. 7. Inzwischen soll jedes Ort,das an den ennetbirgischen Herrschaften Theil hat, 5V Mann für Lanis und 4 Mann für Luggarns ausrüstenund bereit halten, um den gedrehten Angriffen zuvorzukommen. 8. Des Grafen von Arona Botschaft wirdgefragt, ob er Knechte begehre in seinem Sold; er erwidert, er wolle das heimberichten; jedenfalls könne er sienicht so gut besolden wie der König. 9. Zürich wird schriftlich eingeladen, wie die andern Orte eine AnzahlKnechte bereit zu halten. I. Nach Beschluß dieses Tages langt ein Schreiben von Anton Gerwer ein, desInhalts, daß der Herzog (von Mailand) einen Trompeter nach Vigogna und Domo gesendet, um diese PlätzeZu seinen Händen zu fordern. Infolge dessen hat man Wallis beauftragt, darauf Acht zu haben und imNothfall eine Besatzung dahin zu verordnen, damit die Plätze nicht aus der Eidgenossen Händen kommen.
Ii.» 1522, 11. Juni (Mittwoch nach Pfingsten), Lucern. Die Boten der zwölf Orte schreiben an Zürich,„linder anderm in üwerm schriben, den landschriber zuo Frowcnfeld berüercnd, (habend) wir vermerkt (sie), und^'»f so haben wir angsehen ein(en) nnpartyschen und darzuo verordnet den stattschriber von Baden, im (ouch)eignem Kotten geschriben, nngczwifelt, der ivirt von stund an sich gen Frowenfeld verstiegen." (Vgl. die Noteund den folgenden Abschied). St. A. Zari-hi «. Thurg-u.
I» 1522, 10. Juni, Zürich. Bernardinns Castellarius, florentinischer Gesandter, an die eidg. Boten inAcern. Bitte um schriftliche Zufertignng der ihm auf dem letzten Tage erthciltcn Antwort, zur Rechtfertigungseinen Herren, da er beförderlich die Rückreise antreten werde. St. A. km-m: A. T°sc-«,a.
IN. 1522, 14. Juni (Samstag vor Trinitatis). Bern an Venner Jsenschmid, Bote in Lucern. Auftrag^sur zn wirken, daß die Boten der Grafschaft Burgund vor gemeinen Eidgenossen gutes Gehör finde, und daßZugriffe des Königs auf jene verwandte Landschaft verhütet werden, in Betracht der Vortheile, die man dorther
zc. Sj. A. Bm, . Zeutsch Misstvm v. k. b? t>.
«I fehlt im Berner, Schwyzer, Basler, Freiburger, Solothnrner und Schaffhauser Exemplar. Der AppenzellerAbschied hat nur :» —«', <>, l°.
Zu »I, 1. Ueber dieses unbekannte Geschäft finden sich keine Aufzeichnungen vor; oder ist dabei an l> 9Zu denken? Den Tag der Verhandlung in Zürich nebst einer Antwort zu «12 gibt die folgende Missive an:
1522, 26. Juni (Joh. und Pauli). Zürich an gemeine eidg. Botschaften in Lneern. Das durch SeckelmeisterJörg von Zug an den kleinen Rath gebrachte Ansinnen, etliche Knechte, die „nächstmals" bei den Knechten vonandern Orten in Mailand gewesen, wieder zn begnadigen, habe man heute (vor dem großen Rath) verhört.Man würde in allen möglichen Dingen gerne willfahren; aber weil man mehr als einmal bei Ehre, Leib undGut verboten, zn irgend einem Fürsten oder Herrn zn ziehen, finde man ans vielen wichtigen Gründen desGehorsams wegen nicht gcrathen, die weggelaufenen Knechte straflos zu lassen, werde daher in der Sache weiterhandeln und jeden nach seinem Verdienen bestrafen. Die Eidgenossen können selbst einsehen, wie nachtheilig es^er Obrigkeit wäre, wenn sie so „schimpflich" verführe, und ivic die bisher Gehorsamen! dadurch auch zumUngehorsam verleitet würden . . . St.«. L»c-r»! Misstvm.
Zu A-. 1522, 8. Juni (Pfingsttag), „ein stund vor mittag". Thomas Schmid von Solothurn, LandvogtZu Luggarus, an die Boten der XII Orte in Lneern. Gestern habe ein spanischer Furier zn Bolnnz (Pallanza)uuf dem Markt den Leuten von Lnggaris und Aseona ein belndenes Schiff weggenommen und es mit Gewalt"ach Arona geführt, mit Hülfe von Knechten in des Herzogs Dienst, die er zu Bolanz unterhalte; das sei in derKtzten Woche auf dem Langensee außerdem zweimal geschehen. Darüber beklagen sich die Leute sehr, da sie nichtwissen, woran sie seien. Die Herren wissen, mit was „Macht" er hier sei; das Volk sei wohl fromm, aber „zuder Wehre" nicht gut; daher mögen sie bedenken, wie sie solche Angriffe abstellen; denn es stehe zu besorgen,^uß man an „ihnen" keine Nachbaren habe, wie der Graf von Arona gewesen. Er bitte daher um Bescheid,
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