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September 1521.
Samstag „zu früher Nathszeit" ihre Boten in Zürich haben, um dasselbe zur Mitwirkung einzuladen infolgenden Pnncten: Das; die Orte, die niemand nach Mailand gesendet, samt den Eidgenossen von Wallis zubeiden Parteien ihre Boten schicken, um im Verein mit den Boten der sechs Orte, die schon in Italien sind,dahin zu wirken, das; die Parteien sich zum Frieden neigen, und wenn dies nicht erhältlich, das; unsere Knechte„gegen einander still stehen", indem die Eidgenossen sowohl mit dem Papst als mit dem König von Frankreichin Vereinung stehen; würde ein Theil sich dagegen verfehlen, so würden die Eidgenossen dem andern beistehenund Mittel suchen, damit ihre Leute nicht an einander kommen. Diese Boten sollen sich zu Bellenz versammelnund auf den 7. Octobcr zur Vollziehung ihrer Aufträge schreiten. «I. Der Anzug, das; die Vereinung „voneinem und dem andern" nicht gehalten werde, wird auf ruhigere Zeiten verschoben, v. An die Knechte inMailand hat man geschrieben, sie sollen sich auf die Warnungen, die man der Banditen wegen und sonstempfangen, zusammenziehen, jedoch dem König nichts desto minder redlich dienen und die Weisungen der zu ihnenverordneten Boten erwarten. 4'. Die Angelegenheit betreffend die Pensionen und die Münzen wird einstweilenbei Seite gesetzt. K. Diesmal hat man keinen andern Tag anberaumt, sondern jedes Ort beauftragt, aufeingegangene wichtige Nachrichten hin einen Tag nach Nothdnrft zu bestimmen.
I». 1521, 21. September (Matthäi), Mörsbnrg. Hugo, Bischof von Eonstanz, an die eidg. Boten inLucern. Creditiv für Dr. Johann Butzheim, Domdccan zu Konstanz; Fritz Jacob von Anwyl, Hofmeister undVogt zu Bischofzell, und Hans von Landenberg zu Altenklingcn, Vogt zu Gottlieben.
St. A. Lucern: A. Bisch. Constanz.
Beilage: Instruction betreffend, den Streit mit Schaffhausen (undatirt).
» fehlt im Zürcher, Berner, Basler, Freiburger und Schaffhauser Exemplar.
Zu b. Bei den Zürcher Abschieden liegt folgendes Schreiben:
1) 1521, 2». September (St. Matthäus Abend), Rheincck. Konrnd Brüllisancr (Landvogt im Nheinthal)an Ammann und Räthe zu Appenzell. Dominik Hochrütincr, der in Angelegenheiten der Stadt St. Galleu inFeldkirch gewesen, habe ihm mitgetheilt, wie der Cardinal (von Sitten) Hauptleute gesetzt, die von Stund anaufbrechen wollen, indem das Geld den Knechten schon gegeben worden; es seien Martin Seger (ul. Sager) undzwei andere aus den Bünden; die von Zürich seien zum Aufbruch bereit; als Geheimniß habe der Gunthelmgesagt, das; beabsichtigt sei, zuerst an den Comersce zu ziehen und dort die Franzosen zu vernichten. SeinenHerren habe er dies nicht verbergen mögen, damit sie nach Gutfinden handeln, um der großen Irrung vorzu-beugen, die aus einem solchen Anschlag entstehen könnte. Weiter meldet er nach derselben Kundschaft, daß es umdie Knechte in Mailand wohl stehe, und daß auch Hauptleute von Lucern Uri, Schwyz, Wolf Gugelberg vonLachen und von andern Orten seien (?).
Ferner ist zur Charakteristik der Lage beizuziehen:
2) 1521, 24. September (Dienstag nach St. Matthäus Tag), Lucern. Auto» Dichtler und Caspar Kochan Bm. und Rath in Basel. 1) Bericht über eine Unterredung.mit I. Sebastian von Dießbach; 2) über denAuszug der Zürcher, w. 3) „Als wir uf Mentag gen Luzern sind kommen, do ist zuo Luzcrn an dem Sunntagin der nacht Jacob Martin hinweg gezogen und etlich knccht mit im, der Meinung, zuo dem Popst zuo ziechen.Uf das sind unser Eidgnossen von Luzern zuo rat gangen und ein erkanntniß thon und dieselbig von stund andenen, so hinweg sind, nnchgeschriben und in der Statt lassen umsagen, und ist das die erkanntniß, alle die sozum Popst jetzund ziehen, sy sigen von klein(en) oder großen Räten, die sollen irer eeren entsetzt sin und belibcn,die von der gemeind zuo keinen eeren niemcrmer gebrucht werden, und ir jcklichcr zuo keiner kundschaft mcr guotsin. Uf das so haben Jacob Martin und die knecht, so do by im sind gesin, denen dann an dem Mentag vonLuzern geschriben ist worden als obstat, . . . unseren Eidgnossen von Luzern cntbotten oder geschriben, sy bieteninen recht für ein ganze gemeind; dobp stat es also jctz." 4) Bericht über Werbungen in der Landschaft. 5) „Es