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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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September 1521.

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„Uf sölichs aber unser anbringen hat der Legat geantwurt, er mng solchen Verzug nit erwarten und wellweder frid noch bestand; aber ivol hett er sich versechen, wir hettend, dieivil lind ivir an bedcn partpen gcwaltu>t funden hend, die knecht der Eidgnossen in beden partyen abgemant zc.

„Demnach sind wir zuo (dem) herreit von Lntrek geritten und in gebettelt, uns zuo berichten, ob er etwasßmden Hab, domit solcher nnwill und kricgshandcl zno rnoiven und hingesetzt inöchl iverden, niid also voll sinengnaden urloub genommen, — und demnach mit allen honptlüten uf des Knngs siten nach unser Herren befclchgehandlet und inen by iren eiden verbotten, wider die unsren noch uf des Bapsts erbrich nit ze ziechen, wiedann jeder bott wol weiftt von disen dingen ze reden."

Das Original liegt in der Berner Abschiedsammlung „sivo clato". Schaffhausen hat eine Copic, die ausder Zugcr Canzlei zu stammen scheint. Dem Abschied 9. Oct. gemäß ist sie mit dem ermahnten Eremplarzusammengeheftet.

48.

Lucern. 1521, 24. September (Dienstag nach Mauritii f.)

Dtaatsarchj,, Lucern: Luc-rner Abschiede, v. kol. 2S. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. ». kol. St. Tschad. Abschicde-Sammimig, Bd. 5. Nr. «b.^atSarcliiv Bern: Allg. eidgen. Abschiede, r. 530. Abscheide sine äato. .<tatttvllöarcl)iv Areibttlg: Abschiede, Bd. 56. LaudeSarchiv Nidwalden.

Kantottsarci)iv Basel: Abschiede, tal. IN. Kantoilsarcliiv Schaafhausen: Abschiede.

Gesandte: Zürich- (M. Jacob Holzhalb). Bern. (I. Sebastian von Meßbach; Venner Jscnschmid).^"sel. (Anton Dichtler; Caspar Koch). Schaffhausen. (Eberhard von Fnlach). — (Die übrigen unbekannt).

u. Unter den V Orten: Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug wird Berathung gepflogen wegen^ schlechten Münzsorten, die gegenwärtig cursiren, nämlich Nößler, zwei Batzen Werth mit dem Gatter, undwidere, und dicke Plappartc zu vier Batzen, unter denen viele sind, die gar nichts taugen. Da hiedurch derW'wcine Mann merklich geschädigt wird, namentlich weil Zug und Glarus, deren Angehörige die Märkte in^ eich besuchen, diese Münzen abgerufen, während man sie nicht (überall) so plötzlich verrufen kann, so isti Possen, es solle jedes der sechs Orte das heimbringen, um sich auf einein folgenden Tage über geeignete' chiregeln bcrathcn zu können. Ferner soll jede Obrigkeit die Ihrige», die Handel treiben und in der LombardeiSchäfte machen, warnen, daß sie solche Münzen nicht annehmen oder auswechseln, sondern nach Gold und gutem„stellen"; die dawider Handelnden würde man anhalten, die schlechte Münze wieder i» die Lombardei^ückzuliefern. I». Da dieser Tag namentlich des vielen Neislanfens wegen angesetzt ist, indem in etlichen OrtenAusbruch für den Papst geschieht, einige schoii, ans dem Wege sind, andere wohl nachfolgen wollen, und^'»iinint, daß der Cardinal und der Bischof von Vernlam die Knechte zuerst nach Chur und dann nach. ^bmd führen, woraus man ersehen kann, daß sie gegen einander geführt werden möchten, so ist mit Mehrheit..Glossen, von jedem Ort ans nächsten Montag (30. September) eine Botschaft nach Wesen zu senden; die sollweiter verfügen, um den aufgebrochenen Knechten und Hanptlcuten zu erklären, das; es der EidgenossenJ-^lc seß hie Knechte daheim zu lassen, und mit dem Cardinal zu reden, daß man mit seinen Anschlägen gar'"hl zufrieden sei; wenn er aber ans des Königs Gebiet zöge, so würden die Eidgenossen dermaßen (gegen ihn)tw'deln, daß er es bereuen dürfte. Namentlich sollen Lnccrn, Zug »nd Glarns ihre Boten in aller Namen"hin senden, und diejenigen Orte sich betheiligen, denen die Ihrigen ungehorsam sind. Um mit Ein-"Nttügkeit handeln und Unruhen abwenden zu können, sollen Lncern, Zng und Schnffhauscn ans nächsten