96
September 1521.
uns möchte sin loblich und erlich. Also habent wir mit im und er mit uns so mit gehandlet, daß wir unshabent underredt einer ordinanz, die wir üwcr Heligkeit hierin verschlossen zuoschickent, die sich, als wir vermeinent,der antwurt, so unser Eidgnossen von allen Orten bis an wir vormals, als angezeigt ist, ouch habent geben,deßglich der ordiuanz, so den knechten, die nächstmals üwer Heligkeit uf des hochw. Herr Antoni Puceo, bischofzuo Pistori, damals üwer Heligkeit legaten, unsers gnädigen Herren, sind (ist?) zuogeschickt gewesen, und derpündnis wol verglicht, und hat sich Herr bischof von Verulan in solcher ordinanz gar nützit beschwert, dann dzin dem leisten artikcl stat, daß unsere knecht üwer Heligkeit trülich und erlich söllint dienen wider üwer Heligkeitfind und widerwärtigen in der kilchen land und gepiet :c., daß aber wir uns nit allein, sonder ander Eidgnossenvorhin habent erlütret, wo es üwer Heligkeit not tät, daß wir weltind thuon als frumm lüt> Demnach sind Herrbischof von Verulan und wir deß eins worden, daß wir üwer Heligkeit unser eignen lüten wöllint zuoschickenxxvjo man, und daß tusent man under dem fänlp unsers hoptmans, den wir uß uns Hand verordnet, söllintziehen, und die übrigen rvj« under vier houptlüten und fänlinen, die wir uf unser landschaft verordnotind, unddoch der gstalt, dz sölich^vier hoptlüt kein gwalt haben, dann dz sy under unfern rechten hoptman und sinezuoverordneten gehören und denen gehorsam sin söltind, und all lut der vereinung bczalt und gehalten werden.Und wiewol Herr bischof sölich hoptlüt selbs vermeint ze verordnen und ze setzen, habent wir doch uß beweglichenUrsachen sölichs nit wölken verwilgen. Darnach habent wir red gehalten von wegen des basses, ouch der reisigenund des geschützes; dahat Herr bischof vermeint, wir söltind den nächsten durch Meiland ziehen, Meiland innemenund den Herzogen von Bari insetzen, dann er uns sust kein baß wüßte ze geben anders dann durch der Venedigerland, die wärint ouch sind, und wo er also nume uns uf üwer Heligkeit und der kilchen land füeren wöllt,müeßte er uns durch der finden land füeren und den paß mit gwalt ufthuon. Also habent wir (dem) Herrbischof und legaten luter gesagt, die vereinung, so üwer Heligkeit mit uns und andern Eidgnossen Hab, wyse nitdz wir schuldig syent, den Herzogen von Bari inzesetzen noch Meiland ze erobren, sonder so habint wir einenfriden mit dem Küng von Frankrich, und ander unser Eidgnossen die iren in Meiland liggen, darumb unserereeren halb nit gebüren wöll, wider unser Eidgnossen lüt ze ziehen noch diser zit Meiland helfen inzenemen, undwöllint also diser zit schlechtlich mit Meiland nüt ze schaffen haben. Und so wir mit Herr bischof sölichs gehandlethabent, hat er gesagt, diewil beid artikel, nämlich dz wir lut der ordinanz üwer Heligkeit in der kilchen landdienen, und den paß nit durch Meiland nemen wöltind, schwer wärint, so wöllt er plends uf der post diean üwer Heligkeit lassen langen und solcher beider stucken (halb) witers Kescheids erwarten, und uns darufgebetten, wir wölltind uns unsers willens luter entschließen und üwer Heligkeit sölichs selbs zuoschriben, so wellter darnebent üwerer Heligkeit, wie (die) fachen stüendint, ouch schriben, der Hoffnung, ü. Ht. wurde sich deßhalbouch endlich entschließen, und das funden (werden), so ü. Ht. und uns loblich, nutzlich und erlich wäre. Deßsind wir im ze willen worden und habent uns nochmals entschlossen wie vor zuo dem dickern mal . . . (Wieder-holungen), und daß üwer Heligkeit uns anzeige einen offnen paß durch der Venediger oder andere land, danndurch Meiland, da wir mögint durchhin kommen, und an demselben paß ordne geschütz und reisig, damit, objemas understüendc uns solchen zug ze weren, daß unser volk versehen sig, und wir üwer Heligkeit unser zuosagmügint halten; dann daß wir anderer gestalt diser zit handlint, will uns eren halb nit zymen, als üwer Heligkeitdas nach gestalt und gelegenheit aller fachen selbs weißt zuo ermessen. Und bittend daruf ü. Ht. undertänigklichund mit allem flpß und ernst, die wölke sich an unserm erpieten und allem dem wie obstat gnädiklich lassenbenüegen; dann wo wir üwer Heligkeit anderer gestalt möchtind ze willen werden, söllt sy uns guotwillig undgehorsam finden, und erpietend ouch uns gegen ü. Ht. hinfür nit minder dann wie bißhar alles das ze thnond,so getrüw guot fromm cristen und pundtgnossen dein hetigen stuol und üwer Heligkeit thuon söllent und ze thuondschuldig sind. Deß soll und mag sich üwer Heligkeit, dero wir uns undertänigklich befelhent, gänzlich versehen."Datum ze. St. A. Zürich! A. Papst (Concept).
Ein lateinisches Concept ist diesseits nicht vorhanden.