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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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August 1521.

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5) 1521, 23. August (Vigilia Bartholom«!), Bern. Edict wegen unruhcstiftcuder Aeußerungen über diePflichten gegen den König von Frankreich („wir haben krieg oder nit, so sycn wir schuldig, dem Küng hilf zuoschicken", -c.), mit Ausführung der im Bundcsvertrng enthaltenen Bestimmungen, die von gemeinen Eidgenossenangenommen seien , doch sei man gesonnen, nach der Heimkehr der Knechte mit Hülse der andern Orte „in etlichenartiklen, die houptlüt, das ufwiglen nnd anders bcrnercnd, ändrung und besscrnng ze thuond." w.svsb.

6) A521, 30. August (Freitag nach Collatio Johannis). Lncern an Bern. „Ucwer schriben mit sainpt dengeschickten usgangncn bannbricfen habend wir empfangen und sagend üch dcß flißigcn und großen dank, dannwir wol spüren und ermessen mögend die falschen pratik, so vorhanden, und wohar die kompt, ist wol zuo achten,von dem so hievor in kurzen jaren sölich unrnow und zwitracht ouch gestift, der selb villicht abcrmalen, so ermt bas mag, ein comun über die erberkeit wiscn wöllt. Lieben Eidgnosscn, üch zc berichten harin zuo handlcnist nit not, dann ir dem selbigen wys und vernünftig gnuogsind; unser Meinung war aber wol, den pfasfen, sosölich brief hat wellen crequiercn, nit von Händen zuo lassen bis uf künftigen tag zuo Zug, dann wir achtend,daß B. H. in sölichcm die verciuung an uns Eidgnosscn nit gehalten, uß der ursach daß die inhalt luter, unsZuo bliben lassen b.) unseren frphciten, gnotcn gcwonhciten nnd alten harkommen, darzuo mit sölichen bcschwerden,so wider alle recht sind, deHeins wegs bekümbcrn." Sölichs :c. S>. A. B-nn A. Lu«m.

7) 1521, 30. August (Freitag nach Collatio Johannis). Lucern an Zürich. „Wiewol nf nächst gehaltenemtag (in) Zug angsechen, mit bäpstlicher potschaft zuo reden des banns halb, den wir unsers teils weder lidennoch gedulden wellend, so ist doch uf Hütt uns zuokomcn ein fardel. briefcn, »ßgange» von dem Herren vonPerulan und villicht vom Cardinal, die selben söltcn ercqnicrt werden hindcrrnggs nnS in unfern ämptcrn undHerrschaften, wie dann dcrglichen hinder einem Priester von unfern lieben Eidgnosscn von Bern, in irc ämpterwsteud, ouch erfunden, welcher von inen angenomen nnd fäuklich enthalten ist. Mögend nur wol spüren denguoten willen nnd practik, darmit' man nmbgat, und crmessen, daß man die nnscrn gern über ein erbarkcit nnscnwölte, als vor zuo etlichen ziten onch beschcchen ist, und die sölichs damals gehandelt, schlechtste!) vcrantwmt.lind diewil sölichs abcrmalen vorhanden und die selben in üwcr Statt enthalte» wcrdent, so habend wir üchgern wöllen sölich geschwind practika zuo wüsten thnon, uns und üch alle» vor mererm kummer und schaden,so darus entspringen (möcht), zuo sin, und die jenen, die ir wol mögend merken, wer st) sind, zuo warnen, vonirem fürnemen abznostan . . . Dann welche die sind, die sölich brief crcguicren wellend, so fcr '-wir die bctrctten,(wellend wir) die nach irem verdienen belonen" ... . Si.A. Zürichs A.L»c-rn.

8) 1521, 31. August (St. Bereuen Abend). Zürich an Luccrn. Antwort auf dessen Beschwerde wegen desBanns: „Uf das.. berichtend wir üch deß, daß Herr Legat durch den mnnd Herr Cardinals der verordnete»Orten botschaften lnt des abscheids zuo Zug gemacht sölichs banns halb hat geantwurt, das so er getho», Habor uns zuo guot und warnungswps gethon und damit, diewil der Franzos und sine Helfer und anhänge, mbäpstlichcm bann spent, daß wir Eidgnosscn uns darnach wüßtint zuo richten, nnd s.)g im ouch sölichs von v-Ht.Ze thuond befolchcn; er hette ouch uns die bull sölichs banns nächstgehaltcns tags hie zuo Zürich ofsenl'ch zoug"nd also uns mit verhalten. Aber diewil uns Eidgnosscn sölichs beschwerlich sin, wellt er gern stillsten »nwiters nit handle», sonders bi ußgangncm (abscheid?) lassen bliben und gestatten, daß wi. die a^llMgnen rie)allenthalb zuo der Oberkcit Händen möchtcnd »einen, und wellte ouch, ob witers käme von b. Ht-, uns de-stelvengern vor berichten. Aber damit hücbe er b. Ht. an ußgangncm bann mit uf, er hette onch deß dhein ma )t, undwäre nume die fach so offenbar, daß sich dcro sins unwüsscns niemas möcht entschuldigen, und gebe also unsnume den Handel zuo bedenken; dann solicher bann niemas bcrücrte, dann der sich mit der that sclbs darin würfe,alles mit fründlichcn Worten"... Si. A. Lucem: Mi,siv °n. - Si. A. B°rn: A. Zürich I. <C °P>°).

0) 1521, 2. September (Montag vor Natiuitatis Mariä). Luccrn an Bern. Mittheilung der von Züricherhaltenen Antwort wegen der Bannbriefe (mit Rccapitulation des bezüglichen Schieibens a» Z.), damit diePotschaft für den Tag in Zug desto besser instruirt werden könne; man wünsche auch, daß dieselbe in Lucen.vorbeikomme, um sich leichter unterreden zu können; „dann wir je des willens sind, uns die pfaffen nit alsolassen inüessen." Der von Zürich zurückgekommene Läufer habe gemeldet, daß dort für einen Auszug zu dem