August 1521,
89
hat, soll auf de» erwähnten Tag berufe» »ud durch die Boten „gerechtfertigt" werden, f. Dem Haus Tröler undGenossen werden auf ihre Bitte am „Acheram" auf 199 Beruer Mütt 19 Mütt nachgelassen, zx. Ein Priester von5^'be („Orbaz"), der von dem Zehnten zu Penthereaz 39 Gulden Zins fordert, wird abgewiesen, da seit 39—49Jahretz nichts gefordert oder bezahlt worden ist, und vermuthlich eine Verwechslung stattfindet. I». Dem Unter-lagt zu Orbe ist für seine guten Dienste ein Rock geschenkt; deßgleichen einem Schreiber von Echallens. I. Deml'andvogt von Orbe hat man für seinen Eifer in der Verfolgung der Uebelthäter im Jurten und der Umgegend(„darafter") ans Gnaden 3 Mütt Haber nachgelassen. Ii.» Ans den Antrag Berns, für die Rechnung mit denwogten von Grandson und Grasburg (einen) Tag zu bestimmen, ist beschlossen, es solle die Vögte auf Sonntag^t. Verenentag (1. September) in die Stadt berufen, um morndeß Rechnung zu geben.
Das Berner Rathsmanual sagt, es sollen auf Montag nach U. Frauen Tag (19. August) die Amtleute vonMarten und Echallens Rechnung geben zu Marten. Ohne Zweifel ist aber damit obiger Tag bezeichnet. —Laut des Freiburger Rathsbuchcs dauerte diese Tagleistung (wie gewöhnlich) zwei Tage. Für ein und alle Malsti hier bemerkt, daß diese Verhandlungen —> abwechselnd in Bern und Freiburg — je vor gesessenem Rathstattfanden; wenigstens wurden dieselben mit mehr oder weniger Detail in den Rathsbüchern aufgezeichnet, undsehen wir niemals Rathsausschüsse erwähnt, welche diese Geschäfte zu besorgen hatten.
SS.
Masel. 1521, 19. August.
Vermuthlicher Tag der Botschaften von stuccrn und Schwpz, im Namen gemeiner Eidgenossen.
Abschied und Acten fehlen. Zu vergleichen ist Nr. 35, a.
4V.
Aug. 1521, 27. August (Dienstag nach Bartholoinäi).
aatsarchjv Zürich! Abschiede, Bd. 8. toi. b». Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, r. Abscheide sino ckato. KaiitonSarchi» Basel:Abschiede, l. ll)L. ÄantouSbibliothek Freiburg: Girard. Sammlung T.III. KautonSarchiv Solothurn: Abschiede, Bd. X.
Kantonsarchiv Dchaffhausen: Abschiede. Dtiftöarchiv Dt. Gallen.
Gesandte: Bern. (J.Sebastian von Meßbach; Hans Jsenschmid). Freiburg. (Hans Krnmmenstoll). —
andern unbekannt).
U Des Schlosses Gottlieben wegen'4st abgeredet, daß jedes Ort einen „frommen" Knecht dahin abordnen' um dasselbe hüten und schirmen zu helfen; die sollen am Sonntag nach Verenentag (8. September) inrNanenstid ^i„, I». Den Landgcrichtsknechten, besonders Marx Wehrlin »nd seinem Gesellen, will man noch-^ ""f dm nächsten Tag; jeder Bote soll dann Gewalt haben, je nach ihren Aussagen zu urtheilen.
'4m der Landvogt im Thurgau mit etlichen Knechten hinweggezogcn ist zu andern Eidgenossen, was meinen^ucn mißfällig ist, so läßt man seinen Bruder, Anton Bili, als Statthalter hinaus ziehen, weil er sich^ ühAich zu halten verspricht. «R. Heimzubringen, wie der Bischof von Constanz und die Stadt sich durch^ Aeiben zu freundlicher Nachbarschaft erboten haben, e. Bern, Freiburg und Solothurn werden beauftragt,
12