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August 1521,
und Gehorsam bleiben könnte, « . 1, Der päpstliche Legat Ennius, Bischof von Verulam, und Wilhelm deFälconibus, Commissär, samt einer Botschaft von Florenz verlangen neuerdings Antwort, ob man dem Papstedie Vereinung halten und ihm gemäß derselben Knechte überlassen wolle. Im Sinne der Mehrheit der Ortewird ihnen erwidert, daß es jetzt nicht nöthig scheine, ihm Hülfe zu leisten, da seine Heiligkeit und ihr Gebietvon Niemand angegriffen werde; daß eine Anzahl Knechte zu den Franzosen gelaufen, bedaure man; deßhalb seies abermals verboten worden. Und da der Bischof merken läßt, daß er ans eigene Hand Leute zu werben vor-habe, so wird ihm gesagt, daß man das nicht dulden könnte. 2. Hierauf hat er die Verbündeten des Papstes,als den Kaiser, die Könige von Ungarn, Polen, England, Dänemark, Portugal und das Reich, aufgezählt, umzu zeigen, wie gefährlich es sei, gegen eine solche Macht den Franzosen Hülfe zu leisten, und eine besiegelteBannbulle gegen diese und ihre Helfer vorgewiesen, alsdann nochmals einfache Antwort gefordert, und zwar vonjedem Orte besonders, und sogar die Namen der Boten zu wissen begehrt; wenn man ihm nicht entspräche, sowollte er an die Gemeinden gelangen, denen er zutraue, daß sie ihre Pflicht erkennen und thun würden; währender schon auf fünf Tagen mit Worten vertröstet worden sei, lasse man den Franzosen immerfort Knechte zulausen;man empfange Pension und Geld von dem Papst und verstärke dagegen dessen Feind; ja man schelte s. H. einenKetzer, Mörder und Verräther. 3. Dennoch bleiben die Boten bei der früheren Antwort und geben ihm zuverstehen, daß man zwar nichts dagegen habe, wenn er die Gemeinden berichten wolle, aber in die Abstimmungnach den Orten und die Nennung der Boten, als etwas ganz Ungebräuchliches, nicht einwilligen werde; auchmöchte man wissen, wer den Papst gelästert habe. 4. Auf diese Vorstellungen erbietet sich der Legat, die Schul-digen zu nennen, wenn man solche Schmähungen abstellen wolle; die ihm ertheilte Antwort solle man selber s.Heiligkeit zuschicken. Das wird ihm zugesagt und dabei aus einander gesetzt, was diesseits schon geschehen sei, umAngriffe auf das Gebiet der Kirche zu verhindern. Jeder Bote soll nun seine Herren über den Handel treulichberichten, damit sie tapfer darum rathschlagen und bis auf nächsten Tag Antwort geben können. t. Das aufdem letzten Tage angebrachte Begehren des Kaisers, daß man dem König von Frankreich keine Hülfe mehr ge-währe, sondern die Erbeinung halte und wenigstens dem Papste eine Anzahl Knechte bewilligen möchte, u. s. w.,wird jetzt dahin beantwortet: Es dünke die Eidgenossen nicht nöthig, über die Erbeinung hinaus einen Freund-schastsvertrag zu machen; jene gedenken sie immerfort zu halten und hoffen, daß sie auch ihnen gegenüber gehaltenwerde; dein Papste sei der gefährlichen Umstände wegen der verlangte Aufbruch abgeschlagen, wobei man zubeharren gedenke; gegen das Weglaufen der Knechte, das man bedaure, wolle man mit ernsten Verboten ein-schreiten; den Ausgezogenen habe man befohlen still zu liegen; überdies sei man erbötig, zu einer Aussöhnungzwischen den kriegführenden Parteien nach Kräften beizutrageil. — Obwol dann die Botschaft des Kaisers sichdamit nicht begnügen wollte und ihre Beschwerden nochmals vorgebracht hat, läßt man es doch bei der gemeldetenAntwort bewendeil. K. Der Cardinal (von Sitten) vertheidigt sich gegen das Gerede, daß er in die Eid-genossenschaft gekommen sei, um Unruheil anzustiften, da er doch nichts anderes begehre, als dieselbe vor Schadenzu bewahren; jeder Bote weiß, wie dringlich er uns gewarnt und verkündigt hat, daß wir nach dem, waslängstens bis St. Michael geschehen dürfte, an ihn gedenken werden. I». Darauf werden die Boten unter sicheinig, ihre Herren zu ermahnen, daß sie diese Angelegenheiten zu Herzen nehmen und gehörig bedenken, damitman thun könne, was löblich und ehrenhaft sei, zumal man höre, daß der Papst, der Kaiser und (fast) allechristlichen Könige einig seien, ii. 1. Der schwäbische Bund begehrt Antwort wegen Hohentwiel. Deßhalb sollenLucern und Solothurn mit dem Herzog von Würtemberg, lind Schaffhausen mit dem Herrn von Klingenbergunterhandeln, damit Twiel wieder in die alte Hand kommen möge. Das wird dem Bunde lind dem Herzog