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kaum sei es noch möglich gewesen, den Thorgattcr fallen zu lassen, wodurch Graf Alexander Trivnlz und einigeAndere gctödtet worden; der Herr von Scuto habe sich nun aus Furcht dem Gubernator ergeben, der ihn aberbald wieder freigelassen und großmüthig die Verfolgung der Franzosen eingestellt habe. Durch diesen verrätherischenUeberfall sei der Papst an seiner Ehre und an seinem Gebiete angegriffen; die französischen Hauptleute haben sichdieses Frevels halb auch gar nicht anders zu entschuldigen gewußt, als daß dies ohne Wissen und Willen desKönigs geschehen; auch anerkennen sie, daß zu einem solchen Angriff keine Ursache vorhanden gewesen sei. Dochmüsse es befremden, daß die Franzosen den Aufenthalt der Flüchtigen und Verbannten in dem Kirchenstaate ver-boten haben, was allen göttlichen und weltlichen Gesetzen und Gewohnheiten zuwider sei, da aus dem ganzenUmkreis der Christenheit Jeder in dem Gebiet der römischen Kirche seine Zuflucht suchen könne, und Widerwärtigedes Papstes sich bisher ungestört in andern Ländern aufgehalten haben, ohne daß er je ihre Verweisung gefordert.Weil er nun so gefährlich bedroht und mit dergleichen Forderungen belästigt sei, begehre er von den Eidgenossen,als Schirmern des römischen Stuhls und dessen Bundesgenossen, baldige Hülfe. Sein Gesandter könne sich daraufberufen, daß er sie niemals angelogen, die ihm erwiesenen Gutthaten mit herzlichem Dank und treuer Zuneigungerwiedert und das Lob der Nation überall ausgebreitet habe. Wohl würde der Papst bei allen Fürsten Hülfefinden, wenn er sie darum ersuchte; allein er wende sich am liebsten an die Eidgenossen, die vornehmsten undliebsten Söhne der Kirche, und wolle ihnen nichts vorenthalten, auch die Ehre des Sieges nicht, den er in diesemHandel zu erringen hoffe; er habe ihr Bündniß mit Frankreich befördert in der Erwartung, daß es auch derKirche zu gut kommen würde; da es aber jetzt so stehe, daß er ihrer Hülfe gegen ihren Verbündeten bedürfe, sobegehre er, als ihr erster und vornehmster Bundesgenosse, eine Anzahl Knechte zur Beschirmung der Kirche, wogegensie solche dem König abschlagen dürfen, da er durch den Ueberfall auf Reggio die Vereinung verletzt habe; dabeiwünsche indeß der Papst nicht im geringsten, daß sie seinetwegen mit andern Fürsten uz Feindschaft gerathenund ihre Verträge irgendwie brechen; nur finde er billig, daß sie ihre Knechte zu Hause behalten und sich in dieKriege nicht mischen. Schließliche Bitte um schleunigste Antwort. K. A. Ba >-u Abs-h. k. eo-ve.
2) Man bemerke die Basler Instruction (Absch. k. 66—63):
„So dann bäpstlicher Heilikeit legat antwort der zehen oder sechstusend knechten, die er begcrt hat, erforderenwirt, sollen unsere botten daran sin, daß im mit tapferen warten gefeit werd (zum ersten), wie der Bobst dersig gewesen, der sin eigenen lcgaten zuo den Kurfürsten geschickt Hab, sy zuo ermanen, den König von Frankrichzuo eim Kaiser zuo erwelen und nit den Karolum. Zuo dem anderen, so Hab er in diser verein, so wir mitdem König von Frankrich beschlossen, allen möglichen slyß ankert (und) anwysung geben, domit sy ein fürganggenomen Hab, und jetzt sogar von im gefallen, deß wir gar kein gefallens haben. Zum dritten, so haben wirim kurz hievor vjm knecht geben, die Hab er im lnnd hin und wider gefüert, daß nieman kann wissen welichergestalt, und doch nieman kein find Hab mögen anzeigen; deßglichen Hab er sy drystund geurlobt und dannethingon Bern geschriben, als ob sy nit hetten wellen bliben, alleinig sy zuo verunglimpfen, das uns auch gar mißfellt.Zum vierten so Hab er unser knecht noch ij»> by im, mit denen werden allerlei seltsame und geschwinde stuckgebrucht, und domit (sollen die botten) den bries darlegen, den uns die knecht geschriben haben, und daran sin,daß dieselbigen knecht wider heimgefordert werden, und so er die güeteklichen nit wöllt lassen abziehen, wöllt manin (den Legaten) so lang in der Eidgnoschaft behalten, bis daß das bescheche. Zum fünften, so geb die vereinnit anders zuo, daß wir siner Heiligkeit snitj anders knecht stgen schuldig zuo geben, dann so man dieselbigeüberziehen und belageren wöllt, das doch in disem fall nit geschehen, dann sy wöllt andere, mit denen wir inverein wären, gwaltiklich überziehen und belageren, deßhalben wir siner Heil, uf dis mol kein knecht zuo gebenschuldig wären. Zum sechsten so hielte auch die verein in, daß sin Heil, mit niemans sunder wissen und willenunser (der Eidgnossen) kein püntnus oder verein machen söllt, das aber von ir nit bescheen, sunder hett (sy) mitkeis. Mt. on unser wissen, willen und zuothuon ein püntnus gemacht, darab wir abermals kein gefallens abnemen.Was wir ^ber sunst guots mit schriben oder guoten warten zwüschen siner Heil, und dem König von Frankrichhandlen können, wellen wir gern thuon. Doch so sollen unser botten losen, wie sich andere Oerter, so vor unssitzen, halten wellen."