Juli 1521,
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in Zürich bestimmt auf den 4. August, mit dem Ansuchen, denselben den übrigen Orten zu verkünden, und derernstlichen Ermahnung von Seiten des Kaisers, inzwischen dem König von Frankreich keine Hülfe zu gewähren zc.Hienach bitte man geflisscn und freundlich, den genannten Tag zu besuchen und da handeln zu helfen, was derEidgenossenschaft Lob und Nutzen und gute Nachbarschaft bringe, zc. St, s>. Bem: A. Zürich i. — St, A, L»»rn: MWv-n.
Zu t». Die Vorgeschichte dieses Geschäftes erhellt aus folgenden Acten:
1) 1521, 1. Juli (Montag nach Petri und Pauli), Augsburg. Die Botschaften des schwäbischen Bundesan gemeine Eidgenossenschaft (zunächst an Zürich). „Unser zc. zc. Uns langt warlich und geloublich au, wie daßHans Heinrich von Klingenberg (des) Herzog Uolrichs von Wittenberg gesindc zuo roß und zuo fuß zuo Hohentwielingelassen, deßhalb wir ein fürsorg und gedenken haben, daß sy uns oder die unfern anzuogryfen und zuo be-schedigcn undcrstan möchten; dicivil dann gedachter Herzog Uolrich unser offner sind, mit sampt sinen Helfern undanhängen: in der acht und aberacht, ist by einem jeden verständigen lichtlich zno ermessen, daß wir betrachten,wie dem unser notdurft nach mög begegnet werden. Und nachdem wir nun bishar mit üch als unfern besundernlieben und guoten fründeu in sundrer vcrtrulicher und guoter Nachbarschaft gestanden und (uns) der also unserthalbzuo flyßen willens sind, so Hand wir uß sölichem guot meinenden Höchen und großen vertruwen, so wir zuo üchtragen, üch das . . nit wollen verhalten und bitten üch daruf gar mit früntlichem und allem slyß, ir wölkend byden üwern zum höchsten und ernstlichsten daran sin und vermögen, sich des angezöigten schlaffes, ouch des Her-zogen noch der sinen wider uns oder die unfern nit nnznonemen noch zuo beladen, suuder üch wie bishar nach-dürlich und früntlich zuo halten", zc. zc. St. A, Lu«rn: A, Wim-mb-rg(CopU).
Das Original konnte nicht gefunden werden.
2) 1521, 2. Juli (Visitat. Mariä). Bern an Herzog Ulrich von Würtemberg. Von Zürich seien Schriftengekommen, laut deren cr das Schloß Hohentwiel gekauft und besetzt habe, und eine Lieferung Wein und Salz,die nach Zürich bestimmt gewesen, zur Speisung jenes Hauses verwendet worden, was mißfällig vermerkt werdeund zu Widerwärtigkeiten führen möchte. Wiewohl man ihm nicht wehren könne, sein Haus zu versehen, wolle>uan ihn doch crmahnen, alle diejenigen ungehindert fahren zu lassen, die nach Zürich feilen Kauf bringen, über-haupt gegen niemand Gewalt zu gebrauchen, um den Eidgenossen nicht einen tödtlichen Krieg zuzurichten; wor-über man seine Antwort begehre. St.A.Bern: TeuychMiss. o.s44i>.
3) 1521, 4. Juli (Ulrici), Mümpelgnrd. Herzog Ulrich von Würtemberg an die eidgenössischen Boten aufdem Tage zu Bern, Antwort auf die durch Schriften aus Zürich veranlaßte Beschwerde, daß einigen FuhrleutenWein und Salz weggenommen und zur Speisung des Hauses Hohentwiel oerwendet worden zc. Er wisse davon»ichts, habe auch kein Gefallen daran und ivolle sich deßhalb erkundigen und Befehle geben, daß solches nichtmehr geschehe, da cr zur Erhaltung guter Nachbarschaft ganz geneigt sei, zc. S,. A. Zürich: A. WiMcmb-ig.
4) 1521, 6. Juli (Samstag nach Ulrici). Zürich an Lucern (und andere Orte). Mitthcilung (der Copie)em er Zuschrift von den kais., kön., churfürstl. und fürstlichen Botschafter des schwäbischen Bundes... Da dieSache schwierig sei und nicht bloß einzelne Orte berühre, so habe man dafür einen Tag nach Baden aubcrazuntauf St. Maria Magdalena Tag (22. Juli), und bitte, denselben unfehlbar zu besuchen, zc. zc. (Vgl. Nr. 1).
St. A. Bern: A. Zürich I. — St. A. Lucern: Missiven.^
5) 1521, 11. Juli, Innsbruck. K.M. Laudhofmeister, Marschall, Canzler, Statthalter und Regenten an Zürich.Sie vernehmen, daß Hans Heinrich von Klingenberg sich unterstehe, seine Abmachung mit Herzog Ulrich vonWürtemberg, die Uebcrgabc des Schlosses Tw.iel betreffend, durch ein Ausschreiben an Zürich und Andere zu recht-fertigen und w. Kaiser (Marimiliau) samt dem Regiment zu verunglimpfen. Wiewohl sie voraussetze», daß dessen»Verhandlung" (Vergehung), die lauter am Tage liege, Zürich bekannt sei, so wollen sie doch nicht unterlassen,in Kürze darüber genauen Bericht zu geben. 1. Das Schloß Twiel gehöre nicht dem Hans Heinrich allein,sondern auch dem Ritter Albrecht voü K., der mit seinem Theil dem Hause Oesterreich verpflichtet gewesen undnoch sei- dennoch habe jener den letzter» ohne Rechtsvcrfahren seines rhcils entsetzt und damit Oesterreich ge-schädigt. Der Kaiser habe (seiner Zeit) mit Hans Heinrich wegen seines Thcils einen Vertrag über ewigeOeffnung gcmacht und dafür ein bestimmtes Dienstgeld bezahlt, wogegen letzterer für Albrcchts Theil einen Vurg-vogt hätte'unterhalten sollen, was er aber nicht gethau ... 2. Ferner habe der Kaiser mit ihm über einen Kauf