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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Juli 1521,

von Konstanz sie des geihanen „Aufschlags" erlassen wollen oder nicht. Weil nun von dessen Seite Niemandda ist, so wird dies so gedeutet, daß der Bischof von seinem Vorhaben abstehen und ihnen gütlich entsprechenwolle. Deßhalb hat man ihnen gerathen, für einmal stillzustehen; würden sie weiter angefochten, so mögen siewieder um Rath und Hilfe werben, den sie ohne Zweifel finden werden. (Dienstag nach Maria Magdalena).

Kantonsarchiv Schafshausen: Correspondenzen.

Dem Berner Original fehlen Ii, 1, in —«, dem andern Exemplar nur in, «. Das Nidwaldner gehtbis I; im Basler fehlen «, Ii, in—n; in Freibnrg, Solothnrn, Schasfhauscn und Appenzell I', l>, >» —n,in letzteren beidw auch v; dem Stiftsarchiv St. Gallen «I — Ii, le, n.

Zu :». Hieher ziehen wir nachstehende Acten:

1) 1521, 24. Juni, Brüssel. Kaiser Karl V. an Zürich (deßglcichen an die übrigen Orte). Wiewohl ersich von Anfang seiner Regierung gegen alle christgläubigen Stände friedlich gehalten und keine Ursache zumKrieg gegeben, sondern auf dem letzten Reichstage mit den Ständen des Reiches einen allgemeinen Frieden be-schlossen habe, damit die Christenheit beschirmt und „christliches" Blutvergießen verhütet würde, so habe doch derKönig von Frankreich aus eigenem Willen durch den von Aremburg den Krieg wider ihn angefangen und dasKönigreich Navarra überzogen, sei auch emsig beschäftigt, die kaiserlichen Erblandc im Reiche anzugreifen undwerbe täglich bei den Eidgenossen um Knechte in seinen Sold, strebe also die deutsche Nation in Jrrsal undAufruhr zu bringen, gebe aber bei seinen Practiken vor, nur sein Königreich beschirmen zu wollen und die be-gehrten Söldner nur dafür zu brauchen; das sei aber ohne Grund, denn er habe den Krieg schon an zwei Ortenangefangen und hoffe die deutsche Natiop „in Abfall" zu bringen, um seine Pläne desto leichter auszuführen.Deßhalb habe er, der Kaiser, im ganzen Reiche ein gemeines Aufgebot ergehen lassen, und die Stände habenihm eine stattliche Hülfe bewilligt. Er ziehe nun gar nicht in Zweifel, daß Zürich dem König von Frankreichwider ihn nicht anhange, sondern die Erbeinung treulich halten wolle, und da die Sache das Reich berühre, sobegehre er, daß es zu Herzen nehme, daß es ein Glied des hl. Reiches, und was ihm vormals von den Fran-zosen begegnet sei, was in Zukunft noch mehr geschehen könnte, wenn der König seinen Zweck erreichte; es mögedaher weder diesem König noch dem geächteten Ulrich, vermeintem Herzog von Würtemberg, noch sonst jemandwider den Kaiser, das Nstch und die (östreichisch-burgundischen) Erblandc Knechte zulaufen lassen ?c. Dann wolleer seine Botschaft mit weiteren Vorschlägen zu den Eidgenossen verordnen, um ihnen etwas zu eröffnen, was siegerne hören werden . . .

St. A. Zürich: A. Kaiser. — St. N. Lucern:^A. Kaiser. — K. A. Solothurn: Absch. Bd. X. — K. A. Schaffhausen: Correspondenzen.

2) 1521, 24. Juni, Brüssel. Kaiser Karl V. an Zürich. „Ersamen lieben getreuen. Wir werden abermalsdurch unser Rät und potschaft, so wir in der Aidgnoschaft haben, bericht, das ir uns, dem hl. Reiche und unfernerblichen Künigreichcn und Landen für und für getreulich anhanget und nit allein mit dem Künig von Frankreichdie ainung, so er bei etlichen Oerteru der Aidgnoschaft erlangt hat, nit aunemen, sonder nach ewrem höchstenfleis understeen wölkt zu vcrhüeten, das im aus der Aidgnoschaft mit zuzug irer knecht noch in ander weg wideruns kam hilf beschehe; dds alles sagen wir euch gnedigen und hohen dank, wollen auch das gegen euch und denewren in ewig zeit zu guetem nit vergessen, und bcgern darauf an euch mit ganzem fleiß und ernst, ir wölletin sölchem ewrem eerlichen löblichen gemüet und guetwilligen erbieten gegen uns beharren und euch in ainichenweg wider uns . . . nit bewegen lassen, und allen nützlichen fleiß und ernst ankeren, das sölichs von ewren mit-aidgnossen auch beschehe, damit unser Erbainnng unzerbrochen bleib und das cristlich pluet nit so frevenlich ver-gossen werde, als sonst größlich zu besorgen ist" . . . Anzeige weiterer Verhandlungen ?c. St. A. Zürich: A. Kaiser.

3) 1521, 10. Juli, Mechcln. Kaiser Karl V. an Zürich. Creditiv für vr. Jacob Sturzel von „Buchen"und Veit Suter, die etwas den Papst Berührendes vorzutragen haben. w. «.Kaiser.

4) 1521, 10. Juli (Mittwoch vor Margarethen). Zürich an Bern, Lucern (und andere Ortech Eine kaiserlicheund hispan. kön. Botschaft habe heute vorgebracht, daß der Kaiser Willens sei, eine ansehnliche bevollmächtigteBotschaft zu den Eidgenossen zu senden, um ihnen Sachen vorzutrageil, an denen sie großes Wohlgefallen habenwerden, in der Meinung, daß ihnen solches zu Ehre und Wohlfahrt gereichen müßte; sie habe darauf einen Tag