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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Juli 1521,

wirt, den obmau von den raten des Herzogen ze nennen, und uß grund desselben, ouch daß üwer und unsergewarsame dis fach berüerend nit hoch geachtet wirt, so wollte uns nochmals gefallen, Herrn Abt von Bällileeden Handel anzuohenken und im zuo gönnen, by dem obbemelten Herzogen für sich selbs ze werben und zuo ar-beiten, die obangezöigten mittel und dero Nachlaß zuo erlangen, guoter Hoffnung daß er deßgelichen an üch unduns auch werde finden. Und so nun die Notdurft will erfordern, diewil die fach noch nüw und in frischer gedächtnißist, harin end und ustrag zuo geben, ist an üch unser fründlich bitt, üch wolle gefallen, üch darüber ze under-reden und uns üwers willens und gefallens zuo berichten, uns darnach aber müssen zuo halten. 2. Sodenneverstand wir, wie der landoogt von Nüwcnburg zwüschen den Herrschaften Watrowe (Valtravers) und Gransonetlich marcheu Hab lassen ufrichten und dazuo ouch einen von den üwern und »nsern gepfündt, das uns nitgefallt, ist ouch dem abscheid, darumb von gemeiner unser Eidgnoschaft Räten daselbs zuo Nüwenburg beredt,widerwärtig, und deßhalb an üch unser fründlich bitt, darumb dem jetzbemelteu landvogt in üwerm und unsermnamen ernstlich zuo schriben, solche nüwruug, ouch die ufgerichten March abzuostellen, deßgelichen die pfand widerzuo bekereu und all fachen bis zuo ustrag der Hauptfach ruoweu zuo lassen, damit nit not werde, mittel undweg zuo suochen, durch die ir und wir uns selbs zuo hilf kamen. 3. Wyler so langet uns an, wie die cortisaneufür und für in üebung syen, die pfrüenden anzuofallen und denen so die lihung zuostat, ir gerechtigkeit abzuo-brechen und si sonst mit dem bann und in andern gestalten zuo beschweren, das uns uit will gebüreu zuo ge-statten, und begereu deßhalb an üch, üwern und unscrn amptlüteu von Granson und Orba darumb zuo schriben,»f solich cortisaneu zuo achten und zuo stellen, und wo si dieselben in anfallen der pfrüenden mögen betreten, sialldann fänklich anzenemen und nit uszuolassen dann mit üwerm und unserm müssen und willen, guoter Hoffnung,so si dis unser fürnemeu sehen und spüren, si werden irer unzimlichen anfechtung abstan und üch und unsgerüewiget lassen. 4. So wällend dann (ouch) gebetten sin, üwern und unfern amptlüten von Mnrten, Gras-burg, Granson und Orba irer rechnuugen halb tag zuo setzen und uns deß, ouch wann üwer Scckelmeister denzollstock zuo Murten ufthuon wölle, zuo berichten" ... K. A. Freiburg: A. B-m. — St. A. Bern: T-Utsch Miss. o. SS7—»SS.

1l>) 1521, 2. August (Freitag vor Oswaldi). Bern an den Abt von Bellelay. Ansuchen, für sich selbst indem Span zwischen dem Herzog und den zwei Städten zu arbeiten. S,. A. B-rn: R-»hsmamml.

SS.

Milden. 1521, 23. Juli f. (Dienstag nach Maria Magdalena f.).

Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. ». kol. 44. Staatsarchiv Bcr»: Allg. eidg. Abschiede, r. p. »88. Abscheide »ine <wto. LandcSarchiv Nidwalden.

KantonSarchiv Basel: Abschiede, k. «s. KantouSarchiv Freiburg: Abschiede, Bd. IS. Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede, Bd. X.

KantonSarchiv Schaffhause»: Abschiede. Landesarchiv Appenzell I. Si.: Abschiede. StiftSarchiv St. Galle».

Gesandte: Bern. (Konrad Willading, Venner). Freiburg. (Jacob Techtermann). — (Die andern sindnicht bekannt).

Eine kaiserliche Botschaft, nämlich vr. Jacob Stürzet und Veit Suter, bringt an, daß der Papstberichtet habe, wie ihn der König von Frankreich thätlich angreife und schädige, weßhalb er den Kaiser, alsVogt des heil. Stuhles, um Hülfe anrufen müsse; demzufolge begehre derselbe, daß die Eidgenossen seinem offenenFeinde, dem König von Frankreich, keine Hülfe leisten und keine Knechte mehr zulaufen lassen. Hierauf zeigtman den Boten an, daß solches Weglaufen allenthalben verboten sei, und daß man die Angelegenheit weiterberathen werde. I». Derselbe Herr Stürzet und der Burgermeister von Ueberlingen melden im Auftrag desschwäbischen Bundes, daß der Herzog Ulrich von Würtemberg kürzlich das Schloß Hohcntwiel in Besitz genommenund es mit Mannschaft und Vorräthm versehe, was allerlei Unruhe und Schaden befürchten lasse; sie ersuchendie Eidgenossen, als getreue Nachbarn ruhig zu bleiben, wenn der Bund etwas gegen das Schloß unternehmen