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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
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5» Juli 1521,

TS.

Kyalons (an der Saöne). 1521, 16. Juli.

Verschiedene Archive.

Die Boten der zwölf Orte erlassen zwei Schreiben: 1) An den Papst, 2) an Hauptleute und Knechte indessen Dienst.

1) 1521, 16. Juli. Die Boten der zwölf Orte, jetzt in Burgund, an päpstliche Heiligkeit.Allerheiligesterin gott vatter, insonders gnädiger Herr, mit warer demüetigkeit üwer Heil, füeß bcgeren wir zuo küssen. Aller-heiligester vatter und gnädiger (Herr), uf das so wir von den großmächtigen unfern Herren und oberen zuokünklicher Mt. in Frankrich abgefertiget, die brief und sigel zwüschend siner tunklichen Mt. und uns Eidgnossenbeschlossen ufzuorichten, ouch witer befelch siner künklichen Mt. einer zal knechten halb, ob sy die begeren wurdoder begert Helte, zuo bewilligen nach tut gemachter und ingangner Vereinigung, sind wir durch berüerter künklicherMt. botschaft bericht nüwer märe, als wie dann üwer Heil, sich gegen siner gnaden landen oder lüten fyendlichoder widerwärtig erlütret, und daby understanden, die unfern, so in getrüwer Meinung üwer Heilikeit von einerloblichen Eidgnoschaft bewilliget sind zuo hilf und enthalt üwer Heilt. Person, der heiligen kirchen, dem hus deMedicis und dem stat zuo Florenz, doch mit luterer vorbehattung, die unfern wider ander fürsten land noch einichstett, so benempter ü. H. oder denen, so in der Vereinigung beschlossen sind, nit beschädiget oder fyendlich angriffenHelten, nit ze bruchen in einich weg, als wir uns ungezwyfelt versechen, (daß) ü. H. demselben statt thuon werden.Wo aber dem also wäre, als sölich berichtung uns zuokumpt, soll ü. Ht. müssen, daß uns sölichs beschweren undvil Mißfallens wurd gebären, in ansechen unser brief und sigel, so wir durch kraft eines gemachten fridens, darzuosetz Vereinigung mit genannter künklichen Mt. ingangen. Bittend haruf demüetiglich, üwer Heiligkeit well vonsölichem irem fürnemen stan und besonder die unfern zuo sölichen anschlagen wider genannt keis. (sie) Mt. nocheinich derselben inhabenden und besitzenden landen nit zuo bruchen. Wo ü. H. aber sich etlicher gestalt Hiewiderwurde üeben, mag sy wüsscn, daß sölichs unfern Herren und obern größlich wurde mißfallen, angescchen die Ver-einigung, ouch (das) guot oemüetig vertruwen, so sy zuo ü. Ht. haben, welichen wir sölich uns fürkommen frömdmäre und fachen in yl zuogeschriben, die ü. H. sölicher Meinung witer irs gefallens und willens werden berichten.Wir bittend aber noch(mals) demüetiklich ü. H. abzuostan und vorgemelt k. Mt. in ircn inhabenden landen gerüewigetzuo lassen; werden ü. H. lieben sün, unser Herren und obern, vorab und in gemein, ouch wir nach unserm ver-mögen demüetiglich beschulden." Siegel Sebastian von Meßbachs.

St. A. Züvich: Tschud. Absch.-Sammlung, Bd. 5, Nr. 39. St. A. Bern: A. Ausland I. St. A. Lucern: Allg. Absch. d. 1. toi. 199.

K. A. Basel: Abschiede, f. 75. K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. X. K. A. Schasfhausen: Abschiede. K. A. Graubündcn.

2) 1521, 16. Juli. Die Boten der zwölf Orte an Hauptleute und Knechte in des Papstes Dienst, zc.Unser stündlicher gruoß und alles guots zuovor. Edeln festen ersamen wisen besonder guote fründ und getrüwenlieben Eidgnossen. Nachdem und wir von unfern Herren und obern zuo k. Mt. in Frankrich gefertiget, . . . (wieoben), verneinen wir, wie unser allerheiligoster vatter der Bapst sich gegen genannter k. Mt. oder sinem HerzogthumMeiland fyendlich habe erlütret, und besonders (daß er) üch, die unser», zuo sölichem anschlag vermeint zuo bruchen,das aber wider unser, ouch einer loblichen Eidgnoschaft brief und sigel, so wir gemelter k. Mt. in gemachtem fridenund jetz beschloßner vereinung geben, sin wurd, darzu üch und uns zuo merklichem Nachteil und oerwisung dienen,deß wir uns zuo üch dheins wegs versechen zuo sölichem zuo verwilligen; ob aber dem also, söllend ir wissen,daß ir ein loblich Eidgnoschaft und üch selbs größlichen wurden schwächen, deß ir in die harr und villicht gegen-wirtiger zit zuo merklichem Nachteil komm möchten. Darum, getrüwen lieben Eidgnossen, wellend ansechen trüw,

' lob und eer, so von unfern altvordern an uns ist komm, und wider unfern brief und sigel, so wir in gemachtemfriden und vereinung benempter k. Mt. geben haben, in dheinen weg thuon noch gestatten, als wir uns deß zuoüch, unser» gnoten stünden, ungezwyfelt versechen. Ir tragen ouch guot wissen, daß sölichs in üwerm hininzüchenüwer Herren und obern Meinung nit gewesen; darum wellen üch harin, als wir uns zuo üch versechen, bewisen;daran thuond ir uns ein groß gefallen, wellen wir gen üch zuo guotem nit vergessen. Wir schriben ouch disern