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Juli 1521.
der Priester Römer von Mainthal daselbst- viele Unruhen erregt und die Leute geschädigt hat, bis den beidenCommissarien von Luggarus und Mainthal letztes Jahr aufgetragen worden, ihn gesangen dem Vicar in Comozuzuschicken, der ihn aus dem Gefängniß zum zweiten Mal entwischen ließ, und er seither immer neue Unruhenstiftet, so ist den beiden Vögten befohlen, ihn wieder einzustecken, dem Vicar zuzusenden und denselben ernstlichzur Bestrafung aufzufordern, v. Sobald ein päpstlicher Legat in deutsche Lande kommt, will man ihm anzeigen,wie die Priester in diesen Landschaften sich „sehr (vast) unschicklich" aufführen, und daß, wenn man einen dem Vicarzu Como übergebe, derselbe ihn wieder laufen lasse, und deßhalb um Erlaubnis; bitten, daß die Obrigkeit solchebestrafen könne. «I. Schwyz und Unterwalden sollen sich erkundigen in Betreff der 100 Kronen, welche VogtBläst von Unterwalden dem Vogt Bctschger (Vetschau) befohlen haben soll, den Orten zu verrechnen, und hierüberBericht geben, v. Der Antrag einiger Boten, die Besatzung im hiesigen Schloß zu entfernen, weil man ja jetztmit Frankreich in gutem Frieden und Vereinung stehe, ist heimzubringeil, da die andern Gesandten deßhalb keineVollmacht haben. F. Dem Gotteshaus auf Unser Frauen Berg hat man 2 Kronen geschenkt. K. Ebenso werdenden Barfüßern 4 Kronen gegeben an den Kirchenbau und dafür, daß sie, während der deutsche Mönch, der imSchloß dienen sollte, krank gelegen, für ihn die Messe gelesen. I». Auf die Beschwerde des Zollers zu Luggarus,daß drei Monate lang in Luggaris die Pest geherrscht, und während dieser Zeit kein Verkehr gewesen, weder mitKaufmannsgütern noch auf Märkten, wodurch er an dem Zoll große Einbuße erlitten, werden ihm 6V (al. 40)Kronen an den Schaden geschenkt, i. Der Vogt im Mainthal liefert die Jahrstener vom obern und unternMainthal ab im Betrage von 60 Ducaten (1 Ducaten — 51 Groß; 1 Kronen 50 Groß). It.. Von dem-selben Vogt hat man empfangen 2 Kronen und 11 Groß wegen einer (al. der) Alp. I. 1. Der Vogt vonLuggaris legt Rechnung ab über die Bußen; sie betragen 77 Kronen. 2. Ebenso hat er verrechnet den Ertragvon noch nicht erkannten und bezogenen Strafen, nämlich 32 Kronen und 30 Groß; wenn er sie eingezogen,soll er darüber Rechnung geben und seine Ausgaben abziehen. Seine Rechnung ist gutgeheißen. 3. Die Ausgabenbetragen für Bauten im Schloß und für Eisen zu Büchsen und Anderem 77^2 Kronen, i»». Hans an derBrücke im Mainthal, der das Holz daselbst beaufsichtigt, liefert 5 Kronen ab, hat aber noch Einige zu strafen,i». 1. Der Seckelmeister vom Thal Verzasca liefert die Jahrsteuer ab im Betrag von 11 Kronen 15 Groß(1 Krone — 22 Btz.). 2. Der Seckelmeister der Gemeinde Luggarus bezahlt als Jahrstener 1825 Pfd., dasPfd. zu 5 Groß, was 184 Kronen und 16 Groß ausmacht. 3. Der Seckelmeister von Gambarogno entrichtetdie Jahrstener, 225 (Zürich, Glarns 275) Pfd., das Pfd. zu 5 Groß, gleich 27 Kronen und 1 Gl. rhein.,die Krone zu 22 Btz. gerechnet. — Sie geben ihre Steuer mit denen von Luggarus, so daß beide zusammenbetragen 2100 Pfd. oder 212 Kronen 6 Groß, die Krone zu 22 Btz. 4. Einnahme von dem Zoller 1140(Zürich 1150) Kronen. «. Davon hat man ausgegeben: 1. dein Edelmann Zonfre (?) von Orell von Luggaris17 Kronen 39 Groß von einem „Erdrichzoll", wofür er Brief und Siegel von den Eidgenossen hat; 2. demOberweibel für ein Kleid ?c. 7 Kronen; 3. dem deutschen Mönch die Marchzahl seines Gehaltes von 20 Gl.jährlich, seit Martinstag 12 Kr.; 4. dem Fiscal seinen Jahrlohn 8 Gl. rhein. und 1 Dicken; 5. als Schifflohnfür zwei Schiffe mit den Knaben, die den Boten entgegen gefahren, 3 Kr.; 6. den wälschen Weibeln geschenkt2 Kr.; 7. des Vogts Frau 1 Kr.; 8. dein Knecht, der das Geld von Lauis nach Luggaris geführt, 1 Kr.;9. des Schreibers Frau 1 Kr.; 10. den Knechten der Boten 12 Gl. rhein.; 11. den Schloßkncchten 1 Kr.;12. dein Schreiber Baptist Moresiii seinen Gehalt 50 Kr.; 13. dem Büchsemneister seinen Jahrlohn 60 Gl.rhein.; 14. für die Abschiede von Lauis und Luggaris 4 Gl. rhein.; 15. dem Hieronymus Moresin, der ander Rechnung geholfen, 1 Kr.; 16. an Letzgeld und allerlei Kosten für des Grafen Diener, die Pfeifer ?c. die