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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Juni 1521.

Zu lt. 1) 1521, II. Mai (Samstag nach der Auffahrt), Zürich, Versammlung der Rätste und Burger. DaAlbrecht vom Stein trotz dem gegen ihn herrschenden Unwillen unerlaubt in die Stadt gekommen, woraus noch größereUnruhe erwachsen könnte, so bitten seine Freunde, und besonders Hans Escher, in Albrechts Namen, um dieErlaubniß, sich vor den Röthen zu verantworten, wobei er erbiete, Gelübde zum Recht abzulegen oder sich gefangenzu geben und auf alle Mittel der Einrede Verzicht zu thun ?c. In Betracht, daß er ein besoldeter Diener desfranzösischen Königs, mit dem man jetzt in wichtige Geschäfte verflochten ist, hat man mit Rücksicht auf diewaltende Stimmung beschlossen, daß der vom Stein sofort Stadt und Land verlassen solle; will er sich damitnicht beruhigen, so mag er bei ruhigerer Zeit wieder kommen; dann soll man alle Sachen, die sowohl ihn alsden Grafen von Arona berühren, verhören und darin handeln. Rathsbuch r. iso >>.

2) 1521, 22. Mai (Mittwoch nach Pfingsten). Bern an Zürich. Albrecht vom Stein klage, wie er letzthin inZürich von Etlichen an seiner Ehre schwer verletzt, nämlich ein verrätherischer Bösewicht gescholten worden, aberkein Recht dagegen habe erlangen können, indem Zürich der zu besorgenden Unruhe wegen ihn gütlich abgewiesen;da er aber meine unschuldig zu sein und um Hülfe zum Rechten bitte, so begehre man hicmit, zugleich um zuerfahren, was auf ihm lasten möchte, daß ihm und seiner Gegenpartei ein Tag zu ihrer Verhörung verkündetund nach Befund geurtheilt werde; dem wolle Albrecht vom Stein nachkommen und nöthigenfalls die erforderlicheBürgschaft stellen, daß er dem Recht nicht ausweichen werde, :c. Darüber begehre man umgehende Antwort.

St. B. Bern: Teutsch Miss. 0. 336.

3) 1521, 14. Juni (Freitag nach Onophrii), Bern. Die Räthe gemeiner Eidgenossen an Zürich. Albrechtvom Stein habe sich deklagt, daß er von Jakob Gyslinger beschimpft worden sei, aber trotz dem Erbieten, Bürgschaftzu stellen und sich selbst in Gefangenschaft zu geben bis zumErfolg" des Urtheils, das begehrte Recht in Zürichnicht gefunden; auch Hie Verwendung von Bern habe keinen Erfolg gehabt; weil nun die Sache seine Ehre, Leibund Gut berühre, so könne er solches nicht ruhen lassen, und bitte er, ihm zu austräglichem Rechten zu verhelfen oderihm zu vergönnen, seine Gegner überall anzufallen und dadurch zum Rechten zu bringen; nachdem er schon auf vielenTagen um Recht gegen seine Verleumder angerufen, und niemand ihm habe antworten wollen, seien endlich die Eid-genossen bewogen worden, ihn für unschuldig zu halten, ?c. Dieses Anbringen habe man beschlossen heimzubringenund auf dem nächsten Tage zu Bern den) Genannten Bescheid zu geben, was man hiemit Zürich berichte, damit es sichdort zu erklären wisse. St. A. Zürich: A. B-m. St. A. Bern: Teutsch Miss. <>. »40841 (Donstag nach Medard!, d. i. lg. d.).

Zu i. 1) 1521, 14. Mai, Jesi. Hauptmann zc. und Räthe an Zürich,llewern gnaden thuond wir hiemit zuowüsten uf das schriben, das wir ü. g. von Esia gethan habend, uns nit zwpfelt, ü. g. habend allen Handel ivolverstanden, wie dann b. H. gemein hoptlüt gen Rom beschickt hat, und die bemelten hoptlüt sin H. trülichen mitfürsten und Herren und gschütz im Balast und in der Engelburg, der Eidgnoschaft und den hoptlüten zuo lob underen, gegen uns geschickt und das gcschütz abgelassen, als wann ein küng und ander fürsten kämend. Und uf sömlichssin H. mit den hoptlüten gemeinlich und sonderlich red gehalten und alles crzelt die ursach, worum sin H. dieEidgnossen als stner H. sülr beschickt hat, . . . daß etlich spend, die der kilchcn und siner H. widerwertig gewesensyend, die selbigen nun also sich siner H. undertheuig gemacht und vilicht ein forcht gehept (ab) unser derEidgnossen zuokunft; sind auch die Spaniöler . . . hindersich geruckt und uf (ir) ertrich zogen, und also (hat) unssin H. zuo verstan geben, daß zuo ersorgen wäre, wenn er also uns ... wider nach den drn manoten urlopte...,daß villicht die bemelten widerwärtigen und Spaniöler also in das land (fallen) und ungehorsam widerum erscheinten,und darum uns Eidgnossen nit urlob könne geben, sondern noch dry manoten, zum mindsten zwen manct behaltenund uns die Eidgnossen wie bißhar trülichen bezalen und abferggen, und also gemein hoptlüt uf Frytag nach derUffart (1v. Mai) wider von Rom gescheiden, und uns hoptlüt, lütiner und fenner, räten und ämpter mit erlichenschenken begäbet und den gemeinen knechten zuogesagt, st) zuo bezalen und besölden (bis) in unser vatterland undhüser, wie dann die vcrcinung Inhalt; habend also von Rom den dritten sold mit uns in das läger geferget.Witer hat sin H. unfern hoptman (und) Ludwig von Erlach, hoptman von Bern, durch (um) der großen früntschaft(willen), die ein Eidgnoschaft siner H. und der kilchen erzöigen, dieselbigen zuo ritter geschlagen, das dann diebemelten zwen hoptlüt nit begertend, dann daß st) semlichs durch einer loblichen Eidgnoschaft annamcnd", ?c.

St. A. Zürich: A. Papst. St. A. Bern: A. Mailänderkriege (Zürcher Copie).