40
Mai 1521,
verglichen, Datum und mit unser lieben Eidgnossen von Lucern secret in der zwölf Orten »amen besigelt ufMittwuchen vor Pfingsten, anno MDrrj. Der sechs Orten potten und Verwandten von den zwölf Orten zuoLncern versampt."
Das Schreiben ist zehnfach vorhanden, adressirt an V. und G. zn Andelsingen, Grüningen, Horgen, Knonau,Kyburg, Meilen, Neuamt, Regensberg, vStammheim und Wüdensweil. St. A. M ich - Au-» Frankreich,
Aürili). 1521, 18. Mai (Samstag Pfingstabend).
Staatsarchiv Zürich: Nathsbuch kol. 183 a.
>, „Als unser getrüiv lieb Eidgnossen von Glarus ir botschaft vor minen Herren gehebt inid sy gebettenhabent, als sy setz mit andren Eidgnossen und gar nach allen Zuogewandten in die französisch vereinung syentgangen, darin aber in. h. bißhar nit habint wollen gon, (und begert?), daß sy von beschechncn manungen wölltindston, alles mit früntlichen guoten Meinungen und ivorten, also habent mine Herren inen gcantwurt, die sechs Ort^ habint in »amen der xij Orten m. h. gebetten, ouch in solich einung ze gond; da gangint jetzent m. h. mit demHandel uinb, und so sy ir Handlung zesamen bringint, wellint sy über den Handel wyter sitzen und sich einerantivurt entschließen, da sy getruwint, dz es solle sin einer Eidgnoschaft und der statt Zürich lob und ere, undkünnint setz kein antwurt gen."
2. „Uf sölichs . . . habent sy ivyter gefeit, sy hettind sich einer unabgeschlagnen antwurt versehen und syentder Hoffnung, es werde noch nach irem beger ein antwurt (gegeben); dann Ivo das nit sin sölt, wöllint syfürfaren und der manung halb minen Herren eins rechten sin und darzuo, ob sy es schon mit dem rechten ver-lurint, wöllint sy dennocht die iren lassen laufen."
3. „Also habent mine Herren es bi obgeschribner antivurt lassen bliben."
lieber die an Glarus (allein?) gerichtete Mahnung ist durchaus keine weitere Nachricht aufzufinden. Aufdie Bünde gestützte Abmahnungen an verschiedene Orte fanden übrigens, lant der im Zürcher Staatsarchiv vor-handenen Acten, durch Zürich und Schwyz bereits im Jahr 1520 statt. Vgl. Absch. 21. April.
Neuenbürg. 1521, 22. sbiü 25.) Mai (Mittwoch nach Pfingsten sf.).
Katttvttsbibliotliek Freiburg: Girard. Sammlung Bd. XV.
Abschied betreffend die Märchen zwischen den Grafschaften Burgund und Neuenbürg.
1. Anfangs sind die Anwälte beider Parteien samt den Landleuten ans einer der streitigen Oertlichkeiten(„eim stoß") erschienen, nämlich bei der March, welche die drei Herrschaften Burgund, Savoyen und Neuenburgscheidet. Der Platz heißt die „Weite" (Iws INaocm?); dastehen um einen Brunnen herum drei Steine. Dahinsind auch der Vogt vom hl. Kreuz und einige Landlente für den Herzog von Savoyen gekommen. 2. Die bur-gundischen Anwälte erinnern nun an den letzte» Abschied von Neuenburg und richten an die Eidgenosse» dieFrage, ob sie irgend welche Gewahrsamen vorzulegen hätten; die ihrigen würden sie (die Burgunder) dann auchzeigen. — Die eidgenössischen Boten antworten, sie seien nicht gesonnen, etwas vorzuweisen, da sie sich auf ihrem