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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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März 1521. 15

fiindcn, wo es wolle, die frowen tragint dos an ircm lib, oder dos syc in bchaltcrn, sonder Ivo einer sölicheklcider oder kleinster hinder einem oder dem andern wurde müssen oder die sehen fertigen, fiieren oder trogen,den und dieselben bi disem sincm cid dem obristen richter anzegeben, es wäre denn daß einer von solchen Priestern,kinden, ölten lüten oder frowen zno der gcgenwccr wurde trängt. Darzuo keinen der fründen on lib noch gnotze schedigen, besonder derselben ze schonen nnd inen umb essen und trinken zimliche nrten erbcrlich zc bezalcn,und die so feilen kons znofüerent, mit crlouptnis der hoptlüten, es spcnt fründ oder fyent, sicher ze lassen, nnd

inen mit gwalt nützit ze nemen.

Ouch on keinem ort ze brennen, bis es von den hoptlüten wirt erlonbt, nnd was von hob und gnot wirterobert nnd gewonnen, dos on ein gmcinc büt ze geben nnd im selbs davon niemos nützit ze beheben, nndsonderlich, ob sich einich stell oder schloß ergeben, oder mit gwalt gewunncn wurdint, in denselben einicherlei Habnoch gnot ze nemen noch ze rouben, anders dann essigc spps, on müssen und willen des obristen und gmcinerhoptlüten und iren zuoverordneten.

Und ob ouch jemas understüende ein flucht ze machen, daß je die nächsten, die deß gewar wurdint, denselbenzno tod stechen nnd darumb von niemas gestraft noch gefecht werden söllent.

Es soll ouch täglich ein jeder gott dem allmächtigen und siner muoter Marien der junkfrowen nnd allemhimclschen Heer zno lob und ere beten fünf pater nostcr nnd fünf Ave Marien, ouch all nnzimlich bös schantlichschwüer mpden nnd niemas zno trinken, dcßglich keiner gegen dem andern rächen, diewil diser zug wärt, einicherleialte findschaft oder todschlag in keineü weg, ouch ein jeder in allen Zerwürfnissen frid nemen nnd gebe», sotichshalten, und sich darin niemas partygen.

Wölicher jemas sähe obgeschribner stucken eins oder mer brechen oder darwider thnon, den oder die selbendarumb ze leiden bp disem cid, damit solichs werde gestraft, als ?nan dann solichs zno strafen hat verordneteinen nachrichter.

Dar zuo kein bluotharsch noch fryc gesellschaft zno machen noch darin ze zühen, sonder by den fennlinen zebliben, noch ouch einiche ufruor noch versamlung, es spc wider wen das wolle, ze machen, besonder gehorsam zesin wie obstat, und b. Ht. in diesem zug trülich und erlich ze dienen umb ir besoldung, wider irc widerwärtigennach lut und sag der vereinung.

Und dann zuo letst ouch in diesem zug (nit) wider einichen ze zühen, ze handlen, anzegryfen noch ze tuond, alsda ist das loblich hus Oesterrych, die krön Frankrpch oder einichen andern, der uns mit pündtniß, frid nndeinigkeit ist "verwandt; deßglich ein jeder, an den je die wacht kompt, trülich ze wachen, nit ze schlafen, uf derwacht ze bliben und darin guot sorg ze haben. Und hierin ein jeder siner Herren und gmciner Eidgnoschaftlob, nutz und ere ze fürdren und schaden ze wenden, alles gctrülich nnd ungefarlich. ^

Und dise ordinanz sollent schweren all monat hoptlüt, lütiner, fenrich, rät und gmein knecht.

Der hoptlüt und röten ordinanz und cid.

Die hoptlüt nnd verordneten rät sollent schweren, ir statt oder lands und gmciner Eidgnoschaft nutz undere ze fürdren und schaden ze wenden, das volk, so inen befolhcn ist, ze verhüetcn, ouch die ordinanz und dencid gmeinem volk geben, war und stet ze halten, und ob jemas darwider tät, denselben ze strafen oder schaffengestraft ze werden nach sinem verdiene», und darin niemans ze schonen, bäbstlicher Heligkcit in disem zug trülichze dienen wider ire widerwärtigen nach lut der vereinung und gemeldter ordinanz, nach irem vermügen, und sichunter nit lassen bewegen, weder mit miet, gab, gunst, fründschaft noch findschaft, alles getrüwlich nnd ungefarlich.

Der fcnner ordinanz und cid.

Die fenner söllent schweren, ircr statt oder lands nutz und ere ze fürdren und schaden ze wenden, iremfennli, so inen llicfolhen ist, zc warten und nit davon ze kommen, ouch das in stritcn, stürmen nnd gefcchtenoffenbar nnd ufrecht ze halten, und sich davon nit lassen trängen bis in den tod, ouch die gmein ordinanz warund stet ze halten, alles trülich und ungefarlich.

St. A. Zürich: Absch. Bd. 8, e. 10, It. St. A. Bern: Mg. eidg. Absch. v. p. 2VS ss.

Abgedruckt in Val. Anshelm's Berncr-Chronik, Bd. VI, p. 4145, auch in Zellweger's Urkunden zurGeschichte des appenzell. Volkes, Bd. III, 1, p. 134137 liu der Folge nur alsZellweger's Urkk." ?c. citirt).